Das bauliche Sorgenkind verschwindet                     (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. In der Breiten Straße von Wulften steht schon seit geraumer Zeit ein bauliches Sorgenkind. Dabei handelt es sich um das Gebäude, aus dem vor geraumer Zeit die Eigentümer ziehen mussten. Auftraggeber war der Landkreis Göttingen, denn die „Evaku-ierung“ wurde im Interesse von Leib und Leben angeordnet. Da der Abrissforderung nicht nachgekommen wurde, hat der Landkreis Abrissfahrzeuge anrücken lassen. Zuerst wurde es leergeräumt und entkernt. Jetzt muss erst einmal viel per Hand abgetragen werden, weil Einsturzgefahr vorliegt. Somit verschwindet nach Auffassung vieler Wulftener ein Schand-fleck in der Gemeinde. pb

Foto: Petra Bordfeld
Foto: Petra Bordfeld

Carmen Frisch mit der JAHN-Plakette ausgezeichnet

Scharzfeld: Auf dem Kreisturntag in Scharzfeld wurde die erste Vorsitzende des TSV "Eintracht "Wulften, Carmen Frisch, mit der höchsten Auszeichnung des Deutschen Turnerbundes ausgezeichnet, der Friederich-Ludwig-Jahn-Plakette.

Benannt ist die Plakette nach dem Turnvater Jahn.

Carmen Frich (3. v. links) zwischen den Geehrten des Kreisturntages.

Foto: Petra Bordfeld

Friedrich-Ludwig-Jahn-Plakette

(c) DTB


Drittklässler der GS Wulften lernten Aufgaben der Feuerwehr kennen

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Die Drittklässler der Grundschule Wulften bekamen Besuch von dem Brand-schutzerzieher der Freiwilligen Feuerwehr Wulften, Mirko Bierbaum (Hauptlöschmeister) und Yvonne Winnemuth (Erste Hauptfeuerwehrfrau), Lukas Krause (Hauptfeuerwehr-mann), Frederik Kalis (Oberfeuerwehrmann), Florian Fichte (Feuerwehrmann), Till Brandt (Feuerwehrmann) Am zweiten Tag wurde der informative Spieß umgedreht, denn da besuchten die Mädchen und Jungen das Feuerwehrhaus, weil auf dem Stundenplan „Brandschutzerziehung“ stand.

In der Schule erfuhren die Kinder, welche unterschiedlichen Feuerwehren es in der Bundesrepublik gibt und woraus die Unterschiede bestehen. Sie erfuhren, dass auch ein Feuer nicht dem anderen gleichen muss. So lernten sie, dass es zwar zum Aufwärmen und zum Kochen dient, aber auch gefährlich werden kann.

Schließlich wurde eine kleine Übung, ein Notfall, durchgespielt, bei dem sowohl das Abset-zen des Notrufes, als auch das richtige, besonnene Entfernen vom „Brandort“ geübt wurde.

Am und im Feuerwehrhaus wurde dann nicht nur die lebenswichtige Feuerwehrkleidung vorgestellt, sondern auch erklärt, wie sich die Einsatzkräfte vor dem lebensgefährlichen Rauch schützen. Dabei kam auch die Sprache darauf, dass laut Gesetzessprechung in jeder Wohnung ein Rauchmelder sein muss.

Dann wurden die Gebrauchsgegenstände größer, denn Mirko Bierbaum, Lukas Krause, Frederik Kalis sowie Florian Fichte stellten die Fahrzeuge vor, was bei den Gästen für große, von Faszination geprägte, Augen sorgte.

Das hielt auch an, als sie eine Löschübung durchziehen durften. Eigens dafür wurde ein B-Schlauch vom Hydranten - welcher sich unmittelbar vor dem Feuerwehrhaus befindet – zum Verteiler und eine C-Schlauchleitung mit Hohlstrahlrohr aufgebaut.

Zur Erinnerung an die beiden informativen Tage erhielten alle zwei sehr informative Hefte, in denen sie all das, was sie gehört, gesehen und gelernt hatten, noch mal nachvollziehen oder vertiefen konnten.                                                                                                   pb

 

Die Drittklässler waren ganz bei der Sache, als sie lernten, wie ein Notruf richtig abgesetzt wird.

 

Hauptlöschmeister Mirko Bierbaum (li.) und sein Team erklärten den Kin-dern, wie ein Atem-schutzgeräteträger aus-gestattet sein muss.

 

 

 

Fotos:

Petra Bordfeld


Der HGV Wulften hat 2019 viel in Bewegung gesetzt

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Dass der Heimat- und Geschichtsverein Wulften (HGV) im vergangenen Jahr fast 365 mit Aufgaben vollgepackte Tage hinter sich gebracht hat, bei denen Hermanns Scheune in der Angerstraße im Mittelpunkt gestanden hatte, machte der erste Vorsit-zende, Willi Waßmann, in seinem Bericht deutlich, den er vor der überaus gut besuchten Jahreshauptversammlung abgab.

