Eine Kapitänin verlässt das Grundschulschiff in Wulften

 

                                                                                           (Bericht: Petra Bordfeld)

 

Wulften.  An einem ganz besonderen Vormittag sollte sich der Mehrzweckraum der Grundschule  in eine überdimensionale Kapitänskoje verwandeln, die am ende fast zu einem Rosenmeer mutierte. Die Gründe lagen darin, dass sich alle Schulkinder und Lehr-kräfte sowie Amtskolleginnen der Samtgemeinde Hattorf und Mirjam Stahl, die schulfach-liche Dezernentin der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Regionalabteilung Braun-schweig - Außenstelle Göttingen, und andere befreundete Besatzungsmitglieder ihre „Kapitänin“, Schulleiterin Sigrid Giebel verabschiedeten. Ein ganz besonderer Gast war bei dieser Abschiedsfeier auch zugegen: Dieter Welling, der damalige leitende Schulamts-direktor im ehemaligen Osteroder Schulaufsichtsamt, der Sigrid Giebel vor 43 Jahren die Beamten-Urkunde überreichte:

 

Er war es auch, der anmerkte, dass Abschied von den Mädchen und Jungen zu verabschieden, denen man sich täglich mit ganzem Herzblut gewidmet hat, ein scharfes Schwert ist, das mit Sicherheit schmerzt. Die von Bord gehende Schulleiterin habe es all die Jahre mit pädagogischer Kunst vollbracht, mittels Kopf, Herz und Hand bei  ihren Schülern Funken der Begeisterung, des Vertrauens, der  Emotionen und der Lust am Lernen zu entzünden. Dazu zählte aber auch die Schulleitertätigkeit, mit der im Haus der Frieden bewahrt, und unter Kollegen Verbündete für die ideenreiche Gestaltung in der Schule gefunden werden.

 

Zuvor meldete sich aber Dezernentin Stahl zu Wort, die auch die Abschiedsurkunde des Landes Niedersachsen  mitgebracht hatte. Sigrid Giebel dürfte auf ein erfolgreiches und erfülltes Arbeitsleben zurückblicken. Als sie ihren Schuldienst aufgenommen hatte,  hätten erstmals „Frühstück bei  Tiffanie“ und „Asterix“ die Welt erobert. Sie sei nie stehen geblieben, sondern wechselte von Nordhorn zur Hauptschule Hattorf, zu den Orientierungsstufen Wulften und am Röddenberg in Osterode, wo sie auch 17 Jahre Konrektorin war. Als dieser Schultyp 2004 aufgelöst wurde, führte sie der Weg als Rektorin zur Grundschule Wulften. Ihrem Motto „Mit uns kann man rechnen“. sei sie stets treu geblieben. Denn sie habe  sich immer für das Gebäude Schule und die Kinder eingesetzt.

 

Arnd Barke trat als stellvertretender Gemeindedirektor an Rednerpult und  dankte  dafür, dass Sigrid Giebel all die Jahre als Lehrerin und Schulleiterin den nicht immer leichten Aufgaben  mit Tatendrang und Engagement gewissenhaft nachgegangen war. Sie habe mittels Erziehung und Bildung dazu beizutragen, dass kleine Menschen später ihren Weg finden werden beziehungsweise längst gefunden haben. Ihr Beruf sei bestimmt kein Job, bei dem man mit dem Abschließen der Tür auch die Gedanken rund um die  Arbeit wegschließen könne. „Dazu ist die Schule ein  zu komplexes Gefüge“.  Die vielfältigen Anforderungen und ein entsprechend reibungsloser Ablauf verlangten viel großen Einsatz und Improvisationstalent. Denn Schüler wollten hier und heute Unterricht. Sie bräuchten ein verständnisvolles Ohr, und Antworten werden  sofort erwartet. „Das haben sie geschafft“.

 

Sigrid Giebel ließ es sich auch nicht nehmen, zuerst ihre Freude über die vielen Gäste kund zu tun, und dann einige Anekdoten aus ihrem beruflichen Weg zu offenbaren. Sie erinnerte daran, dass vor 43 Jahren Dieter Welling ihre Suche damit beendete, dass er sie als „Feuerwehrlehrkraft“ nach Schwiegershausen entsandt habe. Der Weg habe sie zwar auch mal nach Nordhorn geführt, doch die Liebe zum Harz ließ sie zurückkehren. Wieder begegnete sie dem Dezernaten Welling bei der zweiten Lehrerprüfung, zu welcher er nicht pünktlich erschienen war. Der Grund dafür lag darin, dass ihm  eine waschechte Kuh vors Auto gelaufen ist. „Ich bestand die Prüfung, die Kuh hat überlebt“.

 

Nach der Auflösung der OS Osterode habe sie schweren Herzens die Grundschule Wulften betreten. „Nachdem man sich an mich gewöhnt hatte, gab es in all den folgenden Jahren seitens des Schulträgers doch mehr Unterstützung als Bürokratenzickerei“. Große Unterstützung habe  sie aber auch durch den Förderverein erfahren. Wie gut sie sich mit dem Kollegium, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und natürlich mit den Schülerinnen und Schülern verstanden hat, sei  ihr bereits beim 40jährigen Dienstjubiläum mittels eines Liedes offen dargelegt worden.

 

Und genau das Kollegium sowie die Mädchen und Jungen der GS hatten dann ihren Auftritt. Zuerst einmal packten die Großen, unterstützt von vielen Gästen, einen Reise-koffer, der nicht „nur“ mit guten Worten, sondern auch mit sehr realen  Präsenten so gefüllt wurde, dass er am Ende nicht mehr zuging.

 

Zusammen mit den Kindern wurde dann ein Abschiedslied angestimmt. Die Kleinen wiederum überreichten dann ihrer Schulleiterin und Lehrerin jeweils eine Rose, sodass am Ende ein wahrer Rosengarten zusammen gekommen war. pb

 

Alle Kinder überreichten ihrer Schulleiterin eine Abschiedsrose.

