In Wulften tut sich Einiges                                          (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Dass in den kommenden Wochen in Wulften zu einigen Aktionen geladen wird, machte Bürgermeister Henning Kruse während der von Bürgern gut besuchten Ratssit-zung deutlich. Ebenso klar machte er aber, dass die Gemeinde das Schützenhaus nicht mehr für Abi- oder Jahresabschlussfeiern verpachten wird. Die letzte Fete habe in dem Gebäude und insbesondere in den Straßenzügen viel Unheil angerichtet.

Auf die anstehenden Aktionen zu sprechen kommend, bat er alle Bürger, an dem am 18. November, dem Volkstrauertag, stattfindenden Gottesdienst und der anschließenden Kranzniederlegung am Ehrenmal teilzunehmen. Wer dabei sein möchte, finde sich bitte um 9 Uhr auf dem Anger ein.

Am Sonntag, 2. Dezember, dem Ersten Advent, wird der traditionelle Weihnachtsmarkt in der Zeit von 12 bis 18 Uhr seine Pforten im Schützenhaus und auf dem Schützenplatz selbst öffnen.

Am Samstag vor dem Zweiten Advent, dem 8. Dezember, sind alle Bürger der älteren Generation zur Seniorenweihnachtsfeier geladen, die um 14:30 Uhr im Schützenhaus beginnt.

Dorthin werden auch alle Vorsitzenden der Vereine und Verbände zum Tag des Ehren-amtes am Sonntag, dem 09. Dezember um 11:30 Uhr gebeten.

Und damit im kommenden Jahr das Heimat- und Schützenfest wieder ausgerichtet werden kann, findet am 16. November die Verpachtung eben dieses Festes in der Pizzeria „Napoli“ um 19:00 Uhr statt.

In diesem Zusammenhang richtete der amtierende Schützenkönig Rainer Lüttke-Cosmann, der mit einer Abordnung des Schützenvorstandes gekommen war, einige Worte an den Rat. Die Anwesenden wollten deutlich machen, dass man motiviert sei, das Fest in tradi-tioneller Art und Weise durchzuführen. Eine Frage ging an Bürgermeister Henning Kruse. Dabei ging es um die angestrebte Änderung der Schützenordnung. Genau diese wird bei der nächsten Ratssitzung, nach intensiver Beratung neu verabschiedet werden.

Weiter ließ der Bürgermeister nicht unerwähnt, dass die Jugend des Spielmannszugs und des WKC aus dem Ehrenamtsfond der Harz Energie jeweils 500 € erhalten werden.

Nicht erhalten, sondern gegeben haben Schüler der OBS Hattorf etwas: ihr Können. Denn sie brachten den Grillplatz in Wulften wieder auf sehenswerten Vordermann, wofür sich Henning Kruse im Namen der Gemeinde bei allen Beteiligten herzlich bedankte.

Und schließlich hat der Verwaltungsausschuss das bereits 26te Haus im Rahmen der Aktion „Jung kauft Alt“ voll gefördert.

 

Gemeindedirektor Rolf Hellwig informierte im Gasthaus Thiele „Zum Albert“ darüber, dass der Finanzbericht fürs dritte Quartal 2018 im Wesentlichen wieder erfreulich aussieht. Das läge insbesondere an Erhöhung der Erträge bei der Einkommens- Umsatz- und Gewer-besteuer.

In jedem Fall wird der Ausschuss für Entwicklung und Finanzen den Nachtragshaushalt und den Haushalt 2019 am 27. November öffentlich beraten. Dazu sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen.

Einmal galt es für die Ratsmitglieder, einen Beschluss zu fassen, was übrigens einstimmig erfolgte. Dabei ging es um eine 30 m² umfassende öffentliche Teilfläche der Straße „Winkel“. Rolf Hellwig teilte dazu mit, dass dieser Straßenteil bereits seit längerem von einem Anwohner gepflegt und mitlerweile auch erworben wurde. Jetzt gelte es nur noch, sie als Straßenstück zu entwidmen.