Die Renovierungsarbeiten hatten mit dem Entsorgen des seit Jahrzehnten unter dem Dach des ehemaligen Stalls eingelagerten Strohs begonnen. Dann erst konnten die maroden Balken entfernt werden. Danach zog ein Fachmann eine neue Balkendecke ein, womit auch gleich die alte begradigt wurde. Zusammen mit dieser Aktion wurde eine weitere Idee realisiert, indem man sowohl eine Treppe, als auch ein Fenster einbauen ließ. „Nun können wir den Boden über eine „steile Treppe“ erreichen, und Tageslicht kommt auch herein“. Ein gut gelungenes Vordach an dem Haus werte außerdem das ganze Anwesen erheblich auf.

Waßmann erinnerte daran, dass diese Maßnahmen auch nur mit Zuschüssen vom Land Niedersachsen über das Amt für regionale Landentwicklung, Geschäftsstelle Göttingen, und aus der Kurt- und Waltraud-Rogge-Stiftung habe bestritten werden können. „Schließ-lich ist das Budget unseres Vereins nicht so voluminös“.

Zurzeit beschäftige man sich in diesem „neuen“ Raum mit dem Innenausbau, denn der soll bis zum 30jährigen Jubiläumsfest fertig sein, zu dem 2021 geladen werden soll.

Allerdings habe es Ende Januar 2020 einen nächtlichen, ungebetenen Besuch gegeben. Der hebelte im Erdgeschoss ein Fester auf, um so ins Haus zu gelangen. Mitgenommen hat er eine Uhr, eine Flasche Wein und Orden sowie Ehrenzeichen. Zum Glück wurde kein größerer Sachschaden angerichtet. Man habe sich aber mit dem Gedanken befasst, eine Alarmanlage einzubauen.

Aber auch viele andere Aktivitäten wurden in Angriff genommen.  So durfte man sich über die sehr gute Beteiligung an der Frühjahrswanderung und dem Herbstausflug freuen. Glei-ches konnte über dem Erntedankgottesdienst gesagt werden, welcher in plattdütscher Sprache auf dem Anwesen des HGV stattfand. Nicht minder groß sei die Resonanz auf dem Weihnachtsmarkt und beim öffnen einer Tür beim Wulftener Adventskalender gewesen.

Der Vorsitzende berichtete voller Freude darüber, dass sich die ehemalige Kindergärtnerin Rosi Mutio, ein Mitglied des Vereins, zur Aufgabe gemacht hat, mit den Kindergarten-kindern die plattdeutsche Sprache zu üben und zu sprechen. Genau dazu wurde eine alte Blockhütte im Kindergarten hergerichtet, um darin spielerisch plattdeutsch zu lernen.

Übrigens treffen sich von September bis Mai Frauen und Männer in Hermanns Scheune jeden dritten Mittwochs im Monat um 16 Uhr um „platt to schwatzen“. Wer mal vorbeischau-en möchte, ist herzlich willkommen.

Der Vorsitzende hatte auch mal statistisch aufgeführt, wass der HGV alles so gemacht hat und machen wird.  So werden beispielswiese die rund 26 Kilometer umfassenden Wege-netze gepflegt, die zum Spaziergehen und zum Wandern einladen. Der große Schauka-sten an der Heimatstube wird ebenso in Schuss gehalten, wie die Informationsschilder der einzelnen Häuser und besonderen Wegenamen. Schulklassen werden durch die Heimat-stube und das Dorf selbst geführt. Die Pflege von vielen Grünflächen steht ebenso auf dem Jahresplan wie die Herausgabe der Vereinszeitung „Ut usen Dörpe“ und die Heimat-stube wird für standesamtliche Trauungen hergerichtet.

„Im Moment sind wir dabei, zwei Ortseingangsschilder zu erneuern. Sie sollen im Frühjahr wieder aufgestellt werden“. Die Kosten für die Aktionen hat übrigens die Gemeinde Wulf-ten übernommen.

Abschließend bedankte sich Willi Waßmann bei allen Spenderinnen und Spendern, die mittels finanzieller und materieller Zuwendungen den Verein unterstützt hatten. Ein weite-res Dankeschön ging an alle Helferinnen und Helfern, sowie dem Donnerstagsteam und dem Vorstand.

Bürgermeister Henning Kruse, der auch als Mitglied an der Versammlung teilgenommen hatte, sparte in seinem Grußwort nicht mit Anerkennung und Dankeschön. Denn schließ-lich setzte sich der HGV seit 30 Jahren für das Bild und das Wohl der Gemeinde ein – und das in sehr überzeugender Art und Weise.

Es standen aber auch Wahlen und Ehrungen auf der Tagesordnung. Erstgenannte brach-ten keine Änderungen mit sich, das andere strahlende Gesichter. pb

EHRUNGEN

Für 25 Jahre Mitgliedschaft: Christel Bartsch und Inge Kurtoglu

 

WAHLEN

Zweite Vorsitzende:   Elvira Schaper

Rechnungsführer:     Gerhard Lüer

Hauswarte:                 Georg Lange, Manfred Beushausen, Helmut Peinemann
                                     und Hermann Bode

2.  Kassenprüfer Neu: Bodo Mißling

Der zum Teil neu gewählte Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins Wulften zusam-men mit Christel Bartsch (4. v. r.) und Inge Kurtoglu (4. v. li.)