Sigrid Giebel (li.) zusammen mit           Arnd Barke überreicht Siegrid Giebel

Dieter Welling und Mirjam Stahl.          ein Abschiedsgeschenk

                                                                                                        Fotos: Petra Bordfeld

 


SoVD Wulften hat eine neue Vorsitzende

                                                      (Bericht: Petra Bordfeld)

 

Wulften. Der SoVD-Ortsverband Wulften hat zwei Frauen an der Vorstandsspitze. Denn während der außerordentlichen Mitgliederversammlung stand für alle Teilnehmer fest, dass sie Sabine Wolff als erste Vorsitzende und Ruth Ellen Wendler als deren Stellver-treterin wählen wollten.

 

Damit war die im Raum stehende Fusion mit einem anderen Ortsverband vom Tisch, worüber sich nicht nur Dieter Scholz freute, der den Vorsitz nach 16 Jahren Ehrenamtszeit nicht weiter innehaben wollte. Auch Hanna Hirschausen, Schatzmeisterin des Kreisver-bandes, hielt mit ihrer Erleichterung nicht hinterm Berg. Sie versicherte, dass sie aber auch freudig überrascht sei, dass so viele SoVDler zur zweiten Sitzung gekommen waren. Das zeigte doch auf, wie groß das Interesse am Fortbestand des Wulftener Ortsverbandes ist. 

 

Es galt aber auch alle anderen Vorstandsmitglieder sowie die Delegierten für die Jahres-hauptversammlung des Kreisverbandes zu wählen.

 

 

Zum Thema „Vorstand“ gab es übrigens im Gasthaus Thiele „Zum Albert“ noch einen Tagesordnungspunkt, der einen Antrag an den SoVD-Landesverband beinhaltete. Dieter Scholz verlas dieses Schreiben, das sich mit dem Vorschlag befasste, eine Änderung in der Satzung zu vollziehen, damit nicht der Gesamtvorstand während einer Jahreshaupt-versammlung neu gewählt werden muss, sondern dass es immer nur einige Posten sind. Damit könnte letztendlich umgangen werden, dass ein Verband ohne Vorstand und damit vor einer Auflösung stehen könnte.  Andere Vereine vollziehen derartige Wahlen schon seit längerem und mit Erfolg.

 

 

Hanna Hirschausen war begeistert von diesem Antrag und versicherte, dass der Kreis-verband sich dafür stark machen werde. Die Versammlungsteilnehmer bekundeten ihre Zustimmung mit viel Beifall.

 

 

Abschließend ließ es sich Sabine Wolff nicht nehmen, ihrem Vorgänger und all den Vorstandsmitgliedern, die sich nicht noch einmal zur Wahl gestellt hatten, für deren viele Jahre währende Arbeit im Interesse des SoVD-Ortsverbandes zu danken. Scholz wiederum bedankte sich bei allen für die 16 Jahre, in denen ihm alle zur Seite gestanden hatten und man gemeinsam viel geschafft habe. pb

 

Der neue Vorstand des SoVD Wulften zusammen mit dem langjährigen ersten Vorsitzenden, Dieter Scholz (Mi.).

 

                                 Foto: Petra Bordfeld

 

VORSTANDSWAHLEN:

 

 

Erste Vorsitzende:                Sabine Wolff

 

Zweite Vorsitzende:              Ruth Ellen Wendler

 

Schatzmeisterin:                  Christa Ehrhardt

 

Schriftführerin:                     Edeltraud Hesse

 

Frauensprecherin:               Hannelore Scholz

 

Besitzerinnen/Beisitzer:        Elfriede Müller, Helmut Kutscher, Willi Ehrhardt und

                                            Werner Ehrhardt

 

Revisorinnen/Revisoren:     Margit Ehrhardt, Ursula Deppe, Christa Mönnich

 

Stellvertr. Revisoren:           Eva Geile und Dieter Scholz

 

Delegierte für KV-Tagung:   Sabine Wolff und Margrit Ehrhardt

 

Ersatzdelegierte:                 Ruth Ellen Wendler

 


In jedem Fall Einstimmigkeit beim Wulftener Rat

                                                                                    (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Einstimmigkeit herrschte beim Rat der Gemeinde Wulften vor, als es um den Beschluss über den Kindertagesstättenbedarfsplan für das kommende Kindergartenjahr ging. Denn das Kindertagesstättengesetz verpflichtet den Träger der Jugendhilfe – in die-sem Fall den Landkreis Göttingen – die für seinen Bezirk erforderlichen Betreuungsplätze in derartigen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Da diese Aufgabe auf Wulften übertragen wurde, liegt es an der Gemeinde, der vorgegebenen  Bedarfserfüllung nachzukommen, was in Angriff genommen wurde.

Arnd  Barke, Kämmerer und stellvertretender Gemeindedirektor,  ließ in diesem Zusam-menhang nicht unerwähnt, dass der Niedersächsische Landesrechnungshof bereits 2015 im Rahmen einer in 30 Landkreisen vorgenommenen überörtlichen Prüfung festgestellt habe, das in keinem Fall sämtliche Vorgaben zur Anwendung gekommen seien. Dazu habe auch der Landkreis Göttingen gehört. Der habe allerdings mittlerweile in einem Leitfaden ein Konzept zur zukünftigen Ausgestaltung einheitlicher Planungsstandarde erarbeitet. Und genau das soll in diesem Jahr erstmals als Probe zur kreisweiten Anwendung kom-men. Damit soll gesichert werden, dass der Landkreis als Träger der Gesamtver-antwortung und die kreisangehörigen Gemeinden letztendlich als durchführende Pla-nungsinstanzen eine mögliche rechtssichere Planung vorweisen können.

In dem Wulftener Bedarfsplan steht unter anderem geschrieben, dass damit zu rechnen sei, dass– gemessen an den Geburtszahlen -eine Versorgungsquote von 100 Prozent notwendig sein werde. Das zeigten auch die vorliegenden Anmeldezahlen für das bevor-stehende Kindergartenjahr auf, das am 1. August 2018 beginnt. Übrigens sei die Kinderta-gesstätte mit rund 20 Prozent von Mädchen und Jungen aus den Umlandgemeinden belegt.

