Die "Neue" alte Haustür am Haus "Hermanns Scheune"       (Bericht: Verein)

Wulften. Eine weitere "Baustelle" konnte inzwischen beseitigt werden. Die Haustür und deren Überdachung waren in einem sehr schlechten Zustand. Das Fachwerk um die Haus-tür wurde schon vor einiger Zeit freigelegt und restauriert. Die Überdachung der Haustür von Tischlermeister Detlef Wenzel neu gebaut. Die alte Haustür musste ebenfalls durch ihn aufwendig restauriert werden. Bei der Farbgestaltung der Tür stand Malermeister Klaus Haarmann beratend zur Seite. Die Anstrichmaßnahme übernahm Gerhard Lüer. Für die nicht unerheblichen Kosten fanden sich einige Förderer. Der 1. Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Willi Waßmann, konnte nun den Spendern das gelungene Werk vorstellen und sich nochmals recht herzlich für die Unterstützung bedanken.

Unser Bild zeigt die Spender und Vorstandsmitglieder von links nach rechts: Elfriede Jork, Tischlermeister Detlef Wenzel, 1. Vorsitzender Willi Waßmann, Frank Kruppa als Vertreter der Kreissparkasse, Rechnungsführer Gerhard Lüer und die 2. Vorsitzende Elvira Schaper vor der neuen Eingangstür.

Text und Foto: Jork
Text und Foto: Jork

Gedenken zum Volkstrauertag                            (Bericht: Verein - Gabi Preuß)

Wulften. Auch in diesem Jahr legte nach dem Gedenkgottesdienst zum Volkstrauertag die Kyffhäuser Kameradschaft Wulften gemeinsam mit dem Ortsrat zum Gedenken an die Opfer der Weltkriege Kränze nieder. Wegen der Pandemie und der steigenden Inzidenzzahlen erfolgte dieses im kleinen Kreis ohne die Vereine und Verbände. So waren nur die Abordnungen und Kirchgänger nach dem Gottesdienst am Ehrenmal versammelt.

Der 1. Vorsitzende der Kyffhäuser Kameradschaft Wulften begrüßte die Bürgermei-sterin, sowie alle anwesenden Gottesdienstteilnehmer. Er gedachte den Opfern aus der Flutkatastrophe, aus Rassismus und Gewalttaten, sowie den Menschen die durch die Pandemie ihr Leben verloren.

Die Bekämpfung von Rassismus und Terrorgruppen, die Verhinderung von Umwelt-katastrophen sowie das Besiegen der Pandemie sind große Aufgaben der heutigen Gesellschaft.

Dafür ist es aber erforderlich, dass wir die Köpfe frei bekommen, auch andere Meinungen und Sitten respektieren, um so gemeinsam Lösungen für ein friedliches Miteinander zu finden.

 

Er zitierte Ernst Ferstl: Solange uns die Menschlichkeit miteinander verbindet, ist es völlig egal, was uns trennt. 

Foto: Verein
Foto: Verein

Neuer Rat Wulften entpuppte sich zum Geschichtsschreiber

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. "Wenn Joe Biden mit fast 80 Jahren ganz Amerika regieren kann, warum sollte ich das dann nicht auch in Wulften schaffen?", diese von fast nicht enden wollenden Beifall der überaus zahlreichen Zuhörer/innen belohnte Aussage äußerte Elvira Schaper, die wäh-rend der konstituierenden Sitzung des Rates einstimmig zur ersten Bürgermeisterin dieser Gemeinde gewählt wurde. "Ich werde mich jedenfalls für mein Geburts- und Heimatdorf mit Herzblut einsetzen".

Damit war ein neues Kapitel in das Buch der Geschichte von Wulften geschrieben worden. Doch es sollte noch eines folgen. Denn zum ersten Mal sind drei Fraktionen im Rat vertre-ten, und die SPD hat ihre Mehrheit verloren. Dahingegen sind die CDU, welcher auch Elvira Schaper angehört, und die Wählergruppe "Wählergruppe Zukunft Wulften" (WZW) eine Koalition eingegangen.

Bei der SPD-Fraktion vollzog sich auch eine Änderung. Henning Kruse, der 30 Jahre im Wulftener Rat vertreten war und davon 20 Jahre lang das Amt des Bürgermeisters innege-habt hat, legte sein Mandat nieder. Nachgerückt ist Kevin Kaliner.

Zum ersten stellvertretenden Bürgermeister wurde (mit Enthaltung der SPD) Willi Ehrhardt gewählt. Da die SPD-Fraktion darauf verzichtet hatte, den zweiten stellvertretenden Bürger-meister aus ihren Reihen zu benennen, blieb es bei einem Stellvertreter.

Elvira Schaper bedankte sich herzlich für die Wahl. Dieses Ergebnis ehre sie sehr. "Ich habe mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, mal Bürgermeisterin meiner Gemeinde zu werden. Das hat auch noch nie auf der Agenda gestanden". Sie wünschte sich von allen ehrenamtlich-politischen Kollegen/innen, dass beim Umgang miteinander der richtige Weg für Wulften diskutiert werde. Auch sollte niemand vergessen, die Meinungen der anderen zu respektieren. "Wir kämpfen für ein zukunftsträchtiges Wulften. Nur gemeinsam sind wir stark, einer allein kann nichts bewirken".

Henning Eulert, Fraktionssprecher der CDU, betonte, dass er sich ganz sicher sei, dass die erste Bürgermeisterin in kürzester Zeit alle Menschen in Wulften werde überzeugen können.  Mit dieser Ratssitzung seien überhaupt völlig neue kommunalpolitische Zeiten eingetreten. Denn erstmals hätten die Wulftener Bürger/innen einen Rat gewählt, in dem es keine absolute Mehrheit mehr gibt.

Man habe mit der WZW koaliert, weil man keinesfalls die Gräben in der Gemeinde vertiefen wollte. Aber dieser Schritt bedeute nicht, dass man der SPD den Rücken zukehre, "Wir sehen in ihr konstruktive Mitwirkende in der Ratsarbeit".

Willi Ehrhardt ließ es sich nicht nehmen, den Wählern zu danken, deren Stimmen die WZW in den Gemeinde- und den Samtgemeinde-Rat gebracht haben. Er wünschte sich und den beiden anderen Fraktionen gute Zusammenarbeit im Interesse von Wulften.

Kevin Kaliner (SPD) gratulierte im Namen seiner Fraktion Elvira Schaper zu dem neuen Amt. Sie dürfe sich dem vollen Vertrauen seiner Faktion sicher sein. Was den Rat an sich betrifft, könne er von Umbruch sprechen. Denn es seien wenige Personen dabei, die mehr als eine Periode gemacht hätten.

Es standen aber noch weitere Wahlen an, die übrigens ebenfalls einstimmig verliefen. Zum einen wurde Gemeindedirektor Henning Kunstin zum Gemeindedirektor, zum anderen Arnd Barke in das Amt des Stellvertreters bestimmt.

Dazwischen lagen aber die Besetzungen des Ausschusses für Entwicklung, Bauen und Finanzen, des Kindergarten-Beirats und der Rogge-Stiftung, die mit einer Ausnahme beschlossen worden. Denn bei der Stiftung galt der Losentscheid.

Bürgermeisterin Elvira Schaper kam abschließend auf das tägliche Leben zu sprechen, welches durchaus in dieser Zeit von Weihnachtsmärkten und Senioren-Weihnachtsfeiern geprägt sein könnte. Corona habe allerdings dazu geführt, dass beides in Wulften ausfallen wird.

Der Weihnachtsmarkt, welcher nicht mehr auf dem Reiterhof Keller / Gänzler, sondern wegen der Pandemievorschriften auf dem Anger ausgerichtet werden sollte, findet leider gar nicht statt. Die Vorbereitungen und das Durchführen unter den Corona-Auflagen seien zu unüberwindbaren Hindernissen geworden. Gleiches gelte für die Weihnachtsfeier für die ältere Generation, da das Schützenhaus dafür nicht zur Verfügung steht und ein anderer größenmäßig benötigter Saal nicht in Wulften gelegen ist. Sie brachte ihre inständige Hoffnung zum Ausdruck, dass 2022 beide Feierlichkeiten wieder ohne Wenn und Aber ausgerichtet werden dürften.

Weiter war zu vernehmen, dass im oberen Geschoß des alten Rathauses noch Tische und "gut durchgesessene" Sitzmöbel von Interessenten abgeholt werden könnten. Wenn sich niemand findet, dürften sie auf dem Sperrmüll landen. Wer sie haben möchte, melde sich bitte bei Elvira Schaper. Denn der Raum müsse schnellstmöglich leergeräumt werden, damit Dr. Mehde, der neue Eigentümer des alten Rathauses, mit den Umbauarbeiten star-ten können. pb

Die Besetzung der einzelnen Ausschüsse:

 

AUSSCHUSS FÜR ENTWICKLUNG, BAUEN UND FINANZEN

CDU: Henning Eulert, Malte Lohrengel, Vertreter: Elvira Schaper

WZW: Klaus Deppe, Willi Ehrhardt, Vertreter: Frauke Kaliner und Benjamin Waßmann

SPD: Peter Beußhausen, Kevin Kaliner, Vertreter: Philip Kersten, Gitta Herb.

KINDERGARTENBEIRAT

CDU: Elvira Schaper Vertreter: Hennig Eulert

WZW: Benjamin Waßmann, Vertreter: Frauke Kaliner

SPD: Gitta Herb, Vertreter: Philip Kersten

KINDERGARTENAUSSCHUSS

Elvira Schaper, Benjamin Waßmann, Gitta Herb. Vertreter: Frauke Kaliner, Philip Kersten

ROGGE-STIFTUNG

WZW: Willi Ehrhardt

SPD: Kevin Kaliner

 

 

 

Klaus Deppe und Henning Eulert (re.) überreichten Elvira Schaper einen Blumenstrauß in den Lieblingsfarben der Bürger-meisterin.

Der neue Wulftener Rat mit Elvira Schaper, der ersten Bürgermeisterin in der Geschichte dieser Gemeinde, mit Gemeindedirektor Henning Kunstin (re.) und dessen Stellvertreter Arnd Barke.                                                                                          Fotos: Petra Bordfeld


Der Erhalt der Schlepperfreunde Wulften ist gesichert

(Bericht: Verein - Frank Berlin)

Wulften. Nach der letzten JHV die im Juli stattfand, konnten einige Ämter nicht besetzt werden. Die Wahlen des Kassen- und Pressewartes sowie ein Posten des Ältestenrats blieben leider ohne Ergebnis. Daraus ergab sich, dass der jetzige Vorstand nicht mehr handlungsfähig war.

Aus diesem Grund wurde eine Außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, um die fehlenden Ämter neu zu Wählen.

Das Interesse war sehr groß, über 30 Mitglieder nahmen an der Versammlung teil und zur großen Überraschung aller, wurden die zu wählenden Ämter schnell besetzt.

Als Kassenwartin wurde Stefanie Beck gewählt, als Pressewart Frank Berlin. Die Positi-on des Ältestenrates hat Wolfgang Mönnich und Daniel Heine eingenommen. Somit war der Vorstand komplett und die Schlepperfreunde nehmen weiterhin am Wulftener Vereinsleben und Dorfgeschehen teil.