Abschließend kam Hellwig noch kurz auf die aus Gründen der Verkehrssicherheit ge-sperrte Bimmelbrücke zu sprechen. An dieser Tatsache werde sich bis zur Wiederher-stellung der Flußüberquerung mit Sicherheit nichts ändern. Hebe man die Sperrung auf, würde man fahrlässig handeln und sehenden Auges hinnehmen, dass Bürger sich verletz-ten, wofür die Gemeinde zur Rechenschaft gezogen werden könnte. pb


Mutter trat nach 31 Jahren ihre Massagepraxis an die Tochter ab

                                                                                     (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Dass die 37jährige Frauke Kaliner mal das Unternehmen ihrer Mutter übernehmen wird, hätte sie nie gedacht. Doch jetzt vollzog sich in dem in der Bergstraße 17 in Wulften gelegenen Haus nach 31 Jahren ein Generations-wechsel. Denn Annegret Kaliner legte ihre Massagepraxis in die Hände ihrer Tochter, ohne sich damit aber ganz zur Ruhe zu setzen.

Frauke Kaliner ging nach der Ausbildung zur Kauffrau im Außen- und Groß-handel  für 13 Jahre zur Bundeswehr, zur Luftwaffe, wo sie ihren Mann und Vater ihrer beiden Kinder, Peter, kennen und lieben lernte.

Nach dieser Dienstzeit erlernte die durch den Berufsförderungsdienst (BFD) einen weiteren Beruf, den der  Physiotherapeutin. Als dann für sie fest stand, dass sie mit ihrer Familie  zurück nach Wulften wollte, stand für Annegret Kali-ner fest, dass sie eine Nachfolgerin gefunden hat.

Jetzt wird in den komplett renovierten und neu ausgestatteten Praxisräumen neben der Krankengymnastik, auch manuelle Lymphdrainage, Massage, Wärme - und Kältetherapie sowie medizinische Fußpflege angeboten.

Wie groß das Interesse an diesem Generationswechsel war, stellte sich am Eröffnungstag durch den großen Gratulantenandrang heraus Alle wollten die neue  „Physiotherapie am Berg“  in Augenschein nehmen und der neuen Chefin gratulieren. Pb

Frauke Kaliner (li.) schneidet im Beisein ihrer Mutter An-negret und ihres Mannes Peter die Eröffnungsschleife durch.

 

Foto: Petra Bordfeld

 


OBS-Schüler versetzten Grillplatz Wulften in neuen Glanz

                                                                                      (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Wenn man an dem idyllisch gelegenen Wulftener Grillplatz vorbeikommt, kann durchaus Karl Mays „Schatz im Silbersee“ in Erinnerung kommen. Denn, die Schüler des Profitechnik-Kurses der Oberschule Hattorf haben zusammen mit ihrem Fachlehrer für Technik, Söhnke Stahl, die Tische und die dazugehörigen Bänke mittels neuen Holzes, handwerklichem Geschick und viel Spaß an diesem Schulunterricht in wahre Schätze am Silbersee verwandelt.

Doch bevor es losging, galt erst einmal jede Menge Vorarbeit zu leisten, was mit dem Aussuchen der Holzart losging. Schließlich sollte das Holz wieder rund 40 Jahre halten. Man entschied sich für ein fremdländisches Nadelholz, welches allerdings schon lange in Europa gezüchtet wird: die Douglasie. Finanziert wurde das Holz und die benötigten Materialien von der Gemeinde Wulften.

Doch die angelieferte Ware musste noch passend zugeschnitten und wetterfest gemacht werden. Dafür galt es, Berechnungen anzustellen, und die Jungen freuten sich, erlernte Mathematik mal in die Realität umsetzten zu können. Mit 112 passend zugeschnittenen, alles andere, als dünnen Brettern wurde der Weg zum Wulftener Silbersee angetreten.

Dort galt es erst einmal, dass zum Teil vom Zahn der Zeit strapazierte Holz zu entfernen, das übrigens nicht zu 100 Prozent weggeschmissen wurde. Denn Grillplatz Betreuer Dietmar Scheider nahm alles unter die Lupe und sortierte sorgsam aus. Schließlich kann das eine oder andere Brett noch zur Renovierung anderer Bänke dienen.

Weil viele Schrauben und Muttern das Abmontieren selten heile überstanden, da sie ja auch nicht mehr die Neuesten waren, brachte die jungen Handwerker nicht aus der Ruhe. Voller Stolz präsentierten sie Schulleiter Nils Passian und Bürgermeister Henning Kruse, was sie da auf die Beine gestellt hatten.

Und Kruse ließ es sich nicht nehmen, die Jungs als Dankeschön der Gemeinde Wulften zu einer Einweihungs-Grillparty einzuladen. pb

Die fleißigen Handwer-ker zusammen mit Söhnke Stahl (li. sit-zend) Henning Kruse und Nils Passian (li.).