Foto: Petra Bordfeld


Niedersachsens Jäger werden jünger und weiblicher

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Weil die Jägerschaft Osterode in Wulften ein nicht alltägliches Jubiläum hätte feiern können, war Bürgermeister Henning Kruse nicht mit leeren Händen ins Schützen-haus gekommen. Denn er überreichte dem ersten Vorsitzenden der Jägerschaft Osterode, Dr. Karl Schumann, ein Präsent dafür, dass es die bereits 50ste Versammlung dieser Art in dem Gebäude gewesen ist. Als Hausherr brachte er die Hoffnung zum Ausdruck, dass er nach der Renovierung des Gebäudes, welches die 51ste Versammlung in 2021 unmöglich macht, die Jägerschaft 2022 wieder begrüßen darf.

Zu den Gästen zählte auch der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, Helmut Dammann-Tamke, der seinen Vortrag mit folgender Feststellung begann: „Die Jäger in Niedersachsen werden jünger und weiblicher“. Denn inzwischen seien von den Absol-venten der Jagdscheinprüfungen in Niedersachsen 24 Prozent Frauen, die im Durch-schnitt 34 Jahre alt und damit ein Jahr jünger seien, als ihre männlichen Kollegen.

In seinen anschließenden jagdpolitischen Ausführungen ging Dammann-Tamke zuerst auf die Feuerwaffenrichtlinie der Europäischen Union ein, die bis zum 31. Dezember 2019 in Deutschland umgesetzt werden musste. Nach seiner Auffassung gehe das dritte Waffengesetzänderungsgesetz, das im Februar in großen Teilen in Kraft getreten ist, weit über die Vorgaben der EU hinaus. Es enthalte außerdem einige handwerkliche Fehler. Genau die hätten zu erheblichen Diskussionen in den verantwortlichen Behörden und unter den Jägern geführt.

Auf die bereits seit Jahren diskutierte Novelle des Bundesjagdgesetztes solle nun im Herbst 2020 in Kraft treten und vor allem die Prüfungsordnung für die Jagdscheinprü-fungen bundesweit einheitlich regeln. Außerdem wird es Schießnachweise für das Schießen mit Büchsen und Flinten geben. Weiterhin soll der Einsatz von Blei in der Jagd-munition bis 2025 weiter reduziert werden.

Das Thema „Wald und Wild“ stehe nach seiner Auffassung angesichts der landesweit massiven Schäden, besonders in den Fichtenbeständen und den notwendigen großflä-chigen Aufforstungen mit einem möglichst breiten Mix aus verschiedenen Baumarten wieder im Fokus der Debatte, besonders zwischen Waldbesitzern und Jägern. „Wir in Niedersachsen haben uns schon unter dem Landwirtschaftsminister Gerhard Lindemann zusammengesetzt und ein gemeinsames Positionspapier verabschiedet. Für mich ist wichtig, dass wir hier alle partnerschaftlich zusammenarbeiten und dafür sorgen, dass die gepflanzten jungen Bäume wachsen können und nicht vom Schalenwild aufgefressen werden“, so der Sprecher weiter.

Auf das Auswilderungsprojekt des Luchses im Harz eingehend, betonte Helmut Dammann-Tamke, dass es auch für die Jägerschaft als großer Erfolg gesehen werden dürfe.  Beim Wolf, der seit 2000 von allein wieder zurück nach Deutschland kehrte, sah er die Situation kritischer. „Die Landesjägerschaft Niedersachsen fordert nicht ausdrücklich, dass der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen wird, wie das in Sachsen geschehen ist“. Er hätte dann, wie der Luchs, eine ganzjährige Schonzeit und dürfte nicht gejagt werden. Hierzu seien politische Entscheidungen notwendig, um gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Rechtssicherheit für diejenigen besteht, die die Wölfe entnehmen sollen.  Letztendlich sei das Bundesnaturschutzgesetz inzwischen geändert worden und erlaube damit die Entnahme von Wölfen unter bestimmten Bedingungen. „Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so der Sprecher weiter.

Zum Schluss seiner Ausführungen lobte er Tschechien ausdrücklich für das erfolgreiche Vorgehen bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest und forderte alle Jäger auf, tot aufgefundene Wildschweine unbedingt sofort durch die Veterinärämter untersu-chen zu lassen. „Je früher diese Tierseuche erkannt wird, je größer ist die Chance sie erfolgreich zu stoppen!“

Kreisrätin Marlies Dornieden erläuterte in ihrem Grußwort, dass bei Unfällen mit Wild weiter die Revierpächter, beziehungsweise deren Vertreter vor Ort die ersten Ansprech-partner sind. Dafür enthalte das Geoinformationssystem des Landkreises entsprechende digitale Karten, welche die Polizisten nutzen können. Damit dies künftig noch reibungsloser läuft, sind weitere Gespräche und Informationen geplant.

MdL Thomas Ehbrecht hob als Vorsitzender der Jägerschaft aus Duderstadt die gute Zusammenarbeit der beiden Jägerschaften hervor. Besonders erwähnte er die inzwischen vertraglich geregelte gemeinsame Nutzung der Schießstätte Aschenhütte durch alle Mitglieder beider Jägerschaften.