 

Im Anschluss gab es ein leckeres Essen und es wurden schon die nächsten Veranstal-tungen diskutiert.

Der neue Vorstand:

      1. Vorsitzender Thomas Zaunitzer (Mißling)

        2. Vorsitzender Werner Müller

        Kassenwartin Stefanie Beck

        Schriftführer Reinhart Brüggemann

        Pressewart Frank Berlin

        Ältestenrat Daniel Heine, Wolfgang Mönnich und Andreas Mißling

        Zeugwart Timo Deppe

 

        Internet- und Facebook-Administrator Arne Fischer

Daniel Heine (Ältestenrat) und Arne Fischer nicht im Bild. Foto: Verein
Daniel Heine (Ältestenrat) und Arne Fischer nicht im Bild. Foto: Verein

Verabschiedungen und Ehrungen beim Wulftener Rat 

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Der vor fünf Jahren gewählte Gemeinderat von Wulften traf sich zu seiner letzten Sitzung in dieser Zusammenstellung. Im absoluten Mittelpunkt stand die Verabschiedung von fünf und die Ehrung von drei ehrenamtlichen Politikern. Mit einer Ausnahme brachte Bürgermeister Henning Kruse die jeweilige Laudatio zu Gehör sowie die Urkunden und Präsente an den Mann. Die Ausnahme bestritt Elvira Schaper. Sie ehrte schließlich Henning Kruse dafür, dass er bereits seit 30 Jahren im Wulftener Rat vertreten ist. Bereits zwei Drittel dieser Zeit ist er Bürgermeister.

 

Andreas Nolte war vom 1.November 2011 bis zum 31. Oktober 2016 Mitglied des Wulftener Rates und des Bauausschusses. Nach einer längeren Pause war er ab dem 29. Oktober 2019 bis zum Ende dieser Wahlperiode wieder im Rat vertreten.  

Ohne Pause gehörte Jürgen Geile dem Gemeinderat seit dem 25. Februar 2013 an. Seit dieser Zeit war er auch Mitglied im Bauausschuss, wo er seine Erfahrungen und fachlichen Kenntnisse einbringen konnte. In der jetzt beendeten Wahlperiode war er Mitglied im Ausschuss für Entwicklung und Finanzen.

Kevin Kaliner war seit dem 1. November 2006 im Rat der Gemeinde Wulften vertreten.  In diesen 15 Jahren hat er auch im Bauausschuss sowie im Ausschuss für Entwicklung und Finanzen aktiv mitgearbeitet, seit dem letzten Jahr hatte er außerdem den Vorsitz im letzt-genannten Ausschuss inne. Kaliner sei besonders durch seine Sachlichkeit angenehm aufgefallen, und er habe mit seinen fundierten Wortbeiträgen die Rats- und Ausschussarbeit bereichert.

Henning Kruse dankte den dreien für deren geleistete Arbeit zum Wohl der Gemeinde und überreichte ihnen jeweils eine entsprechende Urkunde und ein kleines Dankeschön.

 

Walter Römermann war ein wichtiges, streitbares „Inventar“ für den Gemeinderat Wulften, denn er gehörte ihm 20 Jahre an. Henning Kruse erinnerte daran, dass der jetzt zu verabschiedende Ehrenamtskollege ebenso lange Mitglied im Bauausschuss sowie stellver-tretendes und auch ordentliches Mitglied im Ausschuss für Entwicklung und Finanzen gewesen ist. Von 2006 bis 2011 war Römermann auch stellvertretender Bürgermeister und Mitglied im Verwaltungsausschuss. Seit dem letzten Jahr hatte der das Amt des Frakti-onsvorsitzenden der SPD inne. Zu vielen Themen hätte er zwar seine eigenen Auffas-sungen gehabt, seine Ratsarbeit habe er aber immer im Dienst der Gemeinde gestellt. „Seine kritischen Ausführungen, insbesondere zum Thema Finanzen, bereicherten unsere Ratsarbeit“. Römermann durfte sich aber nicht „nur“ über die Urkunde, das Präsent und ein inhaltsreiches Flachgeschenk freuen, sondern auch über eine kleine, mit einem besonderen Schluck gefüllt Flasche, welche ihm Fraktionskollege Peter Beußhausen überreichte.

Rolf Hellwig war mit kurzer Unterbrechung seit dem 1. November 2006 bis 2021 Gemein-dedirektor von Wulften. „In dieser Zeit hat er durch seine sachliche und ruhige Art die Verwaltung unserer Gemeinde geleitet“, so Kruse. Durch seine fachliche Kompetenz habe er es immer wieder verstanden, die Gemeinde zu fördern. „Wir waren nicht immer einer Meinung, aber das gehört dazu und schließlich haben wir gemeinsam für Wulften sehr viel erreicht, wie etwa den Hochwasserschutz und den Straßenausbau“. Dafür durfte auch er die entsprechende Urkunde und das Präsent entgegennehmen.

Der ausscheidende Samtgemeindebürgermeister versicherte anschließend, dass es für ihn nimmer eine Ehre gewesen wäre, das Amt zu bekleiden. Es hätte ihm zwar nicht immer nur Freude bereitet, aber er schloss sich den Worten seines Vorredners dahingehend an, dass man gemeinsam viel erreicht hätte. „Wenn demokratische Beschlüsse nicht immer wieder zur Diskussion gestellt wurden, hätten wir wohl mehr geschafft“.

Bei den Ehrungen sparte Henning Kruse auch nicht mit den Worten des Dankes und der Anerkennung sowie mit dem Übereichen der Urkunden und von Flachgeschenken.

Ratsherr Henning Eulert ist bereits seit dem 1.November 2001 Mitglied im Rat der Gemein-de Wulften. In dieser Zeit war er Mitglied und stellvertretendes Mitglied im Verwaltungs-ausschuss. Ebenso ist Henning Eulert seit 20 Jahren Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ge-meinderat. Von 2001 bis 2006 war er Mitglied im Bauausschuss sowie ab 2011 stellvertre-tendes Mitglied im Ausschuss für Entwicklung und Finanzen. „Ratsherr Eulert zeichnet sei-ne sachliche Argumentation sowie sein fundiertes Rechtswissen aus, das natürlich auch beruflich bedingt ist“.

Auch Elvira Schaper ließ es sich nicht nehmen, ihrem politischen Kollegen im Namen der Fraktion zu danken und ebenfalls eine Flasche edlen Schluck zu überreichen.

Willi Ehrhardt ist seit dem 1. November 2006 Mitglied im Gemeinderat Wulften. In dieser Zeit war er Mitglied im Bauausschuss sowie im Ausschuss für Entwicklung und Finanzen, wo er auch bis zum 2. November 2020 Vorsitzender war. Ebenso war er bis 2020 Fraktionsvorsitzender der SPD sowie Vorsitzender des Kindergarten-Ausschusses und der Rogge-Stiftung.

Elvira Schaper freute sich sehr, Henning Kruse für dessen 30-jährige Mitgliedschaft im Wulftener Rat ehren zu dürfen. Er sei anfangs stellvertretender Bürgermeister gewesen und dann 2001 in das Amt des Bürgermeisters gewählt worden. Als Zeichen der Anerkennung und Würdigung der besonderen Verdienste für die Gemeinde Wulften überreichte sie die Ehrenurkunde. 

Walter Römermann dankte Kruse für dessen 30-jährgie Mitgliedschaft im Rat. Wenn man mal hinter die Kulissen geschaut hätte, wäre nicht zu übersehen gewesen, dass Kruse so manche schlaflose Nacht verbracht und überlegt hätte, wie bestimmte Sachen umsetzbar gewesen wären. „Du hast für uns und damit für Wulften 20 Jahre große Lasten, in guten wie in schlechten Zeiten, getragen“. So hätte er Dinge ermöglicht, die andere nicht hinbekom-men hätten. „Es war herausragende Arbeit, die er in den vergangenen Jahren geleistet hast“.

Übrigens ließ Henning Kruse nicht unerwähnt, dass Peter Beußhausen auch schon zehn Jahre dem Rat angehört sowie Klaus Deppe und Elvira Schaper jeweils fünf Jahre.

 

Aber auch der Alltag blieb während der Sitzung nicht unerwähnt. So ließ Henning Kruse durchblicken, dass der Weihnachtsbaum auf dem Anger von Schädlingen befallen ist und von der Firma, die ihn gepflanzt hat, ausgetauscht wird. Auch die Pflanzeninsel bei der Pizzeria sei nachbepflanzt worden. Dort sei allerdings der Hundekot der größte Schädling.

Mittlerweile dürfte es keinem entgangen sein, dass alle drei Spielplätze mit neuen Spielgeräten ausgestattet worden.

Ein Bürger wollte dann wissen, warum das Denkmal für die gefallenen Soldaten von der Gemeinde gepflegt werden müsse, obwohl es auf dem Gelände der Kirche steht. Henning Kruse versicherte dazu, dass während der nächsten Ratssitzung dieses Thema auf der Tagesordnung stehen wird.

 

Rolf Hellwig erläuterte außerdem, dass die Jahresrechnung 2017 abgeschlossen sei, wofür ihm auch Entlastung erteilt wurde. Er wusste aber auch zu berichten, dass die erste Nach-tragshaushaltssatzung 2021 die erforderliche Genehmigung seitens des Kreises Göttingen erhalten hat. pb

Die geehrten und die verabschiedeten Mitglieder des Rates Wulften zusammen mit dem aus dem Amt geschiedenen Rolf Hellwig.                                               Foto: Petra Bordfeld


Kyffhäuser-Kameradschaft hielt Jahreshauptversammlung 2020 ab

(Bericht: Verein - Gabi Preuß)

Wulften. Am 1.10.2021 wurde die Jahreshauptversammlung 2020 der Kyffhäuser Kameradschaft Wulften nachgeholt. Der 1. Vorsitzende Uwe Klingemann begrüßte die Anwesenden und eröffnet die Versammlung. Da in dem zurückliegenden Jahr aufgrund der Pandemie leider kaum Aktivitäten stattgefunden hatten, war es ein kurzer Bericht des 1. Vorsitzenden. Er berichtete, dass das Jahr noch ganz normal gestartet war und sich dann aber ganz anders entwickelte. Der Schießbetrieb musste komplett eingestellt werden. Ab Juni durfte dann nur unter Auflagen Bogen geschossen werden, was aber auch nur bis zum Fackelschießen anhielt. Danach wurde wieder alles dicht gemacht. Seit Juni 2021 wird auf dem Bogenplatz und ab November wieder in der Turnhalle Bogen geschossen. Das Luftgewehrschießen wurde seit September 2021 wieder aufgenommen. Trotz der erschwerten Umstände hat sich die Mitgliederzahl nicht verändert, was den Vorstand natürlich sehr freut. Im weiteren Verlauf der Versammlung durfte die Ehrung unseres treuen Mitgliedes natürlich nicht fehlen, unser Ehrenmitglied Alfred Naß wurde für seine 50-jährige Treue zum Verein geehrt. Der 1. Vorsitzende Uwe Klingemann überreichte ihm unter starkem Beifall ein kleines Präsent. Zu guter Letzt waren noch einige Neuwahlen dran. Leider stellten sich nicht alle Vorstandsmitglieder wieder zur Verfügung. Der Vorstand muss nun leider auf ein sehr langjähriges Vorstandsmitglied verzichten, die 1. Frauenschießwarten Mariette Mulawa kann das Amt leider nicht mehr ausüben. Sie war 39 Jahre lang im Vorstand aktiv tätig und hat die Frauengruppe 1982 mitgegründet. Sie hat Fahrten, Aufritte bei Veranstaltungen und die Weihnachtsfeiern organisiert. Auch ihr überreichte der 1. Vorsitzende ein kleines Präsent und einen Blumenstrauß. Zum Abschluss der Versammlung wurde traditionell noch Grünkohl und Bregenwurst verzehrt und bei einigen Getränken der Abend ausklingen lassen.