 

 

Foto: Petra Bordfeld

 


Bach-Challenge 2018

                                             (Text/Foto: Nicole Kurth, Pressewartin SZ Wulften)

Der SZ-Wulften bekam im wahrsten Sinne des Wortes kalte Füße.

„Ihr habt 10 Tage Zeit, die Herausforderung anzunehmen…“ Mit diesen Worten richtete sich via Videobotschaft in einem sozialen Netzwerk der langjährige, befreundete Verein aus Korb-Steinreinach (Baden-Württemberg) an den Spielmannszug Wulften. Die Spiel-leute wurden herausgefordert, für einen guten Zweck in kaltem Wasser zu musizieren. Sollte diese Aufgabe binnen der Frist nicht erfüllt werden, forderten die Nominierer dazu auf, ihrem Verein zehn Kisten Bier zu spendieren. Unter dem Motto „Wir trinken unser Bier selbst!“ nahm der Spielmannszug die Herausforderung an und traf sich an einem trüben Sonntag an bzw. in der Oder, die trotz der langen Hitzeperiode schon für eisig kalte Füße gesorgt hat und spielte vor laufender Videokamera ein paar Stücke aus dem Repertoire. Um neben dem Spaßfaktor den karitativen Gedanken bei dieser Challenge umzusetzen, entschied sich der Verein dem Ambulanten Kinder- und Jugend-hospizdienst Göttingen eine Geldspende zur Verfügung zu stellen. Um weitere Spen-den ins Rollen zu bringen, nominierte auch der Spielmannszug drei weitere Vereine zu gleichen Bedingungen, die, wie inzwischen bekannt geworden ist, ihr Bier auch lieber selbst trinken.


DRK Wulften freut sich über die hohe Zahl der Blutspender

                                                                                     (Bericht: Petra Bordfeld)

 

Wulften. Das DRK Wulften hatte zum Blutspenden aufgerufen und durfte sich darüber freuen, dass 61 Bürger, unter ihnen drei Erstspender, dies vernommen hatten.

Die erste Vorsitzende, Mariette Kaliner, durfte sich aber auch darüber freuen, dass sie für ihre 75. Spende einen Dankeschön-Gutschein entgegennehmen durfte. Weil sich Jörg Armbrecht auch schon zum 50. Mal „anzapfen“ ließ, erhielt er ebenfalls  einen Gutschein.

Das DRK Wulften lädt übrigens am 12. Dezember in der Zeit von 15.30 bis 19.30 Uhr zur letzten Blutspende dieses Jahres ein. pb

 

Mariette Kaliner und Jörg Armbrecht (Mitte) bei all den Wartenden an dem Tisch, wo Vorkontrollen durchgeführt wurden.

 

                 Foto: DRK Wulften

 


Wulftener Wehr richtete Wettkämpfe aus

                                                                     (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Die Freiwillige Feuerwehr Wulften richtete nicht „nur“ die Samtgemeinde- und Pokalwettkämpfe auf dem Schützenplatz aus, ihre erste Gruppe sicherte sich auch den Sieg. Außerdem startete ganz spontan eine zweite Gruppe, die zuvor diesen Wettkampf nicht geübt hatte, und holte sich den neunten von elf möglichen Plätzen.

Bevor aber die Siegerehrung durch Samtgemeindebrandmeister Uwe Brakel und Wulftens Bürgermeister Henning Kruse anstand, galt es erst einmal für die Gruppen, eine Wasser-versorgung zwischen der Wasserentnahmestelle und einer Pumpe herzustellen, einen B-Schlauch von der Pumpe zum Verteiler auszurollen. Dann mussten noch jeweils zwei C-Schläuche vom Verteiler bis zur Ziellinie ausgerollt und jeweils ein Ziel abgespritzt werden. Dabei galt es nicht „nur“ die vorgegebene Zeit einzuhalten, sondern auch mög-lichst fehlerfrei zu agieren.

Übrigens war neben den Gruppen aus Wulften, Hattorf, Hörden und Elbingerode auch welche aus Pöhlde, Gillersheim, Bilshausen und Katlenburg angetreten. Den Wanderpokal der Samtgemeinde durften die Wulftener entgegennehmen, alle anderen erhielten ebenfalls eine Trophäe, die sie aber behalten dürfen. pb

Samtgemeindebrandmeister Uwe Bra-kel und Bürgermeister Henning Kruse freuen sich mit den Kameraden und Kameradinnen darüber, dass die Wettkämpfe in Wulften ausgetragen wurden.              Foto: Petra Bordfeld

PLATZIERUNGEN

1. Platz: Wulften I

2. Platz: Pöhlde

3. Platz: Hattorf


Wulftener LandFrauen luden zur Weißen Nacht

                                                                                (Bericht: Petra Bordfeld)   

Wulften. Der LandFrauenverein Wulften hatte zur "Weißen Nacht" mit Picknick geladen. So trafen sich vor dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Wulften die LandFrauen und deren Gäste in eben weißer Kleidung.