Dr. Karl Schumann kam eingangs auch auf die bereits 2018 begonnen, erfolgreiche Kooperation mit der Jägerschaft Duderstadt zu sprechen, und erläuterte, dass sich damit die Anzahl der möglichen Nutzer auf dem Schießstand auf 1.000 Jägerinnen und Jägern verdoppelt habe.

Weiter ging er auf die Baugenehmigung für die geplante Toilettenanlage auf dem Schieß-stand ein, die mittlerweile vorliege. Besonders erfreulich sei auch die Tatsache, dass der Rat der Gemeinde Hörden einen finanziellen Zuschuss in ihren Haushalt festgeschrieben hat. Ebenfalls zugesagt seien seitens der Geschäftsstelle der Landesjägerschaft Nieder-sachsen in Hannover die beantragten Mittel aus der Jagdabgabe für die Erneuerung des Erdkabels für die sichere Stromversorgung des Schießstandes.

Abschließend bedankte Dr. Schumann sich im Namen aller Mitglieder bei den engagierten Obleuten sehr herzlich für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr. „Wir sind weiter auf einem guten Weg in unserer Jägerschaft! Natürlich gibt es noch viel zu tun und hier sollten möglichst viele Mitglieder weiter so engagiert mitarbeiten!“

Kreisjägermeister Claus Wilhelm Deig startete seinen Streckenbericht mit dem Rotwild. Laut Abschusspendel des Rotwildringes Harz wurden im abgelaufenen Jagdjahr 1.913 Tiere dieser Rasse erlegt, womit das angestrebte Soll nicht habe erreicht werden können, denn das liege bei 2.000.

Neben dem Rotwild konnten im Altkreis noch sechs Stück Damwild erlegt werden. „Obwohl das Damwild in unserer Region kein Standwild ist und auch keine Population aufgebaut werden soll, wechseln doch ab und zu Stücke aus Thüringen zu uns“, so Deig.

Auf das Schwarzwild eingehend betonte er, dass die Strecke im vergangenen Jahr wieder auf 1.848 Stück angestiegen sei. Davon waren leider 36 Stück Fallwild und Verkehrsopfer.

Er brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Afrikanische Schweinepest nicht in diesen Regionen komme. „Die Folgen wären nicht nur für uns Jäger, sondern auch für die Landwirte und fleischverarbeitende Industrie katastrophal“. Aus dem Grund seien die Jäger angehalten, dass Schwarzwild nach wie vor stark zu bejagen.

Nicht unerwähnt ließ der Kreisjägermeister die Rehwildstrecke. Im dritten Jahr des dreijährigen Abschussplanes beläuft sie sich auf 1.375 Stück, davon waren 54 Stück Fallwild und 109 Stück Verkehrsopfer.

Dahingegen wurde die Jagd auf Nutzwild, wie Hase, Stockente und Ringeltaube aufgrund der zurückgegangenen Besätze so gut wie eingestellt. Das Rebhuhn wird aufgrund der niedersächsischen Vereinbarung schon seit einigen Jahren nicht mehr bejagt. „Wenn im gesamten Altkreis nur noch 59 Hasen als Strecke gemeldet werden, davon 37 als Fallwild ist das für die aktuelle Situation bezeichnend. Auch die Enten- und Taubenstrecke ist ernüchternd“.

Abschließend verwies er darauf, dass die Jägerschaft Osterode nach wie vor die Landwirte mit dem Anlegen von Blühstreifen, Rückzugs- oder Saumflächen unterstützen. Anschließend standen Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder im Fokus.      pb

EHRUNGEN

 

Bläserverdienstabzeichen in Silber:

Dirk Böger – für 25 Jahre Tätigkeit als Obmann im Bläsercorps

DJV – Verdienstnadel in Silber:

Rudi Eichler – für 44 Jahre währende Leitung der Jungjägerausbildung

LJN – Verdienstnadel in Silber:

Rolf Hengst – für zehn Jahre als Obmann für Öffentlichkeitsarbeit und acht Jahre als Hegeringleiter

LJN – Verdienstnadel in Bronze:

André Lagocki und Jörg Lüdecke – acht Jahre als Obmänner für den Schießstand Aschenhütte, außerdem sind sie Ausbilder im Fachgebiet 2

Thorsten Noth – er ist seit 2008 Schriftführer

Zertifikat Erlebnis NATUR:

Gerhard Lohrengel

Ein Präsent erhielt:

Prof. Dr. Klaus Weber für seine Mitarbeit an der Chronik

Für 50 Jahre Mitgliedschaft:

Günter Kaufmann (Bad Lauterberg) und Eckardt Müller (Osterode)

Für 40 Jahre Mitgliedschaft:

Dr. Helmar Koch und Günter Schnieder (Bad Lauterberg)

Für 25 Jahre Mitgliedschaft:

Timm Annacker (Berlin), Kurt Aurin (Bad Sachsa), Hermann Bröhl (Emden), Lutz Kobrig (Lonau), Andreas Konert und Bernd Wehmeyer (Herzberg), Bernd Kunzendorff (Osterode), Jürgen Marx, Friedrich Selle und Günter Vokuhl (Bad Grund)

 

WAHLEN:

Kassenprüfer:  Bernd Patzer, Hegering Osterode

Die von der Jägerschaft Osterode geehrten Mitglieder zusammen mit den Ehrengästen und dem Vorstand.                                                                             Fotos: Petra Bordfeld

Das Bläsercorps


LandFrauenverein Wulften hat ein aktives Jahr hinter sich

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Dass der LandFrauenverein Wulften ein sehrt aktives Jahr hinter sich gebracht hat, machte die erste Vorsitzende, Elisabeth Mißling, in ihrem Bericht deutlich. Den legte sie während der gut besuchten Jahreshauptversammlung vor, in deren Mittelpunkt neben den Wahlen auch die Ehrungen von fünf Mitliedern standen, die zusammen bereits 235 Jahre dem Verein die Treue halten.