Die Gewählten:

2. Vorsitzende - Gabi Preuß

Schriftführerin - Hannelore Köhler

1. Frauenschießwartin – Hetty Moes   

2. Frauenschießwartin – Jessica Mönnich

1. Männerschießwart – Niklas Hunger

2. Männerschießwart – Jens Löbermann

1. Bogenschießwart – Nico Klingemann

2. Bogenschießwart – Detlev Mönnich

1. Jugendschießwart – Jessica Mönnich

Fähnrich – Detlef Mönnich

Pressewartin – Gabi Preuß

 

Kassenprüferin – Bianca Mönnich

Verabschiedung aus dem          Ehrung von Alfred Naß für 50-jährigen Mitgliedschaft

Vorstand von Mariette

Mulawa                                                                                  Fotos: Verein - Gabi Preuß  


Neue Sitzgruppe für das Schulbiotop gespendet     (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Der Heimat- und Geschichtsverein Wulften freut sich über eine überdachte Sitzgelegenheit, welche von Sarah Doucet und Michael Stahn gespendet wurde. Die Sitzgruppe lädt nun am Schulbiotop zum Verweilen ein. Die Spender haben darüber hinaus versprochen, die Rasenpflege des Standplatzes zu übernehmen. Mit dieser Aktion unterstützen sie den Heimat- und Geschichtsverein. Das Biotop wird häufig von den Kindergartenkindern besucht, aber auch zahlreiche Radfahrer nutzen diesen Ort gerne, um auf ihren Touren Pause einzulegen.

Elvira Schaper (v. links), Gerhard Lüer, Sarah Doucet, Edit Könneker, Michael Stahn und Willi Waßmann überzeugten sich vor Ort, wie gut sich die überdachte Sitzgelegenheit in das Biotop einfügt.                                                                                      Foto: Petra Bordfeld


Die Kyffhäuser-Kameradschaft war Bosseln    (Bericht: Verein - Gabi Preuß)

Wulften. Am Sonntag dem 3. Oktober 2021 hat sich die Kyffhäuser Kameradschaft Wulften zum 1. Bossel Turnier getroffen. Gestartet wurde auf dem Bogenplatz, die Runde ging hoch zum Arboretum, am Wasserturm vorbei durch die Feldmark zurück zum Ausgangspunkt. Es starteten 6 Mannschaften mit 4-5 Teilnehmern. Die Gruppen waren gut gemischt von 10 bis 75 Jahren war alles vertreten. Der Spaß kam nicht zu kurz, alle waren guter Laune und hatten Kampfeslust.

Bei der Rückkehr wurden alle von einigen Vereinsmitgliedern empfangen, die sich um das leibliche Wohl kümmerten. Bei der Siegerehrung blieb kein Auge trocken, für den 1. Platz gab es eine Woche Schönheitsfarm (Stück Seife), der 2. Platz bekam eine Bad Ausstattung (Toilettenpapier) und für den Dritten ein nicht zu verachtendes I-Pad (Ei + Wattepad). Bei kühlen Getränken, Bratwurst und Steak klang der tolle Tag aus.

Vielen Dank an die Ausrichter, es war wieder einmal sehr gut organisiert. 

Gruppenbild der Teilnehmer   Foto: Verein
Gruppenbild der Teilnehmer Foto: Verein

Fackelschiessen der Kyffhäuser-Kameradschaft  

(Bericht: Verein - Gabi Preuß)

Wulften. Die Kyffhäuser Kameradschaft Wulften veranstaltete am Freitag, dem 24.9., ihr traditionelles Schießen beim Schein der Fackeln auf dem Bogenpatz. Mit über 20 Teilnehmern war die Veranstaltung gut besucht.

Nach dem Warmschießen startete der Wettkampf bei Einbruch der Dunkelheit, selbstverständlich unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Nach der langen Zwangs-pause waren jetzt alle hoch motiviert. Dieser Wettkampf wurde nicht nach Alters-, Geschlechts- oder Bogenklassen unterteilt. Unser 1. Vorsitzende Uwe Klingemann hat es sich nicht nehmen lassen auch in diesem Jahr den Sieg wieder für sich einzustrei-chen, dicht gefolgt von seinem Sohn Nico. Auf den dritten Platz schoss sich Uwe Kutzner, ihm folgte die erste Dame des Feldes, Inge Schulz. Auf den 4. Platz schoss sich unser ältester Teilnehmer Alfred Naß. Bei der anschließenden Stärkung mit Bratwurst-suppe, Brot und Glühwein wurden schon Pläne für die nächste Veranstaltung gemacht.

Nach dem Warmschießen, warten auf die Dunkelheit

Fotos: Verein-Gabi Preuß

Der Startschuss ist gefallen und der Wettkampf beginnt

 


Frauengruppe des SoVD Wulften trifft sich wieder    (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Der Vorstand der SoVD-Ortsgruppe Wulften hatte beschlossen, dass sich die Frauengruppe wieder treffen wird. Dass diese Idee auf sehr großes Interesse stoßen sollte, davon konnte sich die zweite Vorsitzende, Ruth-Ellen Wendler, überzeugen, als sie die Teilnehmerinnen in der „Alten Schule“ begrüßte. Sie alle freuten sich, dass trotz Pandemie diese Zusammenkunft unter den Hygienevorschriften möglich war.

Bevor aber die Kaffeetafel eröffnet wurde, sprach Ruth-Ellen Wendler Hannelore Scholz, die viele Jahre die Frauengruppe geleitet hat, ein großes Dankeschön für die geleistete Arbeit aus und überreichte ihr einen Blumengruß. Sie begrüßte aber auch die beiden neuen Frauensprecherinnen Elfriede Müller und Sabine Wolff.

Dann wurde bei Kaffee und Kuchen geklönt, gelacht und viel erzählt, denn die Frauen hatten sich schon lange nicht mehr gesehen. Es wurde aber auch überlegt, wie die Nach-mittage in Zukunft gestaltet werden können und welche Spiele bei dem Treffen gespielt werden  möchten. Der Renner war „Rommé“, aber auch "Rummecup“, "Kniffel“, "Mensch ärgere dich nicht“ und "Bingo“ dürfen gespielt werden.

Frauensprecherin Elfriede Müller verriet auch, dass das nächste Treffen am Mittwoch, 15. September, um 15 Uhr stattfinden wird. Sie erinnerte daran, dass sich jede Teilnehmerin bitte rechtzeitig anmelden möchte (05556-914 505), damit in Ruhe geplant werden kann.

 

In jedem Fall war das Treffen, welches erstmals in der "Alten Schule" ausgerichtet wurde und dort weiterhin stattfinden wird, ein großer Erfolg. pb

Die Frauensprecherinnen Elfriede Müller (li.) und Sabine Wolff (re.) zusammen mit Hanne-lore Scholz und Ruth-Ellen Wendler (2. v. re.).                                        Foto: Petra Bordfeld


Sanierungskosten des Schützenhauses Wulften wurden diskutiert

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Damit die angestrebte Sanierung des Schützenhauses nicht finanziell ausge-bremst wird, sondern Ausschreibungen rechtzeitig gestartet werden können, nahm der Rat der Gemeinde Wulften die erste Nachtragshaushaltssatzung an. Damit wächst die erste Kostenplanung von rund 1,5 Mio. € auf rund 2 Mio. €. Somit dürfte mit der Kredit-Aufnahme in Höhe von 500.000 € der umfassenden Modernisierung und energetischen Sanierung des Gebäudes zur Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten für die Dorfgemeinschaft nichts mehr im Wege stehen. Allerdings, darin waren sich die Ratsmitglieder einig, müsse jetzt der finanzielle Gürtel für die kommenden Jahre enger geschnallt werden. Denn letztendlich seien zwei Millionen Euro eine Summe, welche die Gemeinde nicht jedes Jahr stemmen könne.

Letztendlich stand und steht für alle fest, dass das Schützenhaus erhalten bleiben muss, weil Wulften keine Alternative zu bieten hat und die Frage im Raum stünde, wo Feierlich-keiten ausgerichtet werden können.  Eine der größten Aktionen steht mit dem Heimat- und Schützenfest im Jahr 2023 schon fast vor der Tür, und das soll aufgrund des nicht zu nut-zenden Schützenhauses nicht noch einmal verschoben werden.

Auf die Jahresrechnung 2016 zu sprechen kommend, betonte Samtgemeindedirektor Rolf Hellwig, dass leider Umstände dazu geführt hätten, dass es nicht zu einem geringen Überschuss, sondern zu einem kleinen Fehlbetrag gekommen sei. Denn die Rücklange aus Überschüssen des ordentlichen Ergebnisses hätte bis zum 31. Dezember 2016 „nur“ gut 59.000 € betragen, womit der gesamte Fehlbetrag, der sich auf fast 150.000 € belief, nicht vollends abgedeckt werden konnte. Der Differenzbetrag von etwa 90.000 € müsse zum nächstmöglichen Zeitpunkt abgedeckt sein. Mit einer Enthaltung wurde dem Gemeindedirektor für das Haushaltsjahr 2016 Entlastung erteilt.

Einstimmigkeit herrschte vor, als es um Bauhofleistungen und das Gebäudemanagement ging. Damit werden dem Management zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von 16.000 Euro zur Verfügung gestellt. Hauptgrund für diese Mehrkosten, so Rolf Hellwig, seien die erheblichen Arbeiten am Außengelände der Spiellandschaft der Kindertagesstätte in der Jahnstraße. Denn die Tragweite der Beschädigungen im Fundament seien bei der Haus-haltsplanung noch nicht genau diagnostiziert worden. Um erneute Schädigungen beim Aufeinandertreffen von Holz und Wasser zu vermeiden, seien entsprechende bauliche Vorkehrungen getroffen worden.

Samtgemeindedirektor Hellwig kam aber auch auf ein Thema zu sprechen, welches schon längere Zeit für Diskussionen in der Gemeinde sorgt: die Bimmelbrücke. Weil sich dort an verschiedenen Stellen nach der Sanierung Sicherungsschrauben gelockert hatten, musste die Brücke gesperrt werden. Diese Tatsache hätte aber leider nicht alle davon abbehalten, sie weiter zu nutzen. Um sich diesen unerlaubten Schritt zu ermöglichen, hätten bislang Unbekannte ihrer Zerstörungswut freien Lauf gelassen, die Absperrung zerstört und auch Bauzäune niedergerissen.

Hellwig mahnte an, dass dies gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr gewesen sind. „So etwas darf nicht passieren“. Letztendlich kosteten insbesondere diese Zäune nicht wenig Geld, das man anderswo hätte besser einsetzen können. Mittlerweile seien alle Schrauben wieder fest und speziell gesichert und die Brücke ist auch wieder begeh- und mittels Zweirad befahrbar.