Jeder hatte etwas für das Buffet mitgebracht, wodurch eine sehr abwechslungsreiche und ausgefallene Tafel entstand, auf welcher unter anderem Salate, Brotaufstriche sowie Wurst- und Käsespezialitäten dafür sorgten, dass am Ende Rezepte ausgetauscht wurden. Für die Getränke hatten die LandFrauen gesorgt. Alle waren sich einig, dass dieser weiße Abend so schön gewesen ist, dass er durchaus eine Wiederholung vertragen könnte. pb

 

 

Die Wulftener LadFrau-en in weiß.

 

       (Foto: LandFrauen)


Muss die Bimmelbrücke neu werden?

                                                                                         (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Vor 86 Jahre wurde der Brückengrundkörper in Form gebracht, vor zehn Jah-ren wurden auf ihn für rund 30.000 € ein neuer Holzbelag angebracht. Jetzt musste der Wulftener Ausschuss für Entwicklung und Finanzen feststellen, dass konstruktionsbedingt wohl eine Komplett-Renovierung unumgänglich sein dürfte.

Die Rede ist von der Bimmelbrücke, die vor Ort in Augenschein genommen wurde. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass damals wohl von der bauausführenden Firma nicht die richtige Holzart verwendet wurde und die konstruktive Aufbaubeschreibung des damals beauftragten Planungsbüros zu einem "sportlichen“ Werteverzehr von 3.000 € pro Jahr geführt haben könnte.

Denn es wurden Schäden sowohl im Belag, als auch im Unterbau festgestellt, die vermut-lich eine Komplett-Renovierung unumgänglich machen. Und das ist rund zehn Jahre zu früh.

Aber auch der in der Steinstraße gelegene Spielplatz wurde in Augenschein genommen. Denn dort werden für rund 10.000 € eine neue Zaunanlage errichtet, eine neue Sitzgrup-pe und ein neues Spielgerät sowie zwei Sitzgruppen für den Bouleplatz angeschafft.

Beim Mühlengraben in der Schwiegershäuser Straße wurde die schadhafte Stelle am Mühlenbach besichtigt, und der Entschluss gefasst, diese im Winterhalbjahr zu besei-tigen.

Die Umgestaltung des Angers soll am 14. August mit einem Planungsbüro, dem Arbeits-kreis Dorferneuerung und dem Rat der Gemeinde abgesprochen werden.

Dahingegen laufen die Planungen zur Renovierung des Schützenhauses wie geplant, somit wird demnächst ein Ing-Büro mit der Erstellung des Brandschutzgutachtens beauf-tragt werden.

Erfreut nahmen die Anwesenden ebenfalls zur Kenntnis, dass ab dem 1. Oktober die leerstehenden Erdgeschossräume im alten Rathaus wieder vermietet sein werden.  pb

 

Eine der Stellen, an der der Zahn der Zeit große Schäden hinterlassen hat.

 

(Foto: Samtgemeindeverwaltung)


Eine Kapitänin verlässt das Grundschulschiff in Wulften

                                                                                           (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften.  An einem ganz besonderen Vormittag sollte sich der Mehrzweckraum der Grundschule  in eine überdimensionale Kapitänskoje verwandeln, die am ende fast zu einem Rosenmeer mutierte. Die Gründe lagen darin, dass sich alle Schulkinder und Lehr-kräfte sowie Amtskolleginnen der Samtgemeinde Hattorf und Mirjam Stahl, die schulfach-liche Dezernentin der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Regionalabteilung Braun-schweig - Außenstelle Göttingen, und andere befreundete Besatzungsmitglieder ihre „Kapitänin“, Schulleiterin Sigrid Giebel verabschiedeten. Ein ganz besonderer Gast war bei dieser Abschiedsfeier auch zugegen: Dieter Welling, der damalige leitende Schulamts-direktor im ehemaligen Osteroder Schulaufsichtsamt, der Sigrid Giebel vor 43 Jahren die Beamten-Urkunde überreichte.