So musste das Frauenfrühstück 2019 aufgrund der großen Teilnehmerinnenzahl gesplittet werden, an denen zusammen 60 Frauen begrüßt werden konnten.

Ende März fuhren die Wulftener LandFrauen nach Hattorf zum KreislandFrauentag. Dort stellte übrigens Fernsehrichterin Barbara Salesch, mit ihrem Buch „Ich liebe Anfänge – von der Lust auf Veränderung“ ihre drei Leben als Juristin, als Fernsehrichterin und als Künstlerin vor. Auch das Trio „Immergrün“ verzauberte alle Teilnehmerinnen.

Im Mai führte die Fahrt zum Kloster Dalheim. An der traditionellen Osteroder Erntedank-aktion auf dem Martin-Luther-Platz hatte man erneut teilgenommen. In der ehemaligen Kreisstadt erlebten die Frauen einen schönen Nachmittag, als sie der Villa Gyps und deren Garten einen Besuch abstatteten. Dort erfuhren sie übrigens, dass sich Hobby-gärtner, die ihr eigens Gemüse anbauen möchten, auf eigens dafür angelegte Flächen versuchen dürfen.

Zu Beginn der Wintermonate wurden den Frauen ein Bewegungs- und Fitness-Nachmittag angeboten, der auf große Resonanz gestoßen war. Beim Wulftener Weihnachtsmarkt hatte man nach längerer Pause auch nicht mehr gefehlt. Angang Dezember fand die vereinseigene Weihnachtsfeier statt. Eine der Türen des Adventskalenders der Gemeinde wurde auch gehöffnet.

Abschließend dankte die Vorsitzende allen Mitliedern, die den Vorstand durch das ganze Jahr begleitet hatten. „Denn ohne euch, die ihr immer zahlreich an unseren Veranstaltungen teilnehmt, würde eine Vorstandsarbeit keinen Sinn machen“. Ein besonderes Dankeschön sprach sie den Vorstandsmitgliedern aus, schließlich opferten sie ihre Freizeit gerne für den Verein und arbeiteten aktiv mit. „Wir LandFrauen sind ein fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft.  Der Verein stärkt die Menschen in der Gemeinde und macht das Dorfleben attraktiver“.

 

Elisabeth Mißling schaute aber auch in das Jahr 2020. So wird bereits am 22. und am 29. Februar das Frauenfrühstück ab 10 Uhr ins Wulftener Dorfkaffee „Zuckerdose“ stattfinden.  Am 8. März, dem internationalen Frauentag, steht ein Kinobesuch in Duderstadt auf dem Plan. Und am 18. Mai soll eine Tagesfahrt mit Spargelessen, Gartenbesichtigung stattfinden. Der genaue Zielort wird rechtzeitig bekannt gegeben

Weil der LandFrauenverein Wulften in diesem Jahr sein 65jähriges Bestehen feiern kann, soll im Sommer eine Fahrt ins Blaue stattfinden.

Ute Lohrengel bedankte sich im Namen des Kreisverbandes Osterode für die gute Zusammenarbeit sowie für die Beteiligung an der Erntedankaktion und am KreisLand-frauentag in Hattorf.

Nach den Wahlen und Ehrungen gehörte im „Tennisheim“ die ganze Aufmerksamkeit Hans-Walter Rusteberg, der darüber berichtete, wie er Japan mittels Motorrad durch-querte. Die 2.800 Kilometer führten ihn von Tokio über Süd-Japan zurück in die Hauptstadt. pb

 

EHRUNGEN

Für 65 Jahre Mitgliedschaft:    Ursula Wemheuer

Für 55 Jahre Mitgliedschaft:    Ingrid Mönnich

Für 45 Jahre Mitgliedschaft:    Ilse Schiller

Für 40 Jahre Mitgliedschaft:    Ursula Gropengießer

Für 30 Jahre Mitgliedschaft:    Hannelore Strüver

 

WAHLEN

Erste Vorsitzende:     Elisabeth Mißling

Schriftführerin:          Martina Gropengießer

Kassenprüferin:        Ulla Deppe

Die geehrten Mitglieder des LandFrauenvereins Wulften zusammen mit dem Vorstand

Foto: Petra Bordfeld


Wahlen brachten Änderungen beim TSV Wulften

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Während der Jahreshauptversammlung des TSV „Eintracht“ Wulften sprach die erste Vorsitzende, Carmen Frisch, all denen ein großes Dankeschön aus, die sie im zurückliegenden Jahr unterstützt und in ihrem Amt bestätigt haben. Ein weiteres Dankeschön ging an all jene, die bis zu den Wahlen ihre Arbeit im Vorstand sehr ernst genommen hatten und jenen, die sich für das neue Ehrenamt haben wählen lassen. Die Ehrung von einigen Mitgliedern seitens des Vereins und des Kreissportbundes Göttin-gen-Osterode für deren jahrzehntelange Treue war ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung.