Es werde aber keine Beitragserhöhung geben, die ist letztendlich am 1. August 2017 er-folgt. Außerdem dürfe nicht übersehen werden, dass voraussichtlich eine Beitragsfrei-stellung für die Kindergartenkinder durch die fest geplante Gesetzesänderung des Nieder-sächsischen Kindertagesstättengesetztes erfolgen wird.

Einstimmigkeit lag auch bei den weiteren Tagesordnungspunkten vor, wie beim Beschluss der Jahresrechnung 2011 und der Entlastung von Gemeindedirektor Rolf Hellwig  vor. Bar-ke erläuterte, dass die Verwaltung mit der Jahresrechnung dem Rat Rechenschaft über die Ausführung Derrs Haushaltplanes abgebe. Das Rechnungsprüfungsamt Göttingen hat alles geprüft und am Ende auch keine Verstöße festgestellt und die Entlastung empfohlen.

Auf die außerplanmäßige Auszahlung für die Ausgleichsmaßnahme „Kalte Büh“ einge-hende, betonte der Kämmerer, dass die Gemeinde Wulften Eigentümerin eines Grund-stückes ist, welches im Geltungsbereich des Gewerbegebietes liegt. Genau dieses Stück habe sie "zweckentfremdet“, indem dort für rund 2.700 Euro Bäume gesetzt wurden. Damit sei neues Vermögen geschaffen worden, welches im Haushaltplan nicht vorgesehen ist.  Deswegen wurde einer außerplanmäßigen Auszahlung in selber Höhe zugstimmt, denn die haushaltsrechtliche Abdeckung ist gewährleistet.

Bürgermeister Henning Kruse gab dann im Gasthaus Thiele „Zum Albert“ zu bedenken, dass man in der Dorferneuerung Kosten für  Umgestaltung des Angerplatzes veranschla-gen sollte.

Barke wiederum legte offen, dass man mit dem Projekt „Renaturierung  des Hackenbachs“ an dem Niedersächsischen Wettbewerb „Bach und Fluss“ teilgenommen habe. Die von einer Jury ausgewerteten Beiträge sollen dann im  August/September bereist werden. Danach werde sich rausstellen, ob man gewonnen hat. Wenn dem so sein wird, gibt es eine Broschüre, wo alle Beiträge näher erläutert werden und wohl auch einen kleinen Pokal.

Abschließend ging Barke noch auf das Thema Grundsteuer ein, die bereits am 10. April dieses Jahres vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig erklärt wurde. Letzt-endlich besteht dieses Gesetz  seit 1964,  das sind viele Jahrzehnte, wo nichts passiert ist. Das Gericht hat den Bundesgesetzgeber aufgefordert, bis zum 31. Dezember 2019 ein Neues zu beschließen und zu verkündigen. Bis dahin gilt die Grundsteuer noch. Sollte bis Ende des nächsten Jahres noch keine Entscheidung gefallen sein, dann werde die Frist bis höchstens zum  21. Dezember 2024 verlängert. „Wenn wir keine Grundsteuer mehr erheben dürfen, dann würde unser Haushalt platzen“, so Barke.  Aus Sicht des Bürgers sei es zwar schön, keine Steuer zu zahlen. Aber das  Gemeindewesen braucht eben diese Steuer, sonst könnten die schönen öffentlichen Einrichtungen nicht aufrecht erhalten bleiben. „Und wir haben einige, die das Leben schöner machen“. pb

 


Forstgenossenschaft Wulften hat große Waldschäden

                                                                                      (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften.  Das Jahr 2018 begann mit einem Paukenschlag, nämlich dem Sturm "Friederike”, mit dieser Feststellung begann der erste Vorsitzende der Forstgenossenschaft Wulften, Frank Rosenow, während der Jahreshauptversammlung seine Vorschau auf das laufende Jahr. Inzwischen dürfte jeder mitbekommen haben, dass das Schadmaß in dieser Region besonders hoch ist. Daher sei alles schwierig. Es beginne mit dem Unternehmereinsatz und gehe weiter über die Witterung, die Holzver-marktung und den Forstschutz bis hin zur Holzabfuhr. “Es klemmt überall, und wir werden daher noch Wochen mit der Aufarbeitung beschäftigt sein, dann erfolgt die Planung zur Wiederaufforstung der Schadflächen”.

 

Doch vor dem Blick auf das, was ansteht, schaute Rosenow erst einmal auf das Jahr 2017 zurück, in dem circa 2 400 Festmeter (Fm) Holz vermarktet wurden. Damit sei der Einschlag nicht ganz erfüllt worden. Zu der genannten Menge gehörten aber auch 480 Fm Brennholz und 270 Raummeter (Rm) Selbstwerberholz. Weil  der Sturm im Frühherbst des zurückliegenden Jahres große Bereiche der Fichtenbestände am Nordhang stark beschädigte, habe das Augenmerk auf die Aufarbeitung von Windwurf und Käferholz eben in dieser Baumart im Vordergrund gestanden. Überhaupt sei die Holz-bereitstellung, wie auch in den  letzten  Jahren,  problematisch gewesen. “Die Landwirte hatten bei der Ernte Probleme, wir im Wald, denn die lang anhaltende nasse Witterung schränkte die Arbeits-möglichkeiten stark ein”.

 

 

Weiter wusste der Vorsitzende zu berichten, dass die Forsteinrichtung (Betriebsregelung) der Landes-forsten bereits im ersten Quartal 2018 fertiggestellt und ausgehändigt wurde. “Damit steht fest, dass unser Wald gepflegt und gut erschlossen ist. Wir sollten also weitermachen, wie bisher”.

 

 

Es wurden aber auch  2 000 Fichten und 500 Douglasie gepflanzt.  Außerdem wurden beim Wegebau insgesamt 720 Meter erneuert. Somit sei das Arbeitsteam im vergangenen Jahr in den Bereichen Kulturpflege, Forstschutz, Zaunbau und Arboretum rund 650 Stunden im Einsatz gewesen.