Er war es auch, der anmerkte, dass Abschied von den Mädchen und Jungen zu verabschieden, denen man sich täglich mit ganzem Herzblut gewidmet hat, ein scharfes Schwert ist, das mit Sicherheit schmerzt. Die von Bord gehende Schulleiterin habe es all die Jahre mit pädagogischer Kunst vollbracht, mittels Kopf, Herz und Hand bei  ihren Schülern Funken der Begeisterung, des Vertrauens, der  Emotionen und der Lust am Lernen zu entzünden. Dazu zählte aber auch die Schulleitertätigkeit, mit der im Haus der Frieden bewahrt, und unter Kollegen Verbündete für die ideenreiche Gestaltung in der Schule gefunden werden.

Zuvor meldete sich aber Dezernentin Stahl zu Wort, die auch die Abschiedsurkunde des Landes Niedersachsen  mitgebracht hatte. Sigrid Giebel dürfte auf ein erfolgreiches und erfülltes Arbeitsleben zurückblicken. Als sie ihren Schuldienst aufgenommen hatte,  hätten erstmals „Frühstück bei  Tiffanie“ und „Asterix“ die Welt erobert. Sie sei nie stehen geblieben, sondern wechselte von Nordhorn zur Hauptschule Hattorf, zu den Orientierungsstufen Wulften und am Röddenberg in Osterode, wo sie auch 17 Jahre Konrektorin war. Als dieser Schultyp 2004 aufgelöst wurde, führte sie der Weg als Rektorin zur Grundschule Wulften. Ihrem Motto „Mit uns kann man rechnen“. sei sie stets treu geblieben. Denn sie habe  sich immer für das Gebäude Schule und die Kinder eingesetzt.

 Arnd Barke trat als stellvertretender Gemeindedirektor an Rednerpult und  dankte  dafür, dass Sigrid Giebel all die Jahre als Lehrerin und Schulleiterin den nicht immer leichten Aufgaben  mit Tatendrang und Engagement gewissenhaft nachgegangen war. Sie habe mittels Erziehung und Bildung dazu beizutragen, dass kleine Menschen später ihren Weg finden werden beziehungsweise längst gefunden haben. Ihr Beruf sei bestimmt kein Job, bei dem man mit dem Abschließen der Tür auch die Gedanken rund um die  Arbeit wegschließen könne. „Dazu ist die Schule ein  zu komplexes Gefüge“.  Die vielfältigen Anforderungen und ein entsprechend reibungsloser Ablauf verlangten viel großen Einsatz und Improvisationstalent. Denn Schüler wollten hier und heute Unterricht. Sie bräuchten ein verständnisvolles Ohr, und Antworten werden  sofort erwartet. „Das haben sie geschafft“.

Sigrid Giebel ließ es sich auch nicht nehmen, zuerst ihre Freude über die vielen Gäste kund zu tun, und dann einige Anekdoten aus ihrem beruflichen Weg zu offenbaren. Sie erinnerte daran, dass vor 43 Jahren Dieter Welling ihre Suche damit beendete, dass er sie als „Feuerwehrlehrkraft“ nach Schwiegershausen entsandt habe. Der Weg habe sie zwar auch mal nach Nordhorn geführt, doch die Liebe zum Harz ließ sie zurückkehren. Wieder begegnete sie dem Dezernaten Welling bei der zweiten Lehrerprüfung, zu welcher er nicht pünktlich erschienen war. Der Grund dafür lag darin, dass ihm  eine waschechte Kuh vors Auto gelaufen ist. „Ich bestand die Prüfung, die Kuh hat überlebt“.

 Nach der Auflösung der OS Osterode habe sie schweren Herzens die Grundschule Wulften betreten. „Nachdem man sich an mich gewöhnt hatte, gab es in all den folgenden Jahren seitens des Schulträgers doch mehr Unterstützung als Bürokratenzickerei“. Große Unterstützung habe  sie aber auch durch den Förderverein erfahren. Wie gut sie sich mit dem Kollegium, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und natürlich mit den Schülerinnen und Schülern verstanden hat, sei  ihr bereits beim 40jährigen Dienstjubiläum mittels eines Liedes offen dargelegt worden.

 Und genau das Kollegium sowie die Mädchen und Jungen der GS hatten dann ihren Auftritt. Zuerst einmal packten die Großen, unterstützt von vielen Gästen, einen Reise-koffer, der nicht „nur“ mit guten Worten, sondern auch mit sehr realen  Präsenten so gefüllt wurde, dass er am Ende nicht mehr zuging.