Zuvor legte aber Carmen Frisch ihren Jahresbericht vor, den sie mit einem großen Dankeschön an ihre Vorstandskollegen, den Spartenleitern und dem Förderverein für deren besonderen Einsatz und die geleistete Zusammenarbeit zum Wohl des TSV begann.

Dann kam sie auf den Begriff Zeit zu sprechen. Zeit, die niemand missen möchte. Sie mahnte an, dass man sich insbesondere Zeit für gemeinsame Stunden, Erfolge, Freunde, sportliche Aktivität, Freude, Miteinander und Neues im TSV Eintracht Wulften nehmen sollte.

Denn auch im Sport habe eben die Zeit eine große Bedeutung, weil sie auch etwas mit der Zukunft zu tun habe. Wenn sie so weit nach vorne schaut, dann stelle sie sich die Frage, ob die Mitglieder überhaupt noch Zeit finden werden, in die Sporthalle zu kommen. „Stellen die Übungsleiter künftig Videos ins Netz, damit die Übungen zuhause geturnt werden können? Tragen wir Virtual-Reality Brillen, hat jeder sein digitales Gerätetraining?“

Sportvereine seien über Jahre hinweg zentraler Bestandteil des Lebens eines Jeden gewesen. Heute stünden diese allerdings an einem Scheideweg, das gelte auch für den TSV Wulften. Bundesweit hätten in den letzten zehn Jahren Überalterung, Mitgliederschwund und fehlendes Ehrenamt 16.000 Vereine zur Auflösung gezwungen. Auch in dieser Region blieben wichtige Ehrenämter unbesetzt und Sportvereine lösten sich auf

So seien es manchmal nur eine Stunde oder vielleicht ein Nachmittag im Sommer, der für die gemeinsame Zeit im TSV für Gemeinschaft und den Erhalt von bestehenden Angeboten wichtig ist.  „Diese TSV-Zeit prägt uns“, so die Vorsitzende. Doch sie gab auch zu bedenken, dass Zeit nicht endlos ist. Daher appellierte sie an alle, die Zukunft des TSV mitzugestalten und zu sichern. Wenn die Mitglieder bereit seien, kleine Aufgaben zu übernehmen, ihre Mithilfe auch mal anbieten, wäre es nicht ein so großer Zeitaufwand für einzelne im Verein.

Im Prinzip hätten die Aktivitäten in 2019 gezeigt, dass der Verein, der sein 100jähriges Bestehen der Fußballsparte feiern konnte, immer noch auf dem richtigen Weg ist.

 

Helga Maaß, erste Vorsitzende des Turnkreises Osterode, dankte dem TSV Wulften dafür, dass er den Turnkreis bei seinen Veranstaltungen nie habe im Regen stehen lassen. Und sie wies auf die traurige Tatsache hin, dass der Turnkreis in diesem Jahr keine Lehrgänge durchführen wird, weil das Interesse schon 2019 sehr gering gewesen ist.

Petra Graunke, Geschäftsführerin des Kreissportbundes Göttingen/Osterode brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass die Mitgliederzahl des TSV Wulften gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen hat.

Sie sei sich sicher, dass Carmen Frisch und ihr Team das als positives Zeichen mit in das Jahr 2020 nehmen und es als Ansporn in die Aktivitäten sehen könnten. „Der Weg scheint nicht falsch zu sein“.

Abschließend versicherte sie, dass sie sich freue, zusammen mit dem Sportab-zeichenbeauftragten, Günter Thiele, langjährige Vereinsmitglieder für deren Treue zum Verein zu ehren.

Zuvor tat dies aber Carmen Frisch bei einigen Mitgliedern, die sich besonderes enga-giert hatten. Richard Kaliner, der seine langjährige Tätigkeit als zweiter Vorsitzender des Fördervereins des TSV „Eintracht“ Wulften beendet hatte, war schon früher im Vorstand tätig und wird dem Altherren-Fußball auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Sven Schnurbusch wurde stellvertretend dafür genannt, dass es das neue Angebot „Dart“ im TSV gibt, und er wurde auch der erste Dart- Vereinsmeister.

 

Eine außergewöhnliche Ehrung galt Rolf Haarmann, der seit 30 Jahren das Amt des Schatzmeisters innehat.  „Wenn man so lange die Schatzkiste des Vereins hütet, dann sind 30 Jahre etwas ganz Herausragendes“.