 

 

Anschließend ließ Revierleiter Henning Merten wissen, was es  mit der neuen Forsteinrichtung auf sich hat. „Wir haben einen überdurchschnittlichen Vorrat von rund  65 Prozent Buche, gerade Buchenaltholz. Die Esche wird dahingegen über die nächsten Jahre ausfallen“.

 

 

Auch der Edellaubholzverbiss sei ziemlich hoch. Für diese Schäden sorge das Rehwild. „Friederike“ habe letztendlich ebenfalls dafür gesorgt, dass viele neue Flächen bepflanzt werden müssen. „Allein im gesamten Forstamt Reinhausen sind 350.000 Fm Holz gefallen, davon ein sehr hoher Anteil an Fichte“.      pb

 


SoVD Wulften hat keinen Vorstand

                                                                            Auszug (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Auch wenn Dieter Scholz bereits im vergangenen Jahr mitteilte, dass er sich 2018 nach 16 HJahren nicht noch einmal zur Wahl des ersten Vorsitzenden des SoVD-Ortsverband Wulften stellen wird, blieb dieser Posten während der jetzigen Jahres-hauptversammlung unbesetzt. Nun gilt es, mit den Mitgliedern ins Gespräch zu kommen und in absehbarer Zeit einen Nachfolger zu finden, der sich bei der außeror-dentlichen Versammlung wählen lässt. Sollte das erneut nicht der Fall sein, wird der Kreisverband den OV Wulften einem anderen OV zuweisen müssen, mahnte Hanna Hirchhausen, Vorstandsmitglied des Kreisverbandes, an.

Doch es standen noch andere Tagesordnungspunkte an. So wurden Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit oder ihren lange währenden Einsatz im Vorstand geehrt.

Außerdem legte Dieter Scholz seinen jahresbericht vor, in dem er verdeutlichte, dass 2017 ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr gewesen ist, das im Mai mit der sechstägi-gen Fahrt begann, welche in die Mecklenburger Seenplatte führte. Erfreulich gut sei auch das traditionelle Sommerfest gewesen. Als sehr gelungen bezeichnete der Vorsit-zende die Tagesfahrt, deren Ziele Wernigerode und die Rapp-Bode-Talsperre waren. Nicht minder erfreulich sei die Tatsache, dass der SoVD Wulften 163 Mitglieder zählt. Weiter erinnerte er daran, dass sich der Ortsverband, der laut vorhandener Unterlagen 1917 als Reichsbund aus der Taufe gehoben wurde, sich an der 100-Jahrfeier des SoVD Deutschland beteiligt und zu einer kleinen Feierstunde geladen hatte. Auch habe man an der Aktion des Kreisverbandes "Wie sozial leben wir?"-mitgemacht.

Abschließend dankte er allen Mitgliedern für das ihm während seiner Vorstandsarbeit entgegengebrachte Vertrauen. "Selbstverständlich stehe ich dem neuen Vorstand, wenn gewünscht, weiter unterstützend zur Verfügung".

Auch zwei Gäste meldeten sich zu Wort. Bürgermeister Henning Kruse versicherte, dass es ihn und dem gesamten Rat der Gemeinde Wulften freue, einen so aktiven So-zialverband zu haben, doch sein Wunsch nach einer glücklichen Hand bei den Wahlen, blieb unerfüllt. Trotzdem schaue er optimistisch nach vorne.

Hanna Hirschhausen sprach dem Vorstand des Wulftener SoVD für die in 2017 gelei-stete Arbeit und den Mitgliedern für deren Treue ein großes Dankeschön aus. 2017 sei ein besonderes Jahr gewesen, schließlich konnte das 100-jährige Bestehen gefeiert werden, was auch in Osterode und Wulften der Fall war. Anschließend mahnte die Sprecherin an, dass man weiter dafür kämpfen muss, dass öffentliche Gebäude behin-dertengerecht werden. Henning Kruse ließ sie daraufhin wissen, dass in Wulften bereits das Rathaus, die Apotheke und das Einkaufszentrum diesen Forderungen entsprechen.

Bevor die Versammlung offiziell geschlossen wurde, stellte Dieter Scholzklar, dass man sich bald wieder zusammensetzen wird, um erneut die Vorstandswahlen in Angriff zu nehmen. pb

Die geehrten Mitglie-der des SoVD Wulften zusammen mit dem al-ten Vorstand und den Gästen.

 

Foto: Petra Bordfeld

EHRUNGEN

Für 25 Jahre: Irmgard Bähr und Klaus-Dieter Schmid

Für 10 Jahre: Giesela Diedrich, Hartmut und Reinhard Wemheuer, Hermann Bode, Beatrix Waßmann, Eva Geile, Ruth-Ellen Wendler und Renate Peter.

Für langjährige Vorstandsarbeit: 1. Vorsitzender Dieter Scholz, 2. Vorsitzen-de Dagmar Gropengießer, Kassenrevisorinnen Christa Mönnich und Ursula Deppe, Beisitzer Werner Ehrhardt und Helmut Kutsche


Rat bewilligt Zuschuss für den HGV

                                                      (Auszug aus dem HK / Bericht Petra Bordfeld)

Wulften. Der Rat der Gemeinde Wulften hat einstimmig beschlossen, dass der Hei-mat- und Geschichtsverein Wulften einen Zuschuss in Höhe von € 6.400 für energeti-sche Maßnahmen an der in der Angerstr. 8 gelegenen "Hermanns Scheune" im Rah-men des LEADER-Projekts erhalten wird.

Hierfür sind allerdings dringend Sanierungsarbeiten an der Heizung und am Dach not-wendig, die nun mit einer LAEDER-Förderung in Höhe von ca. € 25.800 realisiert wer-den sollen. Um überhaupt auf so eine finanzielle Unterstützung hoffen zu können, musste die Gemeinde einer Ko-Finanzierung zustimmen, was der Rat nun getan hat.