Aber auch Bürgermeister Henning Kruse kam auf zwei Aktionen zu sprechen. So wird bei der nächsten Ratssitzung die vom Schützenvorstand beantragte Satzungsänderung der Schützengesellschaft auf der Tagesordnung stehen.

 

Weiter ließ er durchblicken, dass Sarah Doucet und Michael Stahn eine überdachte Sitzge-legenheit plus Tisch für das Biotop gespendet haben. Er sprach den beiden ein großes Dankeschön aus und betonte, dass er gegen Nachahmer nicht einzuwenden hätte. pb


Der SoVD Wulften traf sich zum Sommerfest             (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Der Vorstand des SoVD Wulften hatte zum traditionellen Sommerfest auf den Wulftener Sportplatz geladen und durfte sich über eine große Teilnehmerzahl freuen. Die wiederum freuten sich ebenso darüber, dass man sich wieder mal treffen konnte.

Nachdem die zweite Vorsitzende, Ruth-Ellen Wendler, alle aufs herzlichste begrüßt und das leckere Büfett eröffnet hatte, stärkte man sich bei leckeren gespendeten Salaten, Steaks, Bratwurst und Brot.  Die gereichten Getränke deckten ebenfalls alle Geschmäcker ab. Am Nachmittag luden auf dem Büfett ebenfalls gespendeter Kuchen, Kaffee und Tee zum Verzehr ein.

 

Zwischen den genussvollen Begegnungen mit Speis und Trank blieb aber auch noch genügend Zeit zum Klönen, wovon reger Gebrauch gemacht wurde. So wurde bei guter Stimmung und unter Beachtung der Corona-Auflagen ein paar gemeinsame und gemütliche Stunden verbracht. pb

Zur Erinnerung an das erste Sommerfest nach Corona stellten sich alle für ein Foto auf.

Foto: Petra Bordfeld


HGV Wulften war trotz Corona recht aktiv                  (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Auch wenn die Corona-Pandemie oftmals für ungewollten Stilltand gesorgt hatte, haben die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsverein Wulften, Corona-Vorschriften be-achtet, mit Farben, Pinsel und Fugenkelle eine Menge auf die Beine gestellt. Das machte Willi Waßmann, der erste Vorsitzende des HGV, der übrigens bei den Wahlen in seinem Amt bestätigt wurde, in seinem Bericht deutlich.

Auch wenn in den zurückliegenden 18 Monaten einiges durcheinandergeraten sei, und die Arbeiten manches Mal nicht „nur“ eingeschränkt, sondern ganz eingestellt werden mussten, konnte er doch über nicht wenige Aktivitäten berichten.

In dem neu hergerichteten neuen Raum in der Angerstraße 8, der genau zwischen Wohn-haus und Waschküche liegt, habe man während der Pandemie mit ein, zwei oder höchsten  drei fleißigen Helfern auf Abstand gearbeitet. „Erst im Laufe des Sommers 2020 konnten wir wieder in unserer gewohnten Gruppe arbeiten“. Der nächste Lockdown machte aber erneut einen Strich durch die Rechnung.

Also hätten sich Gerhard Lüer und Helmut Peinemann zur Heimarbeit entschieden. Der Erstgenannte hat Türen gestrichen, insbesondere die Farbgebung an der Haustür sei ihm bestens gelungen. Der zweite Heimarbeiter wiederum hat Schilder aus der Feldmark bei sich zu Hause gestrichen. Werner Lakemann nahm dahingegen seine Fugenkelle wieder in die Hand und verfugte so die letzten Steine an der Außenwand.

So hätten besagter neuer Raum und die Toilette nebenan Farbe bekommen, der Fußboden, die Treppe und die Türen ebenso. „Die Beleuchtung ist auch eingebaut, so dass wir diesen Raum nicht bei Dunkelheit betreten müssen“, so der Vorsitzende weiter. Und schließlich habe Manfred Beushausen im Durchgang zum Schuppen die Decke abgedichtet.

Aber auch unter freiem Himmel war der HGV Wulften, der zurzeit 170 Mitglieder zählt, fleißig. So sei das Mähen in der Feldmark, ebenso wie in den vergangenen Jahren, durchgeführt. In diesem Jahr sei allerdings alles etwas schleppend verlaufen, da das Gras zum Teil schneller wuchs, als es gemäht werden konnte.

Veranstaltungen seien dahingegen leider ausgefallen, und daran werde sich in diesem Jahr auch nichts ändern. Man hoffe aber auf 2022.

Abschließend dankte Willi Waßmann allen Spenderinnen und Spendern, die den HGV Wulften in der vergangenen Zeit nicht vergessen, und dem Verein sowohl Geld- als auch Sachspendern hatten zukommen lassen. Er ließ es sich aber auch nicht nehmen, dem Donnerstagsteam und dem Vorstand ein großes Dankeschön auszusprechen.

Die stellvertretende Wulftener Bürgermeisterin, Elvira Schaper, meldete sich ebenfalls zu Wort, um, auch im Namen von Bürgermeister Henning Kruse, Danke zu sagen. Ein besonders großes Dankeschön richtete sie an die sehr aktive Donnerstags-Gruppe, die sich Jahr für Jahr stark mache für die Pflege der Wanderwege und das Aufstellen der Bänke in und um Wulften herum. Außerdem lade der Schaukasten vor der Heimatstube am Anger immer wieder zum Verweilen ein. All diese Aktionen machten letztendlich Wulften attrak-tiver. Abschließend versicherte die Sprecherin, dass die Gemeinde auch weiterhin ein offenes Ohr für den HGV Wulften haben und ihn im Rahmen der Möglichkeiten unterstützen werde.

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung standen aber neben den Wahlen, die kaum Änderungen mit sich brachten, auch die Ehrungen zahlreicher Mitglieder, die zusammen dem Verein bereits 125 Jahre die Treue halten. Elfriede Jork wurde dafür ein blumiges Dankeschön mit einem Briefumschlag als Inhalt überreicht, dass sie sich stets für den HGV eingesetzt hätte und dabei auch noch zwölf Jahre das Amt der Schriftwartin innegehabt hatte.   pb

 

EHRUNGEN

Für 25 Jahre Treue:  Erika Kracke, Ursel Steckel, Klaus Kluger (2. v. rechts), Henning                                            Kruse, Knut Müller, Jörg Spillner und Ramona Tenchella (4. v. rechts)

WAHLEN

Erster Vorsitzender:   Willi Waßmann (5. v. li.)

Schriftführerin neu:    Edit Könnecker (2. v. li.)

Hausmeister:            Hermann Bode, Helmut Peinemann, Georg Lange und Manfred Beus-                                    hausen

2. Kassenprüfer:       Rolf Haarmann

Die Geehrten und gewählten Mitglieder des HGV Wulften zusammen mit Elfriede Jork (4. v. li.) und Elvira Schaper (Mi.).                                                                    Foto: Petra Bordfeld


Die Wulftener Wehr hat ein aufreibendes Jahr hinter sich                                                 (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Dass die Kameraden/innen der Freiwilligen Feuerwehr Wulften auf ein sehr ungewöhnliches, aber auch sehr aufreibendes Jahr zurückschauen können, machte Orts-brandmeister Grégory Olivier Mickiewicz in seinem Bericht deutlich, den er den interes-sierten Teilnehmern/innen der Mitgliederversammlung vorlegte, in der auch Ernennungen und Ehrungen auf der Tagesordnung standen. 

Ein nicht enden wollendes Thema sei der Um-, An- oder Neubau des Feuerwehrhauses, welches nach dem Brand in der Fahrzeughalle wohl „ausgedient“ hat. Mickiewicz erinnerte daran, dass die Wehr fast komplett in Eigenleistung das gesamte Gebäude so umzugestalten habe, dass vernünftige Dienste hätten durchgeführt werden können. Ein Teil des Dachbodens und die Fahrzeughalle hätten allerdings noch in den Umbaumaßnahmen gefehlt. „Diese konnten jedoch wegen dem verhängten Baustopp nicht zu Ende geführt werden.“

Nach dem Brand hat die Wehr die alte Postbusgarage in der Neuen Welt zur „Wache Süd“ umfunktioniert. Das Feuerwehrhaus wurde in der Fahrzeughalle und dem darüber befindlichen Dachboden komplett entkernt und das gesamte Gebäude gereinigt. Das frühere Fenster im Eingangsbereich wurde bereits zugemauert, die Elektrik so weit wie nötig wieder hergestellt, und die Heizkörper werden noch ersetzt. Auch wird das Dach isoliert, um eine Grundwärme in der Fahrzeughalle sicherstellen zu können. „Danach können wir bis zur Entscheidung beziehungsweise Fertigstellung eines neuen Standortes wieder das Feuerwehrhaus in der Steinstraße beziehen und das Provisorium in die Wache Süd schließen“.

Auf einen mittlerweile fest ins Auge gefassten Neubau für die Freiwillige Feuerwehr Wulften zu sprechen kommend, erinnerte Grégory Olivier Mickiewicz daran, dass die langersehnte Wirtschaftlichkeitsberechnung des beauftragten Architekten aus Gieboldehausen im BPSO- Bau, Planen, Sicherheit und Ordnung - Ausschuss vorgestellt wurde. Und der habe sich der Neubauempfehlung an anderer Stelle angeschlossen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Samtgemeinde-Rat diese Empfehlung umsetzt, sei also hoch einzuschätzen. Jedoch müsse noch ein passendes Grundstück gefunden und durchaus erworben werden. „In der Zwischenzeit werden wir das Feuerwehrhaus in der Steinstraße soweit notdürftig ertüchtigen, dass von dort Dienste verrichtet und zu Einsätzen ausgerückt werden kann“.

 

Klar sei in jedem Fall, dass etwas passieren muss. Unklar sei allerdings, wann eine Ersatz-beschaffung des bereits 2019 zu ersetzenden Tanklöschfahrzeugs und des 2024 zu ersetzenden Löschfahrzeugs in Aussicht steht. Der Sprecher mahnte an, dass die Hersteller nach eigenen Angaben 26 Monate Bauzeit benötigten. „Rechnet man da nochmal neun Monate für Ausschreibung, Vergleichsvorführung und dergleichen hinzu, sind wir bei einem Zeitraum von lockeren drei Jahren. Genau in dieser Zeit sollte es auch zu schaffen sein, eine Lösung für das Feuerwehrhaus zu finden“.

Der Ortsbrandmeister ließ weiter nicht unerwähnt, dass 26 Dienstabende durchgeführt wurden. Außerdem sei man zu zehn Brandeinsätzen, acht technischen Hilfeleistungen und leider auch zu zwei Fehlalarmen ausgerückt. Zurzeit dürfe sich das Kommando über 48 aktive Mitglieder, sowie 17 Jugendwehrmitglieder, 25 passive Mitglieder und 341 Förderer freuen.

Abschließend dankte er den Verwaltungsmitarbeiter/innen der Samtgemeinde Hattorf. Die hätten letztendlich alle Hände voll zu tun gehabt, um zum einen die Pandemie und zum anderen den Brand des Feuerwehrhauses abzuarbeiten. „Die Freiwillige Feuerwehr konnte jederzeit mit deren Hilfe rechnen und sich darauf verlassen.“

 

Jugendwart Lukas Krause machte in seinem kurzen Bericht deutlich, dass leider wenig geschehen durfte.