Bei den anstehenden Wahlen waren auch ausnahmslos Worte des Dankes seitens der TSV-Vorsitzenden zu vernehmen. Während Carmen Frisch, Rolf Haarmann und Ober-turnwartin Wiebke Masselot in ihren Ämtern bestätigt wurden, erfolgten in allen anderen Ämtern Neuwahlen. pb

 

EHRUNGEN

Für 60 Jahre Mitgliedschaft:   Heinz Bode, Werner Lakemann, Gert Fuchs, Wolfgang May
                                               und Gustav Geile

Für 50jährige Mitgliedschaft:  Olaf Bierbaum, Günter Rusteberg und Elfriede Jork

Für 25jährige Mitgliedschaft:  Robin Frisch, Fabian Froböse, Fred Schirmer und
                                               Hannelore Schibilski

 

WAHLEN

Zweiter Vorsitzender:      Torben Topel

Schriftführer:                   Timo Heinrich

Tischtennis-Fachwart:     Dominik Rewers

Frauenwartin:                 Ursula Eckardt

Fußballfachwart:            Dario Schleicher

Platzkassierer:                Klaus Wittke

Jugendwartin-Turnen:     Lea Zimmermann

 

Ehrenrat:                   Bernd Strüver (aufgerückt) und Elvira Schaper als Stellvertreterin

Kassenprüfer:           Wolfgang May und Astrid Thiele

Der Vorstand des TSV „Eintracht“ Wulften zusammen mit den geehrten Mitgliedern und Bürgermeister Henning Kruse (5. v. re.).                                         Foto: Petra Bordfeld


Das Thema Wiesenstraße sorgte für großes Interesse an der Ratssitzung

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Auf der Tagesordnung der Ratssitzung Wulften stand auch das Thema „Ausbau der Wiesenstraße 2021 mit Mitteln der Dorferneuerung“. Genau dieser Punkt veranlasste den Rat, die Sitzung im Schützenhaus stattfinden zu lassen. Und die Zahl der interes-sierten Anwohner sollte zeigen, dass dieser Entschluss der richtige war. Sie alle wollten schließlich wissen, wie tief sie in die Tasche greifen müssen und erfuhren unter anderem, dass sie stets in das Planungsbot geholt werden sollen.

Bürgermeister Henning Kruse sicherte weiter zu, dass das Sanierungs-Rad der Wiesen-straße überhaupt erst dann ins Rollen kommen wird, wenn in der fest geplanten Anlieger-versammlung ein mehrheitliches Ja zu dieser Maßnahme zu vernehmen war. Sollte das nicht der Fall sein, dass bliebe alles wie es jetzt ist: ein Flickenteppich.

Bei einem positiven Votum soll versucht werden, über das Amt für regionale Landent-wicklung, Mittel der Dorferneuerung einzuwerben, so Kämmerer Arnd Barke. Die Verwal-tung wird unverzüglich nach der Haushaltsgenehmigung seitens der Kommunalaufsicht Göttingen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel noch die Kosten ermitteln. Diese werden dann zusammen mit den Planungsgrundlagen auf den Weg gebracht, der bis zum 15. September beschritten worden sein muss, damit dieser Plan Realität werden kann. Übrigens sollen die zu erwartenden Fördermittel auf die Anliegerkosten umgelegt werden, um so diese zu minimieren.

Damit die Bürger mit ihren Fragen nicht bis zum Ende der Ratssitzung warten mussten, wurde diese unterbrochen und den Gästen das Wort erteilt. Diese zeigten sich recht zufrieden mit dem Gehörten und freuten sich schon jetzt auf die eigens für sie geplante Versammlung.

Arnd Barke erläutert dann die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan 2020 ausführlich. Er berichtet, dass der Haushalt bereits intensiv vom Ausschuss Entwicklung und Finanzen beraten wurde. Seitens der Verwaltung wurde der heutigen Sitzung im Vorfeld eine aktuelle Änderungsliste vorgelegt.  Der Ergebnishaushalt ist nicht nur ausgeglichen, weil ein leich-ter Überschuss in Höhe von 6.100 € zu verzeichnen ist. Innerhalb des Ergebnishaushaltes sind alle möglichen Aufwendungen enthalten, so dass die Infrastruktur erhalten bleibt. Bei der Straßenunterhaltung ist ein erhöhter Ansatz zu verbuchen. Der Zahlungsüberschuss im Finanzhaushalt für laufende Verwaltungstätigkeit beträgt 41.300 €.

Dem Kredit in Höhe von 74.000 € stehen Investitionen in gleicher Höhe gegenüber, Tilgun-gen sind in Höhe von 45.000 € vorgesehen. Übrigens habe der der Samtgemeinderat die Samtgemeindeumlage reduziert, dies führt im Ergebnishaushalt der Gemeinde Wulften am Harz zu einer Entlastung in Höhe von 37.100 €, die in der Änderungsliste entsprechend berücksichtigt ist.

 

Willi Ehrhardt (SPD) kritisierte, dass in Wulften die Investitionen wie beispielsweise Wohn-bauförderung, Kinderspielplätze und Ausstattung des Schützenhauses mit Kreditmittel gestemmt werden müssen, obwohl Wulften die steuerstärkste Gemeinde ist. Allerdings könne sie davon kaum profitieren.

Ebenso wenig erfreut zeigte er sich über die Tatsache, dass das Gebäude der Oberschule in der Wiesenstraße bereits aufgegeben wurde, dafür aber in Hattorf neue Unterrichts-räume geschaffen werden. „Diese Maßnahme ist an Absurdität nicht zu überbieten“. Statt das Gebäude in Wulften mit geschätzten 50.000 € zu sanieren, würde in Hattorf vielleicht eine Million Euro verbaut. „Verantwortlich für diese Maßnahme sind die von uns gewählten Kommunalpolitiker im Kreistag an deren Spitze Landrat Bernhard Reuter steht“.