Der Antrag des HGV hat bereits eine weitere Hürde genommen, denn bei der jüngsten Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der LEADER-Region Osterode wurden diese Vorhaben für gut befunden. Wenn alle rechtlichen Voraussetzungen klar sind, dürfte der Bewilligung nichts mehr im Wege stehen, da sind sich der HGV und die Politik einig.

Im weiteren Verlauf der Ratssitzung legte Gemeindedirektor Rolf Hellwig den Jahresab-schlussbericht 2017 vor, der bislang noch vorläufig ist, da der Wulftener Haushalt 2018 seitens des Landkreises noch nicht genehmigt ist. Hellwig betonte, dass das Ergebnis des Jahres 2017 überaus positiv aussehe. So habe man beim Nachtrag mit einem Über-schuss von € 14.400 gerechnet, tatsächlich seien es aber über € 47.000. 2017 sei somit sehr positiv gelaufen, weil gut gewirtschaftet und diverse Haushalts-Reste gebildet wur-den. Die belaufen sich im Ergebnishaushalt auf gut € 48.000 und bei den Investitionen auf € 150.000. Dieser Abschluss sei sehr erfreulich, weil erneut positive Zahlen ge-schrieben wurden. "So sollte es weitergehen, damit wir noch viele Massnahmen um-setzen können".

Bürgermeister Henning Kruse berichtete, dass der Mühlenbach im Ort weitestgehend vom Schlamm befreit wurde. Besonders wichtig dabei sei, dass zum einen die Lösch-wasserentnahmestelle wieder frei ist und zum anderen der Hochwasserschutz gewähr-leistet sei.      pb

"Hermanns Scheune" in Wulften                                                                   (Foto: Kurt Jork)


Zwillinge haben zwei Väter und eine Mutter             (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Der Arche-Park, welcher im Pony-Hof Wulften gelegen ist, macht seinem Namen alle Ehre. Denn "Liesel", ihres Zeichens ein Coburger Fuchsschaf, hat Zwillinge zur Welt gebracht, die zwei Väter haben. Als Barbara Küppers Geburtshilfe gab, ging sie davon aus, dass das erste schwarze "Wollknäuel" ein Einzelkind sei. Doch weit gefehlt. Denn fünf Stunden später machte sich ein wesentlich kleineres, drahtiges, nicht minder schwarzes Wesen auf den Weg in die Welt des Parks.

Der Vater seines noch namenlosen Wonneproppens, ist kein anderer als "Bulli", der Wallisa Schwarznasenbock. Der kleine hat einen Quessantminiature-Schafbock als Vater.

Und Barbara Küppers hat wieder ihren traditionellen gelben Bademantel herausholen müssen, denn, als schäme sich "Liesel" für ihren Fehltritt, hat sie den kleinen Zwilling zwar sorgsam trocken geleckt, aber dann wollte sie nichts mehr von ihm wissen. Also musste die Pony-Hof-Besitzerin ihn in Sicherheit, und damit in die Kinderstube der Schafe bringen, wo es jetzt mit anderen "Flaschenkindern" rumtoben kann.

Barbara Küppers ließ in diesem Zusammanhang durchblicken, dass am Ostermontag ab 12 Uhr das traditionelle Ostereiersuchen startet.   pb

Im gelben Bademantel gibt Barbara Küppers "Zwergnase" im Beisein von Schafmama "Liesel" und dem fünf Stunden älteren Bruder die Flasche.

                                                                                                            (Fotos: Petera Bordfeld)


Themenvielfalt auf der MV der Jägerschaft Osterode

                                                                            (Auszug Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Die Kreisrätin Marlis Dornieden ging in ihrem Grußwort auf die "Afrikanische Schweinepest (ASP)", die Aufhebung der Schonzeit für das Schwarzwild mit Ausnahme der führenden Bachen ab dem 01. April, die Jagdsteuer und die Gebühren für die Tri-chinenprobenuntersuchungen ein. Die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge war ein weite-res wichtiges Thema während der Mitgliederversammlung der Jägerschaft Osterode am Harz.

Die Vertreterin des Landkreises Göttingen versicherte, dass der Antrag, die Neure-gelung der Schonzeit von Keilern und Bachen vom Kreistag auf den Weg gebracht wor-den ist und somit feststeht, dass alles Schwarzwild mit Ausnahme der führenden Ba-chen bereits ab dem 01. Aprikl bejagt werden darf.

Die Gebühren für die Trichinenuntersuchungen konnten bisher nicht gesenkt werden. Sie stünde aber mit der Verwaltung im Austausch, ob sich nicht doch für eine der beiden Seiten akzeptable Lösung finden lasse. Ab dem 03. April hofft sie, dazu weitere Informationen für die Jägerschaft zu haben.

Dr. Karl Schumann, Vorsitzender der Jägerschaft Osterode am Harz verwies darauf, dass die ASP eine ernstzunehmende Bedrohung ist und die Jäger vor große Herausfor-derungen stellt. Denn bei Ausbruch der ASP in Deutschland müsse mit erheblichen wirtschaftlichen Schäden gerechnet werden.

Genau aus dem Grund hätten die Jäger den ersten wichtigen Schritt getätigt. "Denn mit einer Strecke von 2.131 Stück Schwarzwild im Altkreis Osterode haben die Jäger im abgelaufenen Jagdjahr unseren Beitrag geleistet". Dieses ist letztendlich die höchste Schwarzwildstrecke, die jemals erreicht wurde.

"Nun sind auch die anderen Akteure gefodert!" so der Vorsitzende. So müsse die Verwaltung des Landkreises ihre Gebührensatzung entsprechen anpssen.

Ebenso sollte die Jagdsteuer abgeschafft werden. Letztendlich käme niemand auf die Idee, die Feuerwehrfahrzeuge zu besteuern, mit denen die Kameraden zum Löschen eines Brandes oder einer Unfallstelle ausrücken.

Um eine Erhöhung der seit 10 Jahren unveränderten Mitgliedsbeiträge kam man nicht herum. Sie wurde mehrheitlich angenommen, da die Beiträge vorher bereits bei der Landesjägerschaft Niedersachsen und dem Deutschen Jagdverband angehoben wor-den sind.