Aber auch einige Gäste meldeten sich zu Wort. So betonte der stellvertretende Abschnitt-sleiter Markus Herzberg, dass die Ausbildung an der FTZ Katzenstein trotz Corona laufe. „Das Team um Kreisausbildungsleiter Florian Becker tut sein Möglichstes, um alle benötig-ten Lehrgangsplätze zur Verfügung zu stellen“.

Samtgemeinde Bürgermeister Rolf Hellwig, Bürgermeister Henning Kruse, Samtge-meindebrandmeister Björn Bartram und Polizeioberkommissar Klaus-Richard Behling von der Polizeistation Hattorf, waren sich in Ihren Grußworten einig darüber, dass die Freiwil-ligen Feuerwehren einfach Spitze seien, so auch die Wulftener. Man dürfe stolz sein, sich darauf verlassen zu können, dass die 365 Tage im Jahr einsatzbereit sind.

Die Einsatzbereitschaft und sehr gute Zusammenarbeit sei im Prinzip unbezahlbar, trotzdem werde versucht, alles in Bewegung zu setzen, was für den Neubau eines Feuerwehrhauses in Wulften benötigt wird. Es dauere natürlich, bis das Vorhaben in die Realität umgesetzt werden könne, man sei aber dran.

Bei den Ehrungen und Beförderungen gab es dann zwei Besonderheiten. Schließlich darf sich Pastor Till Engelmann jetzt auch Feuerwehrmann nennen. Und Hubert Lange, der recht spät von Gieboldehausen in die Wulftener Wehr kam und gleich von Anfang an tatkräftig beim Umbau des Feuerwehrhauses dabei gewesen war, durfte sich über ein besonderes Dankeschön seitens Ortsbrandmeister Mickiewicz freuen. Denn der überreichte im Namen aller Kameradinnen und Kameraden nach guter Sitte ein kleines Präsent zum Wechsel in die Altersabteilung.

Mickiewicz bedankte sich aber auch bei den Kameradinnen und Kameraden für die Einsatzbereitschaft und persönliche Courage in der vergangenen und hochturbulenten Zeit. „Wir können zurecht stolz auf unsere Leistung sein. Wir hatten großes Glück, dass wir von größeren Einsätzen weitestgehend verschont geblieben sind“.

Ein weiteres Dankeschön richtete er nochmals in Richtung Verwaltungsmitarbeiter, die alle Hände voll zu tun gehabt hätten, um zum einen die Pandemie und zum anderen den Brand des Feuerwehrhauses abzuarbeiten. „Die Freiwillige Feuerwehr konnte jederzeit mit deren Hilfe rechnen und sich darauf verlassen“. Diesen Dank bat der Ortsbrandmeister den Samtgemeindebürgermeister den Kolleginnen und Kollegen zu übermitteln.

 

Abschließend bedankte sich der Ortsbrandmeister bei allen Kameradinnen und Kameraden, dem Kommando und auch der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die gemeinsamen gesteckten kameradschaftlichen Ziele auch und trotz der Pandemie gemeinsam angepackt und zum Erfolg geführt werden. pb

EHRUNGEN

Aktive Mitglieder:

40 Jahre: Edgar Brandt, Uwe Kersten, Oliver Mönnich und Hubert Lange

25 Jahre: Frauke Kaliner und Gregory Mickiewicz

Förderer:

50 Jahre: Holger Bierwirth

40 Jahre: Sabine Erle, Dieter Schmid, Thomas Waldmann, Frank Heise, Gerhard Bertram und Stefan Mißling

25 Jahre: Jan-Sascha Zischke, Thomas Bähr, Frank Geile und Edgar Strüver

Übernahme in die aktive Wehr

Leon Reisnauer, Raik Nolte und Jasper Menzel

Beförderungen

Zum Feuerwehrmann:         Leon Reisnauer und Till Engelmann

Zum Oberfeuerwehrmann:  Florian Fichte und Timon Reisnauer

Zum Hauptfeuerwehrfrau:    Lena von Hofe

Zum Hauptfeuerwehrmann: Luca Maximilien Ernst und Frederik Kalis

Zum Hauptlöschmeister:      Christian Martin Wolff

Ernennungen

Zum Gerätwart TLF:      Christian Ehrhardt

 

Zum Gerätewart MTF:   Luca Maximilian Ernst 

Die geehrten, beförderten und ernannten Kameraden/innen der Freiwilligen Feuerwehr Wulften zusammen mit dem Kommando und den Gästen.                  (Foto: Petra Bordfeld)


Dr. Mirko Mehde erhält den Schlüssel für das alte Rathaus

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Dort, wo Ende der 70er Jahre des letzten Jahrtausends eine Filiale der Sparkas-se die Verwaltung der Gemeinde Wulften „ablöste“, wird nach dem Umbau Dr. Mirko Meh-de, der neue Eigentümer des alten Wulftener Rathauses, Einzug halten. Grund genug für Bürgermeister Henning Kruse, im Beisein seiner Stellvertreterin Elvira Schaper und dem Samtgemeindedirektor Rolf Hellwig, ganz offiziell den Schlüssel zu überreichen.

Danach setzten sich die vier aber noch einmal zu einem Gedankenaustausch zusammen. Dabei ließ Dr. Mehde nicht unerwähnt, dass er bestimmt nicht daran denkt, der Friseurmei-sterin und der Mieterin der Wohnung in der ersten Etage zu kündigen. Es  steht im Kaufver-trag geschrieben, dass mit dem Erwerb des Gebäudes die Mietverträge nicht erlöschen werden. „Sie haben weiteren Fortbestand, schließlich sind die Mieteinnahmen auch ein sicherer Part für mich“.

Bei den Mieteinnahmen erinnerten sich die vier daran, dass eingangs gar nicht an einen Verkauf des alten Rathauses gedacht wurde. Denn Dr. Mehde suchte zwar neue Räumlich-keiten, die nicht – wie seine jetzige Praxis - zum Hindernislauf „einlädt“, sondern behinder-tengerecht ist, ein Kauf war aber im Prinzip nicht in der Planung. Auch eine Verlegung seiner Praxis in einen Nachbarort wäre eine Option gewesen, wäre er in Wulften nicht fün-dig geworden. „Als wir von der Suche hörten, wurden wir sofort hellwach, denn dieser Wunsch garantierte uns ja für viele Jahre einen Hausarzt vor Ort“, so Henning Kruse.

Doch als die Verwaltung mal mit einem Blick auf die noch anstehende Sanierung des Schützenhauses, ein finanzielles Rechenbeispiel aufgestellt hatte, wurde schnell klar, dass die Gemeinde Wulften nicht auch noch den Umbau der Räumlichkeiten zu einer Praxis stemmen könnte. Die Gespräche mündeten in einem Verkauf. Und Dr. Mirko Mehde unter-zeichnete den entsprechenden Vertrag, nachdem die Mehrheit des Gemeinderates wäh-rend einer internen Sitzung diesem Vorhaben zugestimmt hatte. Rolf Hellwig betonte, dass diese Unterschrift nicht nur zu einem Verkauf zum angemessenen Preis beigetragen hatte, sondern auch für die Sicherung der Wulftener Infrastruktur, denn Dr. Mehde verpflichtete sich, seine Praxis für die nächsten 20 Jahre in diesen Räumlichkeiten zu betreiben.

 

Nicht so positiv sieht es bei dem Thema „Geldautomat“ aus, der sich mittlerweile zu einem „Sorgenkind“ entwickelt hat. Denn dieser steht immer noch in den ehemaligen Räumen der Sparkasse, die rund 100 m² umfassen. Die Unterhaltungskosten, wie Strom und Heizung, werden aber vom Eigentümer übernommen. Da der Automat, welcher nur Geldscheine „ausspuckt“, aus Sicht der Banken spätestens Mitte 2023 abgebaut werden wird, sehen die Geldinstitute sich nicht dazu verpflichtet, ihn jetzt zu versetzen. Diese Aktion könnte nämlich rund 25.000 Euro kosten. Und genau diese stolze Summe ist für die Gemeinde Wulften zu hoch, um nur für knapp zwei Jahre noch diesen Automaten zu haben. Letztendlich würden dann ja auch noch die Rückbaukosten auf die Gemeinde zukommen. pb

Henning Kruse überreicht im Beisein von Elvira Schaper und Rolf Hellwig den Schlüssel des alten Rathauses an Dr. Mirko Mehde.                                            Foto: Petra Bordfeld


Der WKC Wulften hat auch in der Corona Zeit nicht stillgestanden

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Dass der Wulftener Karneval Club trotz Corona bestimmt nicht „stillgestanden“, sondern Arbeitsbesprechungen und Planungen per Telefon oder Video durchgeführt hat, machte die erste Vorsitzende, Frauke Kaliner während der Jahreshauptversammlung in ihrem Bericht sehr deutlich.

So habe der Vorstand aufgrund der Pandemie und der Tatsache, dass 2021 nicht live zum Büttenabend geladen werden durfte, frühzeitig überlegt, wie man ihn doch auf die Beine stellen könnte. Das Ziel sollte eine virtuelle Karnevalssitzung der besonderen Art werden. Die Zusage von der Gemeinde wurde eingeholt sowie ein Hygiene- Veranstaltungs- und Sicherheits-konzept erstellt. Auch die GEMA sei sehr hilfsbereit gewesen. An kompetenter ehrenamtlicher Unterstützung hätte es auch nicht einmal gemangelt. Allerdings machte ihnen die Tatsache, dass aufgrund der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen die Gardetänze nicht geübt oder aufgenommen werden konnten, einen dicken Strich durch die Rechnung. „Wir haben viel Arbeit in dieses Vorhaben gesteckt. Auch wenn es leider nicht stattgefunden hat, haben wir viele neue Erkenntnisse gewonnen“, so die erste Vorsitzende.

Auch wenn es unmöglich gewesen war, gewohnte Veranstaltungen durchzuführen, sei der WKC Online sehr aktiv gewesen. So habe man zu Halloween den Kürbis virtuell auf Reisen geschickt.

Im November 2020 waren die Garden aufgerufen worden, sich an der Aktion „Ich stehe Kopf“ von der RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“ zu beteiligen. Hierbei überwies eine Pharmafirma für jedes Foto mit einem Handstand 5 Euro an die Stiftung. Eigens dafür seien die zahlreichen Fotos zu einem Video zusammengefasst und veröffentlicht worden

Für die Vorweihnachtszeit habe sich der Vorstand dafür entschieden, an den Advents-sonntagen jeweils mittels eines Videos einen Rückblick auf Halloween 2019, ein Rückblick auf Karneval 2020 sowie ein Rückblick auf den Lebendigen Adventskalender des WKC zu gewähren. Für Heiligabend waren alle Mitglieder aufgefordert, sich mit einem Bild mit Kerze zu beteiligen, daraus sei auch hieraus ein Video entstanden.

„Da wir, wie alle anderen auch, kein Karneval feiern durften, haben wir uns entschlossen an dem Tag unseres Büttenabends eine Fotosammlung mit all denen, die jemals beim Büttenabend aufgetreten sind, zu veröffentlichen“, erinnerte sich die erste Vorsitzende. Außer-dem hätte der Vorstand kleine Videos für die Tage erstellt, an denen sie  bei ihren Freunden zu Besuch gewesen wären.