 Zusammen mit den Kindern wurde dann ein Abschiedslied angestimmt. Die Kleinen wiederum überreichten dann ihrer Schulleiterin und Lehrerin jeweils eine Rose, sodass am Ende ein wahrer Rosengarten zusammen gekommen war. pb

Alle Kinder überreichten ihrer Schulleiterin eine Abschiedsrose.

Sigrid Giebel (li.) zusammen mit           Arnd Barke überreicht Siegrid Giebel

Dieter Welling und Mirjam Stahl.          ein Abschiedsgeschenk

                                                                                                        Fotos: Petra Bordfeld


SoVD Wulften hat eine neue Vorsitzende

                                                      (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Der SoVD-Ortsverband Wulften hat zwei Frauen an der Vorstandsspitze. Denn während der außerordentlichen Mitgliederversammlung stand für alle Teilnehmer fest, dass sie Sabine Wolff als erste Vorsitzende und Ruth Ellen Wendler als deren Stellver-treterin wählen wollten.

Damit war die im Raum stehende Fusion mit einem anderen Ortsverband vom Tisch, worüber sich nicht nur Dieter Scholz freute, der den Vorsitz nach 16 Jahren Ehrenamtszeit nicht weiter innehaben wollte. Auch Hanna Hirschausen, Schatzmeisterin des Kreisver-bandes, hielt mit ihrer Erleichterung nicht hinterm Berg. Sie versicherte, dass sie aber auch freudig überrascht sei, dass so viele SoVDler zur zweiten Sitzung gekommen waren. Das zeigte doch auf, wie groß das Interesse am Fortbestand des Wulftener Ortsverbandes ist.

Es galt aber auch alle anderen Vorstandsmitglieder sowie die Delegierten für die Jahres-hauptversammlung des Kreisverbandes zu wählen.

Zum Thema „Vorstand“ gab es übrigens im Gasthaus Thiele „Zum Albert“ noch einen Tagesordnungspunkt, der einen Antrag an den SoVD-Landesverband beinhaltete. Dieter Scholz verlas dieses Schreiben, das sich mit dem Vorschlag befasste, eine Änderung in der Satzung zu vollziehen, damit nicht der Gesamtvorstand während einer Jahreshaupt-versammlung neu gewählt werden muss, sondern dass es immer nur einige Posten sind. Damit könnte letztendlich umgangen werden, dass ein Verband ohne Vorstand und damit vor einer Auflösung stehen könnte.  Andere Vereine vollziehen derartige Wahlen schon seit längerem und mit Erfolg.

Hanna Hirschausen war begeistert von diesem Antrag und versicherte, dass der Kreis-verband sich dafür stark machen werde. Die Versammlungsteilnehmer bekundeten ihre Zustimmung mit viel Beifall.

Abschließend ließ es sich Sabine Wolff nicht nehmen, ihrem Vorgänger und all den Vorstandsmitgliedern, die sich nicht noch einmal zur Wahl gestellt hatten, für deren viele Jahre währende Arbeit im Interesse des SoVD-Ortsverbandes zu danken. Scholz wiederum bedankte sich bei allen für die 16 Jahre, in denen ihm alle zur Seite gestanden hatten und man gemeinsam viel geschafft habe. pb

Der neue Vorstand des SoVD Wulften zusammen mit dem langjährigen ersten Vorsitzenden, Dieter Scholz (2. v. links).

 

                                 Foto: Petra Bordfeld

 

VORSTANDSWAHLEN:

 

Erste Vorsitzende:                Sabine Wolff

Zweite Vorsitzende:              Ruth Ellen Wendler

Schatzmeisterin:                  Christa Ehrhardt

Schriftführerin:                     Edeltraud Hesse

Frauensprecherin:               Hannelore Scholz

Besitzerinnen/Beisitzer:        Elfriede Müller, Helmut Kutscher, Willi Ehrhardt und

                                            Werner Ehrhardt

Revisorinnen/Revisoren:     Margit Ehrhardt, Ursula Deppe, Christa Mönnich

Stellvertr. Revisoren:           Eva Geile und Dieter Scholz

Delegierte für KV-Tagung:   Sabine Wolff und Margrit Ehrhardt

Ersatzdelegierte:                 Ruth Ellen Wendler


In jedem Fall Einstimmigkeit beim Wulftener Rat

                                                                                    (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Einstimmigkeit herrschte beim Rat der Gemeinde Wulften vor, als es um den Beschluss über den Kindertagesstättenbedarfsplan für das kommende Kindergartenjahr ging. Denn das Kindertagesstättengesetz verpflichtet den Träger der Jugendhilfe – in die-sem Fall den Landkreis Göttingen – die für seinen Bezirk erforderlichen Betreuungsplätze in derartigen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Da diese Aufgabe auf Wulften übertragen wurde, liegt es an der Gemeinde, der vorgegebenen  Bedarfserfüllung nachzukommen, was in Angriff genommen wurde.