Der stellvertr. Jägermeister, Claus-Wilhelm Deig, kam in seinem Streckenbericht darauf zu sprechen, dass die Lebensbedingungen für das Schwarzwild ideal sind.

Polizeihauptkommissar Peter Schliep, Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Northeim/Osterode, wiederum legte ernst zu nehmende Zahlen zu den Wildunfällen im Altkreis vor. Schwerpunktgebiete liegen bekannter Weise auf der B 27 zwischen Giebol-dehausen und Herzberg sowie zwischen Walkenried und Bad Sachsa.

Dirk Boeger, Obmann der Bläsergruppe, teilte mit, dass von den 59 Mitgliedern des Bläsercorps 21 aktiv und vier in der "Krabbelgruppe" sind.

Wulftens Bürgermeister Henning Kruse freute sich darüber, dass in dem Mittei-ungsblatt der Jägerschaft zwei mit Wort und Bildern gefüllte Seiten Wulften gewidmet sind.

Auf der Tagesordnung der informativen Versammlung standen weiter die Ehrungen von langjährigen Mitgliedern. Albert Hädicke, mit 93 Jahren der älteste Teilnehmer der Versammlung, erhielt aus den Händen von Dr. Schumann das Goldene Rebhuhn der Landesjägerschaft Niedersachsen. Diese Auszeichnung erhalten Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich um die Natur verdient gemacht haben und keinen Jagdschein haben.     pb

Dominik Damkötter, Gerhard Henkel und      Albert Hädicke (2.v.li) und Harald Helmert

Manfred Heise bekamen die Brüche von        zusammen mit Dr. Karl Schumann (re)

Carl-Wilhelm Deig überreicht (re).                     und Carl-Wilhelm Deig (li).

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Die Bläsergruppe wusste zu überzeugen        Die Hegeschau stieß auf großes Interesse

                                                         (Fotos: Petra Bordfeld)

EHRUNGEN:

60 Jahre Mitgliedschaft:                                       40 Jahre Mitgliedschaft:

Konrad Bärwinkel (Herzberg)                              Dieter Bode, Jürgen Lange und Peter

                                                                                  Metelka (alle Osterode)

25 Jahre Mitgliedschaft:

Harald Helmert (Wieda) und Dieter-Michael Oppermann (Bad Grund)

 

VERLEIHUNG DER BRÜCHE:

Gold: Manfred Heise (Revier Wulften)                Silber: Dominik Damkötter (Pachtjagd

Bronze: Gerhard Henkel (Revier Pöhlde 3)                    Sparkenborn


HGV Wulften hat viel auf die Beine gestellt              (Bericht Petra Bordfeld)

Wulften. "Wie in all den Jahren zuvor, konnten wir nicht über zu wenig Arbeit klagen", mit diesen Worten eröffnete der erste Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Wulften, Willi Waßmann, seinen Bericht, den er während der gut besuchten Mitglie-derversammlung vorlegte.

Letztendlich gebe es in "Hermanns Scheune" auch non in den nächsten Jahren viel zu tun. Viel habe sich aber schon getan, einiges müsse noch geändert werden, das gelte insbesondere für die Heizung, die für den Erhalt der wertvollen Zeitzeugen wichtig ist.

Ein wenig Kopfschmerzen bereite ihm der Entschluss der Webgruppe, die wohl in Rich-tung Osterode umziehen wird. Obwohl seitens der Gemeinde noch keine Mitteilung erfolgt ist, dass die Räume zurzeit anders genutzt werden sollen, könne er den Ent-schluss aber doch verstehen, denn die zur Verfügung stehenden Zimmer seien mittler-weile einfach zu klein.

Aber auch unter freiem Himmel wurde viel in Angriff genommen. So mussten alle Ruhebänke vor dem Wiederaufstellen auf Vordermann gebracht werden, weil sie in die Jahre gekommen sind. Außerdem hätten auch die rund 30 Kilometer Wanderwege mehrmals im Jahr gemäht werden müssen.

Bei all der Arbeit seien aber auch der Spaß und Kurzweil nicht vernachlässigt worden. So habe man zweimal die Wanderschuhe geschnürt, was auch in diesem Jahr wieder geschehen wird. Außerdem richte der Verein den traditionellen Erntedankgottesdienst aus. Weiter sorge er beim Weihnachtsmarkt dafür, dass Glühwein nicht fehle und auch beim Advebtskalender hatte man mitgemacht. Abschließend dankte Waßmann allen Spenderinnen und Spendern sowie allen Helferinnen und Helfern.

Danach gehörte die ganze Aufmerksamkeit der Versammlungsteilnehmer im "Tennis-treff" Dieter Greunig, der einige Aktionen im Herbst vorstellte. Die Mehrheit entschloss sich dafür, das Oberharzer Wasserregal unter die Füße zu nehmen. Die Frühjahrswan-derung wird zur südlich von Wulften gelegenen Feldmark führen. Start und Ziel ist "Hermanns Scheune".

Nach der Mitgliederversammlung machte man sich nicht auf den Heimweg, weil Bodo Mißling in das "Wulften von einst" entführte.      pb

Der Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins Wulften mit den geehrten Mitgliedern.                                                                 (Foto: Petra Bordfeld)

EHRUNGEN

25 Jahre Mitgliedschaft: Hannelore Schibilski, Gerhard Lüer und Manfred Gropen-

                                             gießer (Ehrung wird später durchgeführt)

WAHLEN

Zweite Vorsitzende:         Elvira Schaper        /      Rechnungsführer:            Gerhard Lüer

Hauswarte:  Georg Lange, Manfred Beushausen, Hermann Bode u. Helmut Peinemann

Kassenprüfer:      Werner Vogel


Viele nahmen Blutspendetermin des DRK Wulften wahr

                                                                                        (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Der DRK-Ortsverein hatte zum Blutspenden ins Schützenhaus aufgerufen und konnte sich am Ende über 49 Spenderinnen und Spender freuen. Unter denen waren übrigens auch fünf "Frischlinge", sowie vor "alte Hasen". Denn Simone Heinrich und Jörg Carl ließen sich bereits zum 50. Mal "anzapfen", Matthias Geile und Ursula Adler-Deppe ließen das auch schon zum 25. Mal zu.     pb

Die DRK-Vorsitzende Mariette Kaliner               Zu den Spendern gehörte auch eine

und Hetty Moes (re.) mit Ursula Adler-              große Zahl von Kameraden der Freiwilli-

Deppe und Simone Heinrich.                              gen Feuerwehr Wulften.