Eine weitere Hiobsbotschaft war die Tatsache, dass die Sparkasse in Wulften am 30. Juni schließen wird. In dem Verwaltungsrat säßen genau diese gewählten Politiker und Bern-hard Reuter. „Während wir versuchen, unseren Ort durch Förderungen attraktiver zu machen, werden mit einem Handstreich notwendige und wichtige Strukturen abgebaut“.

 

Henning Eulert (CDU) versicherte, dass sich die Ratsmitglieder einig waren und sind, was sehr schön wäre. „Wir haben Glück, dass wir uns auf erfrischender Weise einig sind“.  Auch er ließ es sich nicht nehmen, Landrat Reuter zu rügen. Bei der Taufe des Zuges in 2016 habe er in seiner Festrede davon gesprochen, 5-Euro-Tickets zwischen Wulften und Göttingen möglich zu machen. Darauf warte man aber heute noch. Ebenso wenig uner-wähnt ließ er das Thema „Einheitsgemeinde“, die man ganz bestimmt nicht anstrebt.

Einigkeit lag auch vor, als es um die Umrüstung der vorhandenen Straßenbeleuchtung ging. So folgte man dem Vorschlag von Bürgermeister Henning Kruse, in allen Straßen LED-Leuchtmittel mit der gleichen Stärke von 27 Watt anzubringen und nicht die „Neben-straßen“ mit weniger Leuchtkraft zu versehen.

Ebenso einstimmig wurden die Änderungen bei den Richtlinien „Wohnbauförderung“ und „Jung kauft Alt“ beschlossen. Henning Kruse erinnerte daran, dass man den privaten Wohnungsbau bereits seit 2007 fördere. Der soll jetzt aber aufgestockt werden.  So wird ab dem 1. April die Kinderegelung von 1.000 € auf 1.500 € angehoben, was eine Gesamt-förderung 5.000 € erbringt. Bei „Jung kauft Alt“, ist mittlerweile das 30ste Haus zu verbu-chen. Hier wird der Kinderzuschuss verdoppelt und so von 300 auf 600 € pro Kind ansteigen. Der Höchstbetrag der Förderung beläuft sich auf 2.400 € pro Jahr.

Weiter wurde aus versicherungstechnischen Gründen beschlossen, dass die Gemeinde Wulften die Trägerschaft über den traditionellen Weihnachtsmarkt übernimmt.

Henning Kruse ging dann auch auf die angedachte Schließung der Sparkasse in Wulften ein und legte offen, dass er zusammen mit Gemeindedirektor Rolf Hellwig ein Gespräch mit dem Vorstand dieses Geldinstituts gesucht hatte. Da dabei nichts Positives herausgekom-men war, verfasste er einen Brief, der an den Landkreis, den Landrat sowie an die Kreistagsabgeordneten geht und einstimmig vom Rat befürwortet wurde.  Er befürchte ja, dass die Volksbank nachziehen könnte. Also müsse es doch möglich sein einen Raum zu finden, wo ein Geldautomat aufgestellt wird, der von Kunden beider Institute genutzt werden kann.

Weiter teilte er mit, dass aufgrund der erheblichen Baumängel des Gebäudes Breite Straße 10 seitens des Landkreises eine Ersatzvornahme durchgeführt wurde. Damit wird es auf Anordnung vollständig abgebrochene, sodass keine Gefahr mehr davon ausgeht.

 

Arnd Brake wies auf eine Versammlung im Schützenhaus hin, die am 25. Februar um 19 Uhr beginnt. Das Thema dieses Treffens lautet „Dorferneuerung, Dorfentwicklung und Klimaschutz“. Das Planungsbüro Puche, die Energieagentur und das Amt für regionale Landentwicklung werden über den aktuellen Stand der Dorferneuerung berich-ten und über die Fördermöglichkeiten von Hauseigentümern sprechen.

Abschließend sprach er den Wulftener Spendern und Sammlern ein großes Dankeschön aus. Denn die Haus- und Straßensammlung für die Kriegsgräberführsorge hatten 1.214, 60 Euro erbracht. „Das ist die Spitzenposition der Gemeinde innerhalb der Samtge-meinde“.        pb

 

HAUSHALTSSATZUNG WULFTEN 2020

 

Ergebnishaushalt:

Ordentliche Erträge:               1 909.200 €

Ordentliche Aufwendungen:   1 903.100 €

 

Finanzhaushalt:

Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit:      1 838.500 €

Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit:     1 797.200 €

Kreditermächtigung:  74.000 €

Verpflichtungsermächtigungen: 460.000 €

 

Steuersätze:

Grundsteuer A:  380 v. H.

Grundsteuer B:  380 v. H.

Gewerbesteuer: 365 v. H.

Gut besuchte Ratssitzung im Schützenhaus                    (Foto: Petra Bordfeld)
Gut besuchte Ratssitzung im Schützenhaus (Foto: Petra Bordfeld)

Zwei Wulftener Vereine freuen sich über Geld aus dem Ehrenamtsfond

(Bericht: Petra Bordfeld)