Arnd  Barke, Kämmerer und stellvertretender Gemeindedirektor,  ließ in diesem Zusam-menhang nicht unerwähnt, dass der Niedersächsische Landesrechnungshof bereits 2015 im Rahmen einer in 30 Landkreisen vorgenommenen überörtlichen Prüfung festgestellt habe, das in keinem Fall sämtliche Vorgaben zur Anwendung gekommen seien. Dazu habe auch der Landkreis Göttingen gehört. Der habe allerdings mittlerweile in einem Leitfaden ein Konzept zur zukünftigen Ausgestaltung einheitlicher Planungsstandarde erarbeitet. Und genau das soll in diesem Jahr erstmals als Probe zur kreisweiten Anwendung kom-men. Damit soll gesichert werden, dass der Landkreis als Träger der Gesamtver-antwortung und die kreisangehörigen Gemeinden letztendlich als durchführende Pla-nungsinstanzen eine mögliche rechtssichere Planung vorweisen können.

In dem Wulftener Bedarfsplan steht unter anderem geschrieben, dass damit zu rechnen sei, dass– gemessen an den Geburtszahlen -eine Versorgungsquote von 100 Prozent notwendig sein werde. Das zeigten auch die vorliegenden Anmeldezahlen für das bevor-stehende Kindergartenjahr auf, das am 1. August 2018 beginnt. Übrigens sei die Kinderta-gesstätte mit rund 20 Prozent von Mädchen und Jungen aus den Umlandgemeinden belegt.

Es werde aber keine Beitragserhöhung geben, die ist letztendlich am 1. August 2017 er-folgt. Außerdem dürfe nicht übersehen werden, dass voraussichtlich eine Beitragsfrei-stellung für die Kindergartenkinder durch die fest geplante Gesetzesänderung des Nieder-sächsischen Kindertagesstättengesetztes erfolgen wird.

Einstimmigkeit lag auch bei den weiteren Tagesordnungspunkten vor, wie beim Beschluss der Jahresrechnung 2011 und der Entlastung von Gemeindedirektor Rolf Hellwig  vor. Bar-ke erläuterte, dass die Verwaltung mit der Jahresrechnung dem Rat Rechenschaft über die Ausführung Derrs Haushaltplanes abgebe. Das Rechnungsprüfungsamt Göttingen hat alles geprüft und am Ende auch keine Verstöße festgestellt und die Entlastung empfohlen.

Auf die außerplanmäßige Auszahlung für die Ausgleichsmaßnahme „Kalte Büh“ einge-hende, betonte der Kämmerer, dass die Gemeinde Wulften Eigentümerin eines Grund-stückes ist, welches im Geltungsbereich des Gewerbegebietes liegt. Genau dieses Stück habe sie "zweckentfremdet“, indem dort für rund 2.700 Euro Bäume gesetzt wurden. Damit sei neues Vermögen geschaffen worden, welches im Haushaltplan nicht vorgesehen ist.  Deswegen wurde einer außerplanmäßigen Auszahlung in selber Höhe zugstimmt, denn die haushaltsrechtliche Abdeckung ist gewährleistet.

Bürgermeister Henning Kruse gab dann im Gasthaus Thiele „Zum Albert“ zu bedenken, dass man in der Dorferneuerung Kosten für  Umgestaltung des Angerplatzes veranschla-gen sollte.

Barke wiederum legte offen, dass man mit dem Projekt „Renaturierung  des Hackenbachs“ an dem Niedersächsischen Wettbewerb „Bach und Fluss“ teilgenommen habe. Die von einer Jury ausgewerteten Beiträge sollen dann im  August/September bereist werden. Danach werde sich rausstellen, ob man gewonnen hat. Wenn dem so sein wird, gibt es eine Broschüre, wo alle Beiträge näher erläutert werden und wohl auch einen kleinen Pokal.