                                                            Fotos: Petra Bordfeld


Kinderumzug bestimmte das Straßenbild in Wulften

                                                                                          (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. "Schnee ist nicht so schlimm wie Regen", darin waren sich alle einig, die am traditionellen Kinderumzug in Wulften teilnahmen.

 Und so durfte sich das Kinderprinzenpaar Lea I. und Luca Tamino über eine große Zahl von Teilnehmern fast jeden Alters freuen, als sie zusammen mit dem Prinzenpaar der Erwachsenen, Denise I. und Marvin I., die von zwei Haflingern gezogene Kutsche be-stiegen.

Der Spielmannszug Wulften sorgte für die musikalische Begleitung, die Garden des WKC fehlten ebenso wenig, wie die Fahnenträger, die Junggesellen und deren Kanone sowie kostümierte Mädchen und Jungen. Am Straßenrand und an den Fenstern waren Bürger zu sehen, die sich über die Kamelle freuten. Alle, die von Beginn an die Prinzen-paare begleiteten, brachten einige Kilometer unter die Schuhsohlen, denn der Umzug führte durch ganz Wulften.

Als dann alle zum Schützenhaus zurückgekehrt waren, begann der Kindernachmittag bei Kaffee, Kuchen und kalten Getränken und viel Unterhaltung, bei welcher nicht nur zugeschaut, sondern auch mitgemacht werden durfte.  pb


HGV Wulften hat viel mit "Hermanns Scheune" vor

                                                             (Auszug aus einem Bericht von Petra Bordfeld)

Wulften. Während der Sitzung des 'Ausschusses für Entwicklung und Finanzen' standen einige bauliche Veränderungen auf dem Beschlussplan. Zum einen ging es um 'Hermanns Scheune', zum anderen das Schützenhaus und den Schützenplatz sowie den ehemaligen Rathaus-Shop.

Der Heimat- und Geschichtsverein möchte an dem von ihm vor drei Jahren erworbenen und in der Angerstraße gelegenen Gebäude eine Bildungs- und Begegnungsstätte ein-richten. Um dieses Vorhaben finanzieren zu können, stellte der HGV einen Antrag auf Förderung an das LEADER-Programm der Region Osterode. Der beinhaltet auch die 25%-ige Cofinanzierung seitens der Gemeinde Wulften. Damit das Vorhaben des Ver-eins umgestezt werden kann, fiel der einstimmige Beschluss, dem Verwaltungs-ausschuss zu empfehlen, die benötigten 6.453,98 € zu bewilligen.

Ausschussvorsitzender Willi Ehrhardt betonte, dass für die geplante Sanierung der Scheune und einer Heizung mit einem Gesamtaufwand von 37.000 € zu rechnen sei.

Als es um die feststehende Sanierung des Schützenhauses ging, erinnerte Fachbe-reichsleiter Matthias Franziskowski daran, dass der Bauausschuss und die Ratsmit-glieder mit dem beauftragten Architekten zusammen gesesessen hätten, um die Grundsubstanz des Gebäudes darlegen zu lassen. Hauptthema waren Brandschutz und Sicherheit. Auch die Idee, Separes zu gestalten und das Beleuchtungskonzept darauf abzustimmen, seien nicht vergessen worden. Allerdings soll alles erst alles nach dem Schützenfest 2019 realisiert werden.

Weiter wurde beschlossen, dass der Schützenplatz für Scharz-Parker gesperrt wird. Immer wieder muss er vor einem großen Fest neu befestigt werden, weil insbesondere schwere Fahrzeuge dafür sorgten, dass die Fläche kontinuierlich absinkt. Dieses leidige Thema der immer wieder anfallenden Sanierungskosten wäre "nur" mit einer Absper-rung in den Griff zu bekommen. Bei einem Ortstermin soll alles genauer ins Auge gefasst werden.

Da der rund zweijährige Leerstand des ehemaligen Rathausshops endlich ein Ende fin-den soll, verwies Willi Ehrhardt darauf, dass man die Räumlichkeiten an kleinere Grup-pen für Feiern vermieten könne. Dafür solle allerdigs "nur" das Mobiliar zur Verfügung gestellt werden. Alles andere muss mitgebracht werden. Erneuert werden müssen bloß die Gardinen und vielleicht der Fußboden. Ein endgültiger Beschluss wurde nicht gefaßt. Aber auch die vom Arbeitskreis angestrebte Verlängerung der Dorferneuerung, in welche noch drei bis vier Straßenzüge aufgenommen werden soll, wurde diskutiert. Dazu regte der Fachbereichsleiter an, dass sich der Arbeitskreis und die politische Gemeinde mit dem Amt für regionale Landentwicklung in Verbindung setzen möge.

Weiterhin wurde der Hochwasserschutz beim Sägewerk Heise angesprochen. Wegen unterschiedlicher Meinungen sollte es bald eine Einigung in der Unterhaltspflicht ge-ben. Ebenfalls nicht erfreulich sei der Verlauf der Gewässeraufbringung im Bereich Mühlenbach/Beber verlaufen, nämlich gar nicht. Hierfür waren 50.000 € vorgesehen gewesen. Allerdings habe das im Spätsommer beauftragte Unternehmen mit der Maßnahme noch nicht begonnen.  pb


Rat diskutiert über Tierausstellung

                                                             (Auszug aus einem Bericht von Petra Bordfeld)

Wulften. Das der erste Nachtragshaushalt absolut nichts Negatives für die Gemeinde bedeutete, machte Gemeindedirektor Rof Hellwig während der Sitzung des Gemein-derates, an dem auch eine große Zahl interessierte Zuschauer teilnahm, deutlich. Denn dieser Nachtrag sei tatsächlich sehr erfreulich, weil über die Gewerbe- und Einkom-mensteuer deutlich mehr Erträge erzihlt wurden. Sie belaufen sich auf eine Höhe von 14.400 Euro. Weil dieses Mehr 2018 erhöhte Umlagen mit sich brachte, schlug die Verwaltung vor, die Erträge in der Rückstellung bereitzustellen. Dieser Nachtrag wurde einstimmig beschlossen.