„Dies alles hat eine Menge Arbeit bedeutet, allerdings hauptsächlich für die Personen die für die Entstehung und Veröffentlichung beteiligt gewesen sind.

Zusätzlich habe der Vorstand die Beschaffung neuer Funkenmariechen-Kostüme beschlossen und auf den Weg gebracht, denn die Uniformen waren schon gehörig in die Jahre gekommen. Wenn alles klappt, werden sie von der beauftragten Firma im vierten Quartal dieses Jahres ausgeliefert.

„Wenn Corona es zulässt, dürfte es im Oktober wieder so richtig losgehen“, freute sich Frauke Kaliner. Denn der Vorstand wurde vom Planungsstab vom „Tag der Niedersachsen“ angeschrieben und gefragt, ob Interesse bestehen würde am Umzug teilzunehmen. Diese Frage sei sofort mit einem Ja beantwortet und die Anmeldung abgeschickt worden. Leider wurde die Veranstaltung inzwischen auf Juni 2022 verschoben 

Abschließend brachte die Sprecherin die Hoffnung zum Ausdruck, dass der WKC im kommenden Jahr sein 30 -jähriges Bestehen auch gebührend mit einem Büttenabend feiern darf. Sollte der nicht im Wulftener Schützenhaus ausgerichtet werden können, werde man ggf.  ins Dorfgemeinschaftshaus Hattorf oder einer anderen Alternative ausweichen. Frauke Kaliner vergaß aber auch nicht, den Trainerinnen für ihre geleistete Arbeit, der Gemeinde für die Nutzung des Schützenhauses und der Turnhalle sowie dem gesamten Vorstand für die gelei-stete Arbeit zu danken.

 

Umrahmt wurde dieser inhaltsreiche Bericht übrigens von den Ehrungen zahlreicher treuer Mitglieder und den Vorstandswahlen.

EHRUNG TREUER MITGLIEDER

25 Jahre: Ralph Sauer, Heiko Froböse, Tanja Brandt, Yvonne Winnemuth, Kirsten Heise-Borchert, Nina Lütke-Cosmann, Sarah Doucet und Jan Heise.

10 Jahre: Sarah Schulze, Thomas Mißling, Ida Lütke-Cosmann, Till Brandt, Emely Borchers, Luca Tamino Bohnhorst, Lauren Brandt, Sarah Mißling und Janina Rothe

EHRUNG GARDE

10 Jahre: Jette Ehrhardt, Sarah Mißling und Janina Rothe

5 Jahre: Emely Borchers, Lea Hillebrecht, Mia Lohrengel, Nele Piepenschneider und Emma Sauerbrey

Ehrungen für VORSTANDSARBEIT

Zehn Jahre: Yvonne Winnemuth

 

WAHLEN

Zweiter Vorsitzender:     Thorsten Ehrhardt

Schriftführer:                  Dietmar Ehrhardt

Hauptmann:                   Hartmut Barke

Pressewartin:                 Yvonne Winnemuth
Erster Fähnrich:             Antonio Berninches

Zweiter Fähnrich:            Luca Ehrhardt
zweiter Kassenprüfer:     Thorsten Hillebrecht
Festausschuss:             Simone Bernasek, Nadine Piepenschneider, Kirsten Heise-Borchert und Sabrina Piepenschneider  
pb

10 Jahre: (v. r. n. l.): Thorsten Ehrhardt, Till Brandt, Ida Lütke-Cosmann (sie ist Jüngste Geehr-te, denn sie ist erst 10 Jahren alt), Luca Bohnhorst, Emely Borchert, Sarah Mißling, Lauren Brandt, Janina Rothe und Frauke Kaliner.

25 Jahre: (v. r. n. l.):  Thorsten Ehrhardt, Yvonne Winnemuth, Jan Heise, Kirsten Heise-Borchert, Sarah Doucet und Nina Lütke-Cosmann.

Aktiver Gardetanz:  (v. r. n. l.): Thorsten Ehrhardt, Jette Ehrhardt, Sarah Mißling, Janina Rothe, Emely Borchert, Lea Hillebrecht, Mia Lohrengel, Nele Piepenschneider und Frauke Kaliner.           Fotos: WKC Wulften


Schiedsleute der Samtgemeinde verabschiedet

Aus: Harz-Kurier, Tageszeitung Ldkr. Göttingen, Ausgabe 167/2021

Auszüge aus diesem Bericht!                                             Text: Herma Niemann

Hattorf: Auf der jüngsten Ratssitzung der SG Hattorf wurden die ausgeschiedenen Schiedsleute Werner Vogel und sein Stellvertreter Gerhard Hübner vom Samtgemein-debürgermeister Rolf Hellwig feierlich verabschiedet.

Zu Werner Vogel, der fast 45 Jahre Schiedsmann war, sagte Hellwig, dass dies bestimmt nicht immer ein leichtes Amt gewesen sei. "Man muss zuhören können, vermitteln, Rechtskenntnisse haben und ein Einfühlungsvermögen mitbringen. Fast 45 Jahre dieses Amt auszuüben, ist bemerkenswert, besonders auch angesichts des gesell-schaftlichen Wandels einer veränderten Streitkultur", betonte der Samtgemein-debürgermeister. "Unser Dank ist nicht genug dafür, was Sie ehrenamtlich geleistet haben."

Auch die Fraktionen dankten Vogel und Hübner für ihre Arbeit am Gemeinwohl. "Ich habe das gerne gemacht", sagte Werner Vogel. Viele Streitigkeiten habe er zu einem guten Ende bringen können. "Man muss gut zuhören können und Ruhe bewahren. Und wenn sich die Streitparteien nach einer Verhandlung wieder die Hand gedrückt haben, hat mich das sehr gefreut".


Ein ungewöhnliches Treffen von Einsatzfahrzeugen

(Bericht: Petra Bordfeld) 

Wulften. „ALT trifft NEU“ oder „DAVID gegen GOLIATH“ könnte das ungewöhnliche Treffen des Wulftener Tanklöschfahrzeuges (TLF8/18) auf Unimogbasis U1300 mit dem TLF3000 der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK Celle), ebenfalls auf Unimogbasis, jedoch U5023, lauten. Beide Fahrzeuge parkten sich mit anderen Einsatzfahrzeugen der Wehren aus Brochthausen, Lindau, Katlenburg, Pöhlde und Wulften an der „Wache Süd“  zu diesem ungewöhnlichen Treffen ein.

Die beiden Unimogs  sind zwar für dieselben Aufgabengebiete vorgesehen, aber der tech-nische Fortschritt machte in diesem Vergleich jedoch ganz deutlich, dass die Feuerwehr-kräfte mit immer mehr Technik und Ausrüstung arbeiten müssen und dürfen. Das dürfte nach Auffassung der Kameraden/innen auch der Grund sein, dass die Fahrzeuge immer größer werden.

So stellte die Freiwillige Feuerwehr Pöhlde nicht „nur“ den TLF3000 vor, den sie zurzeit zum Testen hat. Der Stellvertretende Ortsbrandmeister Christian Martin Wolff und der Ortsband-meister Grégory Olivier Mickiewicz brachten bei der Begrüßung ihre Freude zum Ausdruck, dass so viele Wehren der Einladung der Wulftener Wehr erfolgt waren.

So stellte die Freiwillige Feuerwehr Brochthausen  ihr Trupp-TLF3000 von der Firma Schlingmann auf MAN13.290 vor. Gleich daneben parkte die Freiwillige Feuerwehr Lindau ihren Staffel-TLF20/25 ein, welches ebenfalls von der Firma Schlingmann auf dem Fahrgestell MAN13.290 aufgebaut hat, aber auf 15 Tonnen aufgelastet ist. Zu guter Letzt gesellte sich die Freiwillige Feuerwehr Katlenburg mit ihrem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF20) von der Firma Rosenbauer auf MAN TGM18.340 dazu.

Ziel dieses Austauschs war es, Alternativen für das Wulftener TLF kennenzulernen, das bereits 32 Jahre auf den Achsen hat und schon  2019 ersetzt werden sollte. Ebenso steht für 2024 die Ersatzbeschaffung des Wulftener Löschfahrzeugs (LF8/6H) an. Daher wurde mit großem Interesse auch das neue HLF20 aus Katlenburg in Augenschein genommen.

Zum Abschluss des Abends nutzte die Wehrführung die Gelegenheit, mit alle fremden TLFs eine Stellprobe im noch brandgeschädigten Feuerwehrhaus in der Steinstraße zu machen. Dabei stellte sich heraus, dass das zur Rede stehende neue Tanklöschfahrzeug für die Wulftener Wehr in das jetzige Feuerwehrhaus  reinpassen könnte. Diese überaus wichtige Aktion wurde bildlich festgehalten.

Denn auch wenn der Samtgemeindeausschuss (BPSO) sich nach der Standortanalyse des Architektenbüros aus Gieboldehausen für einen Neubau des Feuerwehrhauses in Wulften ausgesprochen hat, und dies dem Rat der Samtgemeinde Hattorf vorlegen wird, müsse es nicht zur zeitlichen Verschiebung der neuen Einsatzfahrzeuge kommen.

 

Jedenfalls sprachen sich alle Beteiligten an diesem nicht alltäglichen Treffen durchweg positiv aus, denn man habe sehr viel Wissenswertes in Erfahrung gebracht. Der Austausch über technische Besonderheiten und bisherige Erfahrungen mit den vorgeführten Fahrzeugen kamen allen Kameradinnen und Kameraden zu Gute. „Gerade nach der vergangenen und leider noch vorherrschenden Corona-Zeit tat es richtig gut sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Somit möchten sich die Wulftener auch auf diesem Wege nochmals bei den Kameradinnen und Kameraden der anderen Wehren für diese gute Zusammenarbeit ganz herzlich bedanken“, so der Wulftener Ortsrandmeister und dessen Stellvertreter. pb

Es war wirklich ein Treffen der Großen an der „Wache Süd“.

 

Das Wulftener Tanklöschfahrzeug auf Unimogbasis (re.) ist schon um einiges kleiner, als das TLF auf Unimogbasis, welcher der NABK (Celle) gehört.

Fotos: Petra Bordfeld


Rat Wulften lehnt Umzingelung der Gemeinde mit Windrädern ab

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Auch wenn der Rat der Gemeinde Wulften die Wichtigkeit der Windenergie anerkennt, ist er nicht mit dem Teil des Entwurfs des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) einverstanden, in dem es um dieses Thema geht. Denn die darin erwähnten Anzahl von Windrädern kämen einer nicht zumutbaren, 120prozentigen Umzingelung gleich.

Samtgemeindedirektor Rolf Hellwig mahnte an, dass wohl die schon im Bereich Schwie-gershausen, Wulften Hattorf stehenden sechs Energieerzeuger übersehen wurden. Über-haupt seien die von Wulften als besonders schützenswert eingestuften Flächen, welche unter anderem auch der Erholung dienen sollten, nicht berücksichtigt worden. Gerade in diesem Bereich befänden sich aber zahlreiche gesetzliche geschützte Biotope, wie beispiel-weise der mit erheblichen Fördergeldern renaturierte Hackenbach.

Außerdem dürfe nicht vergessen werden, dass in dem Raumordnungsplanung des Landkreises Northeims, das gleich hinter Wulften beginnt, ebenfalls große Vorranggebiete für Windräder vorgesehen sind, ergänzte Bürgermeister Kruse.