Abschließend ging Barke noch auf das Thema Grundsteuer ein, die bereits am 10. April dieses Jahres vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig erklärt wurde. Letzt-endlich besteht dieses Gesetz  seit 1964,  das sind viele Jahrzehnte, wo nichts passiert ist. Das Gericht hat den Bundesgesetzgeber aufgefordert, bis zum 31. Dezember 2019 ein Neues zu beschließen und zu verkündigen. Bis dahin gilt die Grundsteuer noch. Sollte bis Ende des nächsten Jahres noch keine Entscheidung gefallen sein, dann werde die Frist bis höchstens zum  21. Dezember 2024 verlängert. „Wenn wir keine Grundsteuer mehr erheben dürfen, dann würde unser Haushalt platzen“, so Barke.  Aus Sicht des Bürgers sei es zwar schön, keine Steuer zu zahlen. Aber das  Gemeindewesen braucht eben diese Steuer, sonst könnten die schönen öffentlichen Einrichtungen nicht aufrecht erhalten bleiben. „Und wir haben einige, die das Leben schöner machen“. pb

 


Forstgenossenschaft Wulften hat große Waldschäden

                                                                                      (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften.  Das Jahr 2018 begann mit einem Paukenschlag, nämlich dem Sturm "Friederike”, mit dieser Feststellung begann der erste Vorsitzende der Forstgenossenschaft Wulften, Frank Rosenow, während der Jahreshauptversammlung seine Vorschau auf das laufende Jahr. Inzwischen dürfte jeder mitbekommen haben, dass das Schadmaß in dieser Region besonders hoch ist. Daher sei alles schwierig. Es beginne mit dem Unternehmereinsatz und gehe weiter über die Witterung, die Holzver-marktung und den Forstschutz bis hin zur Holzabfuhr. “Es klemmt überall, und wir werden daher noch Wochen mit der Aufarbeitung beschäftigt sein, dann erfolgt die Planung zur Wiederaufforstung der Schadflächen”.

Doch vor dem Blick auf das, was ansteht, schaute Rosenow erst einmal auf das Jahr 2017 zurück, in dem circa 2 400 Festmeter (Fm) Holz vermarktet wurden. Damit sei der Einschlag nicht ganz erfüllt worden. Zu der genannten Menge gehörten aber auch 480 Fm Brennholz und 270 Raummeter (Rm) Selbstwerberholz. Weil  der Sturm im Frühherbst des zurückliegenden Jahres große Bereiche der Fichtenbestände am Nordhang stark beschädigte, habe das Augenmerk auf die Aufarbeitung von Windwurf und Käferholz eben in dieser Baumart im Vordergrund gestanden. Überhaupt sei die Holz-bereitstellung, wie auch in den  letzten  Jahren,  problematisch gewesen. “Die Landwirte hatten bei der Ernte Probleme, wir im Wald, denn die lang anhaltende nasse Witterung schränkte die Arbeits-möglichkeiten stark ein”.

Weiter wusste der Vorsitzende zu berichten, dass die Forsteinrichtung (Betriebsregelung) der Landes-forsten bereits im ersten Quartal 2018 fertiggestellt und ausgehändigt wurde. “Damit steht fest, dass unser Wald gepflegt und gut erschlossen ist. Wir sollten also weitermachen, wie bisher”.

Es wurden aber auch  2 000 Fichten und 500 Douglasie gepflanzt.  Außerdem wurden beim Wegebau insgesamt 720 Meter erneuert. Somit sei das Arbeitsteam im vergangenen Jahr in den Bereichen Kulturpflege, Forstschutz, Zaunbau und Arboretum rund 650 Stunden im Einsatz gewesen.

Anschließend ließ Revierleiter Henning Merten wissen, was es  mit der neuen Forsteinrichtung auf sich hat. „Wir haben einen überdurchschnittlichen Vorrat von rund  65 Prozent Buche, gerade Buchenaltholz. Die Esche wird dahingegen über die nächsten Jahre ausfallen“.

Auch der Edellaubholzverbiss sei ziemlich hoch. Für diese Schäden sorge das Rehwild. „Friederike“ habe letztendlich ebenfalls dafür gesorgt, dass viele neue Flächen bepflanzt werden müssen. „Allein im gesamten Forstamt Reinhausen sind 350.000 Fm Holz gefallen, davon ein sehr hoher Anteil an Fichte“.      pb


SoVD Wulften hat keinen Vorstand