Gleiches galt für die Haushaltssatzung 2018. Hellwig verwies darauf, dass der Haus-haltsentwurf für die Samtgemeinde, nach von Verwaltungsseite korrigierten Ansätzen und Beratungen auf politischer Seite, einen Überschuss in Höhe von 390.000 Euro aufzuweisen hat.

An dem Wulftener Haushalt sei aus Sicht der Verwaltung besonders bemerkenswert, dass die Investitionssumme mit 604.000 Euro erfreulich hoch ist. Um dieses Vermögen zu erhalten, müsse allerdings ein Kredit in Höhe von 289.000 Euro aufgenommen wer-den, was zu einer Neuverschuldung von rund 250.000 Euro führen wird. Die geplanten Investitionen sind für den Ausbau der Wiesenstraße (2019), der Steinstraße (2020) und der Neugestaltung des Fußweges "Am Rhone" (2021) vorgesehen. Allein für diese Maß-nahmen werden mehr als 600.000 Euro bereitgestellt. Insgesamt liege ein erfreulicher Haushalt vor, in dem Verpflichtungssermächtigungen in Höhe von 400.000 Euro für das Schützenhaus im kommenden Jahr eingeplant sind. Liquiditätskredite in Höhe von 500.000 Euro sollen für den Ausgleich kurzfrisiger Kassenschwankungen festgeschrie-ben werden.

Willi Ehrhardt, Vorsitzender der SPD-Fraktion schaute in seinem Bericht schon weit nach vorne. Dabei mahnte er an, dass Wulften zurzeit 470 Bürger zählt die älter als 65 Jahre alt sind, sich bemühen sollte, ein Seniorenheim zun etablieren. "Wir haben einen Nettomarkt bekommen, warum nicht auch ein Seniorenheim?" Auch müsse das Gewerbegebiet neu erschlossen und sich Gedanken über ein neues Baugebiet gemacht werden.

Henning Eulert, Vorsitzender der CDU-Fraktion, versicherte, dass seine Fraktion über-haupt nichts an dem Haushalt zu kritisieren habe. Denn der mache deutlich, dass die Mittel vorhanden sind, damit die Gemeinde um die anstehenden Sachen kümmern kann. Eine - auch von Ehrhardt angesprochene - Tagesbetreuung für ältere Mitbürger sei schon wünschenswert. Allerdings müsste dafür ein Träger gefunden werden, die Gemeinde könne das nicht finanzieren.

Auch das Thema Tierausstellung im Schützenhaus stand auf der Tagesordnung. Die Katzenausstellung im November hatte letztendlich für einige Verwirrung bei Ratsleuten und in der Bevölkerung gesorgt. Denn die politische Seite vertrat die Auffassung, dass diese laut eines Ratsbeschlusses nicht stattfinden dürfen. Doch diesen Beschluss hat es wohl so nie gegeben. Dahingegen hatte der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Wulf-ten im April 1989 mit einer Gegenstimme entschieden, dass die damals zur Diskussion gestandenen Kaninchenausstellungen unter Einhaltung von sieben festgeschriebenen Bedingungen nur im "alten Saal" gestattet sei. Gemindedirektor Hellwig machte deutlich, dass sich der Ausschuss Entwicklung und Finanzen aufgrund der Bedenken seitens des Rates mit diesem Thema beschäftigt und empfohlen hat, in Zusammen-arbeit mit dem Kreisveterinär einen Auflagen-Katalog zu entwerfen. Dieser soll dann nach seiner Fertigstellung dem rat zur Entscheidung vorgelegt werden, ob Tierausstellungen möglich sind, oder nicht.

Bürgermeister Henning Kruse erinnerte an das 2015 in Wulften ins Leben gerufene Ob-jekt "Jung kauft alt". Mittlerweile habe die Gemeinde 21 Anträge bewilligt. Er teilte aber auch mit, dass Florian Linner als Schützenkönig zurückgetreten ist. Diesen Schritt hatte zuvor auch Junggesellenleutnant Luka Ehrhardt gemacht. Der Verwaltungsausschuss habe nach einem Gespräch mit dem Schützenvorstand entschieden, dass das Aufrück-verfahren angewandt werden soll. Zum Schützenhaus ließ er wissen, dass es in den Sommerferien 2018 nicht zur Verfügung steht, die eigentliche Renovierungs-Schließung erfolgt dann nach dem Schützenfest 2019. pb


Bürgermeister Kruse tauft Regionalzug auf den Namen "Wulften am Harz"

                                                                  Auszug aus dem "Harz Kurier" vom 04. Juni 2016

Großer Bahnhof in Wulften: So viel Andrang wie am Freitagmittag herrschte am Bahnsteig in der Gemeinde lange nicht. Dort wurde ein Triebwagen feierlich auf den Namen "Wulften am Harz" getauft. Bürgermeister Henning Kruse hatte die Ehre, im Beisein zahlreicher Gäste und Schaulustiger dem Schienenfahrzeug mit einer Sektdu-

sche seinen Namen zu geben. Der Triebwagen wird in den nächsten Jahren als Bot-

schafter der Gemeinde in der Region zwischen Göttingen, Nordhausen und Braun-schweig unterwegs sein.

Erfreut zeigte sich der Bürgermeister darüber, dass Dirk Peinemann als einer der Initiatoren, den Triebwagen steuerte.

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Der Film zum Text:

https://www.magentacloud.de/lnk/CavhMJoe

 

Kamera: GL-Film