Er erinnerte daran, dass für die Fläche Richtung Dorste, wo auch Windräder hinkommen könnten, auf Initiative von Dieter Greunig der Antrag gestellt wurde, diesen Bereich als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen. Zwar habe der Landkreis Göttingen das bereits abgelehnt, aber diesen Entscheid werde man sich nicht gefallen lassen. Greunig wusste übrigens zu berichten, dass in besagtem Gebiet sogar der Horst eines Roten Milans nicht zu übersehen sei.

 

Zu dem Thema „Landschaftsgebundene Erholung“ kritisierte der Gemeindedirektor, dass das RROP verschieden viele Möglichkeiten aufgelistet hat, dabei seien aber jene Strecken, welche durch Wulften führen, vergessen worden. Und gerade das Radwegenetz sei gut ausgebaut. Er erinnerte daran, dass gerade die Verbindungsrouten Bilshausen – Wulften –Schwiegershausen – Osterode, Wulften – Hattorf am Harz, sowie – Lindau (- Northeim) aufgenommen werden müssen.

Er kam aber auch auf den Punkt „Siedlungsentwicklung“ zu sprechen, welchen die Gemeinde Wulften im Prinzip ausdrücklich begrüßt. Denn damit könnte ein wahrer „Lücken-schluss“ zwischen den vorhandenen Gewerbegebieten Bilshausen/Strohkrug und Wulften erreicht werden, der nicht nur verkehrstechnisch, sondern auch insgesamt flächen-schonend, eine gemeinsame Entwicklung von Arbeitsstätten ermöglicht.

 

Doch es stand nicht „nur“ die RROP auf der Tagesordnung, es galt auch, den Kindergar-tenbedarfsplan für das laufende Jahr zu verabschieden. 

Wulftens Bürgermeister Henning Kruse erinnerte daran, dass die Kindergartenkinder seit dem Beginn des Kindergartenjahres 2018 beitragsfrei sind. Für die Krippenkinder werden dahingegen zurzeit aber noch Elternbeiträge erhoben. Vor die unvermeidlichen Einschrän-kungen, welche die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, habe man bislang darauf verzichtet, die Krippenbeiträge dem Kindergartenjahr 2021/2022 anzugleichen. Weiter ließ Kruse durchblicken, dass durch die Inbetriebnahme einer Integrationsgruppe sowie der Ausweitung der Betreuungszeiten in allen Gruppen bis 16 Uhr, sich der Betriebsko-stenzuschuss seitens der Gemeinde gegenüber dem Träger der Einrichtung erheblich erhöht habe. In jedem Fall wurde der Bedarfsplan einstimmig angenommen.

Allerdings bat SPD-Fraktionsvorsitzender Walter Römermann darum, statt einer etwaigen Erhöhung der Beiträge auch für Krippenkinder eine Betragsfreiheit in Erwägung gezogen werden sollte.

 

Einstimmigkeit herrschte auch vor, als es um die erste und beschleunigte Änderung des B-Planes „Oberer Birkenberg“ – vielen auch als Schwanenklimp bekannt – ging. Letztendlich soll so die Möglichkeit geschaffen werden, dass auf dem Gebiet moderne und zeitgemäße Wohnformen realisiert werden können.

Nach dem Beschluss ließ Henning Kruse durchblicken, dass sich die Gemeinde Wulften und der ausrichtende Schützenvorstand 2022 schweren Herzens entschlossen haben, dass für das kommende Jahr geplante Heimat- und Schützenfest auf 2023 zu verschieben. „Insbesondere die Entwicklung immer neuer Varianten des Corona-Virus, welche steigende Infektionszahlen mit sich bringen könnten, haben die Veranstalter gemeinsam dazu bewogen, die Verschiebung vorzunehmen“.

Rolf Hellwig wiederum ließ durchblicken, dass die Bürgermeister der vier Gemeinden der Samtgemeinde Hattorf mit der Firma Deutsche Glasfaser übereingekommen sind, voraus-sichtlich im August zu einem Informationsgespräch zu laden, um dann eventuell im August mit der Verkabelung zu beginnen. Er mahnte aber an, dass der Spatenstich für die Aktion von der Zahl der Verträge abhängt, welche die Interessenten mit der Firma abschließen.

 

Weiter kam er auf aktuell das in einem extremen Wachstum befindliche „Grünzeug“ zu sprechen. Man bemühe sich, den Grünschnitt zu machen, komme aber nicht komplett nach. „Es wird aber gemacht werden, auch wenn es etwas länger dauert“. Mehr, als arbeiten könnten die Mitarbeiter letztendlich auch nicht. pb

Nördlich von Wulften, sollen Windräder gebaut werden. (Foto: Henning Kruse)
Nördlich von Wulften, sollen Windräder gebaut werden. (Foto: Henning Kruse)

Verkauf des Grundstücks Uferstraße 7 in Wulften am Harz

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Ehrenamtsfond bedachte die Jugendwehr Wulften   (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Als Frank Uhlenhaut, Mitglied des Kommunal- und Qualitätsmanagements der HarzEnergie, die Wache Süd der Freiwilligen Feuerwehr Wulften besuchte, blickte er in zahlreiche strahlende Augen der Mädchen und Jungen der Jugendwehr. Denn er hatte auf Initiative von Bürgermeister Henning Kruse ein ganz besonderes Geschenk mitgebracht: einen Scheck in Höhe von 500 Euro. Mit seinem Antrag beim Ehrenamtsfond der Harz Energie wollte Bürgermeister Kruse der Nachwuchswehr von Wulften seine Anerkennung für die geleistete Arbeit, insbesondere während der Pandemie, zollen. Jugendwart Lukas Krause bedankte sich im Namen der Jugendwehr Wulften bei den Überbringern. Für dieses Geld wird ein Online-Programm angeschafft, mit dem auch Dienstabende durchgeführt werden können, wenn Corona oder irgendein anderes Ereignis mal wieder das persönliche Zusammenkommen vor Ort nicht zulassen. pb    

Die Jugendwehr mit Frank Uhlenhaut (li.) und Bürgermeister Kruse(re.) (Foto: Bordfeld)
Die Jugendwehr mit Frank Uhlenhaut (li.) und Bürgermeister Kruse(re.) (Foto: Bordfeld)

Ehrenamtsfond für Schlepperfreunde Wulften           (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Als der Kommunalmanager der HarzEnergie, Frank Uhlenhaut, auf den Wulfte-ner Hof von Thomas Mißling kam, freute sich der Vorstand der „Schlepperfreunde“ Wulften riesig. Denn der Besucher hatte einen Scheck aus dem Ehrenamtsfond der HarzEnergie mitgebracht, auf dem 500 Euro zu lesen waren. Genau diese Summe, welche aufgrund der Initiative von Bürgermeister Henning Kruse ausgehändigt wurde, ist schon für die Renovie-rung des Toilettenwagen fest eingeplant. Dieses Gefährt, welches zumeist von antiken Treckern gezogen wird, ist zwar voll funktionsfähig, es soll aber von außen aufgefrischt werden. Denn wenn sie es selbst für ihre Veranstaltungen brauchen oder von den Wulftener Vereinen angemietet werden, soll das gute Stück positiv ins Auge fallen. In jedem Fall sahen der zweite Vorsitzende, Werner Müller, Frank Uhlenhaut, der 1. Vorsitzende Thomas Mißling, Henning Kruse und Schriftführer Reinhard Brüggemann (v. l. n. r.)  das gute Stück in der Fantasie schon im neuen Glanz.    pb   


Wulften verschiebt Schützen- und Heimatfest ins Jahr 2023

Die Gemeinde Wulften am Harz und der Schützenvorstand 2022 geben zur Verschie-bung des Heimat- und Schützenfestes eine gemeinsame Presseerklärung.


Der HGV Wulften hätte 2020 gerne gefeiert                (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften.  1989 entstand beim Schreiben der Wulftener Ortschronik, die anlässlich der 1.100-Jahrfeier unter Leitung von Dieter Greunig geschrieben wurde, die Idee, einen Heimat- und Geschichtsverein aus der Taufe zu heben. Auf Initiative von Dietrich Witte fand schließlich am 19. Oktober 1990 die Gründungsversammlung im Gasthaus Thiele statt.

Gründungsmitglieder waren der damalige Gemeindedirektor Bernhard Elsler, Gustav Geile (Winkel), Dieter Greunig, Bodo Mißling, Günther Mönnich, Hartmut Münter, Heinz-Erich Nordmann, Gustav Thiele, Dietrich Witte und Wolfgang Kersten, der zu der Zeit Wulftens Bürgermeister war und sich stets mit aller Kraft für den HGV eingesetzt hat.

Weil sich die Gründung im Oktober 2020 zum 30sten mal jährte, hat ein großes Jubiläums-fest auf dem Plan gestanden. Doch die Corona-Pandemie machte einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Trotzdem kann der HGV auf drei arbeits- und ideenreiche Jahrzehnte zurückschauen. Die Jubiläumsfeier wird mit Sicherheit nachgeholt, wenn der Alltag wieder Einzug gehalten hat.

Zurück zum 19. Oktober 1990: Zum ersten Vorsitzenden wurde Hartmut Münter gewählt, der leider bereits im März 1992 verstarb. Seine Frau Sigrun führte das Amt bis 1999 weiter. In dem Jahr übernahm Volkmar Steckel das Amt. Zehn Jahre später wurde Willi Waßmann zum Vorsitzenden gewählt, was er bis heute ist.

Bei den zweiten Vorsitzenden gab es mehr Abwechslung. Denn nach Gustav Thiele (1990 bis 1998) wurden Volkmar Steckel (bis 1999), Christel Bartsch (bis 2004), Jens Wemheuer (bis 2008), Willi Waßmann (bis 2009) und schließlich Elvira Schaper gewählt. 

Dieter Greunig war von 1990 bis 1992 Rechnungsführer, danach gab er das Amt an Günther Mönnich (1992 bis 1994) ab, um es dann noch einmal bis 2012 zu übernehmen. Seit neun Jahren verwaltet Gerhard Lüer die Kasse.

Dietrich Witte war von 1990 bis 2003 Schriftführer, ihm folgten Katja Galonska (2003 bis 2007), Dieter Heise (2007 bis 2009). Jetzt ist es Elfriede Jorck.

Der erste Hausmeister, Georg Lange, war auch der Gründer der Donnerstags-Arbeits-gruppe, welcher er noch heute angehört. Zu seinen ersten Mitstreitern gehörten: Bruno Thiele, Heinz Mai, Karl Bartsch, Günther Waßmann, für kurze Zeit Alwin Reuter, Wolfgang Mönnich, Walter Römermann und Harald Topel. Heute sind dort Manfred Beushausen, Her-mann Bode, Dieter Greunig, Elfriede und Kurt Jork, Werner Lakemann, Gerhard Lüer, Helmut Peinemann, Elvira Schaper und Willi Waßmann anzutreffen.

Bodo Mißling wiederum kümmert sich um alte Wulftener Häuser- und Familiengeschichten.

Die vielen aktiven Mitglieder haben auch viel auf die Beine gestellt. So erschien bereits 1991 die erste Ausgabe von „Ut usen Dörpe“. Diese plattdütsche Dorfzeitschrift erscheint seitdem jährlich und das jeweils Anfang Dezember.

1992 schloss sich unter Leitung von Günther Mönnich die Gründung des Arbeitskreises „Plattdeutsch“ an. Treffpunkt war bis dahin im Alten Rathaus, hier wurde auch ein Archiv angelegt und die ersten Exponate gesammelt. Dann begann der Umbau des alten Spritzen-hauses. Von der Gemeinde finanziert und mit sehr viel Eigenleistung der Mitglieder entstand die „Heimatstube“, die schon 1993 eingeweiht werden konnte. Dazu stiftete die Volksbank im Harz einen Webstuhl, der zum Grundstein der gleichzeitig entstandenen Webgruppe wurde.

Der erste Kirmesmarkt auf dem Anger und ein „Tag der offenen Tür“ in der Heimatstube wurden 1994 durchgeführt. 1995 war der HGV Wulften der Ausrichter des Plattdeutschen Nachmittags des Landkreises Osterode.

Am 1. Mai 1997 wurde das Wasserrad mit allen dazu notwendigen Einrichtungen an der Heise’schen Mühle eingebaut. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden auch die Ölgemälde von Mühlenbesitzer August Heise ausgestellt und außen ein kleiner Schaukas-ten mit der Geschichte der Mühle angebracht. Mittlerweile hat der Zahn der Zeit das Mühl-rad „abgebaut“. Das Mauerwerk für die Halterung des Mühlrads ist nicht mehr tragfähig, darum steht es vorläufig im Garten von Hermanns Scheune. Weiterhin ist der Zaun am Bach morsch geworden und müsste ausgebessert werden.

Am 1. Advent 1997 wurde zu einem „Tag der offenen Tür“ in der Heimatstube, und auch zu einem kleinen Weihnachtsmarkt auf dem Anger geladen. Er gilt als Ursprung des Wulftener Weihnachtsmarktes, der seit damals in jedem Jahr am 1.Advent auf dem Schützenplatz und im Schützenhaus durchgeführt wird.

Zwei Jahre vor der Jahrtauendwende konnte das 100. Mitglied begrüßt werden. 1999 erfolgte aus Platzgründen der Umzug der Webstube aus der Heimatstube ins ehemalige Rathaus, wo auch wieder Kurse auf den nun bereits fünf Webstühlen angeboten wurden. Mittlerweile ist besagte Stube leider geschlossen.

Auf Initiative von Volkmar Steckel und Georg Lange erfolgte 2000 die Wiederbelebung des Plattschwatzekreises unter der Leitung von Günther Mönnich und Arnold Hesse.  Im selben Jahr erfolgten die Reaktivierung des „Mühlborns“ sowie der Bau und das Aufsetzen eines neuen Brunnenhäuschens.

2001 wurde zu einem Lesenachmittag in die Heimatstube eingeladen, in dessen Mittelpunkt Wilhelm Busch gestanden hat. Es folgten noch zahlreiche Klön- und Kaffeenachmittage.

2002 erfolgte ein „Tag der offenen Tür“ in der neu angemieteten Museumsscheune, genannt „Hermanns Scheune“, die in der Angerstraße 8 gelegen ist. 13 Jahre später gingen Grund-stück und Scheune in den Besitz des HGV über. Möglich wurde dieser Kauf mittels finan-zieller Zuwendung aus der Rogge-Stiftung, die größer war als sonst, weil alle Wulftener Vereine in diesem Jahr auf Geld aus besagter Stiftung verzichtet hatten, sowie der Gemein-de Wulften. 2018 wiederum konnte aufgrund der Übergabe des LEADER-Fördermit-telbescheids das Scheunendach erneuert und eine Gasheizung im Haus eingebaut werden, um die vielen Exponate vor Feuchtigkeit und Schimmel zu schützen.

Durch das Engagement einiger Wulftener Eisenbahner konnte 2002 der Aufbau der histori-schen Bahn-Signalanlage am Bahnhof erfolgen. 2008 wurde Korrektur am Bahnhofsschild gelesen und durchgeführt. Während es den Einheimischen nicht aufgefallen war, dass auf dem Schild „Wuften“ und nicht „Wulften“ stand, machte ein Durchreisender darauf aufmerk-sam, und das kleine "l" wurde eingefügt. Wer da mit einem Buchstaben gegeizt hat, weiß niemand. Ebenfalls 2008 wurde eine von Otto Gropengießer gestiftete Linde auf dem Hügel am Silbersee gepflanzt

Bereits im August 2005 wurden drei große Schautafeln mit Ortsplan- und Wander- sowie Rundwegen gebaut und an der Bushaltestelle Bilshäuser Straße, am Bahnhof sowie auf dem Anger aufgestellt und die auch heute noch zum informativen Verweilen einladen.

Seit 2012 ist der HGV Wulften übrigens auch im Internet vertreten, Elfriede Jork sorgt immer dafür, dass auf www.heimat-undgeschichtsvereinwulften.de viel Informatives zu lesen und zu sehen ist.

2012 erfolgten die Einfassung der Rolandsquelle im Hackental mit Anlage einer Wildrosen-hecke und dem Aufstellen einer Sitzgruppe. Im Jahr darauf wurde das von der Arbeits-gruppe gebaute Insektenhotel im Schulbiotop aufgestellt. Die Donnerstagsgruppe hat übri-gens seit ihrem Bestehen über 30 Bänke und Tischgruppen gebaut, aufgestellt und immer wieder instandgesetzt oder erneuert. Das Material dafür wurde zum Teil von Wulftener Einwohnern gespendet

Im Lauf der Jahre wurden zahlreiche dreieckige Hinweisschilder an historisch wichtigen Gebäuden in Wulften angebracht, ebenso in der Feldmark mit den Namen der Gemarkun-gen und deren Bedeutung.

Ganz „nebenbei“ wurden aber auch Ausflüge und Wanderungen auf die Beine gestellt. Schon im Juni 1996 wurde der erste Eichenrundwanderweg eingeweiht, dem sich noch vier weitere angeschlossen haben. Seit dem wird fast jedes jedem Jahr zur heimatkundlichen Wanderung und einem heimatgeschichtlichen Ausflug zu historisch bedeutenden Zielen in der Umgebung eingeladen: Etliche der Wanderungen wurden schon mehrmals unternom-men, allerdings wusste „Kulturwart“ Dieter Greunig jedes  Mal noch etwas Neues dazu zu erzählen.

Zurzeit warten alle HGVler darauf, dass der auflagenfreie Alltag Einzug halten und zur Jubiläumsfeier geladen werden kann. Das könnte dann 2022 der Fall sein.                 pb

 

 

 

 

 

Der leider viel zu früh verstorbene 1. Vorsitzende Hartmut Münter

(Gründungsmitglied)

Kirmes 1994 vor der Heimatstube:                    1999: Das neue Mühlrad wurde von Gu--

Gustav Thiele, Dieter Greunig, 1. Vors, Si-         stav Thiele und Georg Lange gebaut und

grun Münter, Marga Hermanns, Georg             eingehängt mit: Karl Bartsch, Bruno Thie-

Lange, Wolfgang Kersten, Dietrich Witte.          le, Doris Waßmann, Vorsitzenden Volk-

                                                                                  mar Steckel, Georg Lange, Dieter Greu-

                                                                                  nig (knieend), Freundin v. D. Waßmann,

                                                                                  Günther und Gustav Waßmann.

Der 2000 eingeweihte Brunnen mit Eva und                          Das Mühlrad dreht sich,

Gustav Geile.                                                                                 Beobachter von ober:

                                                                                                         Manfred Beushausen.

2013 Wanderung auf dem                       Trinkpause am Röderberg

Eichenrundwanderweg

Ehrung der noch lebenden Gründungsmitglieder bei der 25-Jahrfeier 2015 auf dem Hof "Hermanns Scheune" : Bodo Mißling, Heinz-Erich Nordmann, Erhardt Zischke als Vertreter des Kirchenvorstands, Dieter Greunig, Wolfgang Kersten, Günther Mönnich,

links die 2. Vorsitzende Elvira Schaper, rechts der 1. Vorsitzende Willi Waßmann.


Wasserhärte in Wulften                                                         (Stand: 16.05.2021)

Die Wasserhärte des Wulftener Trinkwassers beträgt 12°dH = 2,15mmol/l, also mittel-hart. Die Hydrogencarbonathärte beträgt 8,36°dH = 1,49 mmol/l, diese ist für die Kes-selsteinbildung bei der Erhitzung des Trinkwassers über 60°C verantwortlich. Die Nitratwerte belaufen sich auf 30,1 mg / Liter.


Wulftener Wehr hat viel zu erledigen                          (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Rainer Gropengießer, stellvertretender Vorsitzender des Samtgemeinde-Aus-schusses Bauen, Planen, Sicherheit und Ordnung (BPSO) und Henning Kunstin, Mitglied des Samtgemeinde-Ausschusses, hatten sich auf den Weg in die Steinstraße 1 in Wulften gemacht. Dort nämlich steht das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Wulften, welches 1977/78 errichtet und am 15. März durch einen Kompressor- und LKW-Reifenbrand ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Gropengießer betonte, er sei mit seinem Samtgemeinderatskollegen Kunstin gekommen, um sich vor Ort ein Bild davon zu machen, was der Brand in dem Gemäuer und dem darin befindlichen Sachbestand angestellt hat.

Er ließ aber auch durchblicken, dass der BPSO-Ausschuss zusammen mit der Verwaltung das Gespräch mit dem zuständigen Architekten führen wird, um dann den Rat der Samtgemeinde Hattorf aufzufordern mit dem Suchen und Finden einer akzeptablen Lösung zu beginnen. Es dürfe absolut keine Nachlässigkeit zugelassen werden, sondern noch deutlich vor September dieses Jahres eine Entscheidung gefallen sein, ob es einen Wieder-aufbau oder einen Neubau gibt. „Denn während der Zeit der Bundestags- und Kommu-nalwahlen dürften sich die Räder der Entscheidungen erst einmal ein ganzes Stück langsamer drehen – und dass ist bestimmt nicht im Interesse der Kameradinnen und Kameraden“.

Dann übernahm Ortsbrandmeister Grégory Olivier Mickiewicz zusammen mit seinem Stell-vertreter Christian Martin Wolff die informative Führung durch das sehr in Mitleidenschaft gezogene Gemäuer, welches mittlerweile überwiegend leer steht, weil es fast vollständig ausgeräumt ist. Denn der Rauch, welcher durch das Feuer, welches durch den schnellen Einsatz der Kameradinnen und Kameraden schnell gelöscht war, entstanden ist, hatte sich durch die kleinste Ritze bis auf den Dachboden „durchgefressen“.

Übrigens staunten die beiden Gäste nicht schlecht, als sie den Reifen gesehen hatten, der durch herabfallende brennende Kompressorbauteile entzündet worden war. Denn der könn-te im Prinzip als Leermittel verwendet werden, um aufzuzeigen, aus was für Materialien und Schichten sich so ein Objekt zusammensetzt.

„Als wir das Feuer gelöscht und die Fahrzeuge draußen hatten, sah alles noch gar nicht so schlimm aus“. Daran habe auch die Tatsache vorerst nicht geändert, dass er und drei weitere Kameraden mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation ins Krankenhaus mussten. Denn sie wurden bereits nach kurzer Zeit gesund entlassen. Entstanden war übrigens diese Gesundheitseinschränkung durch das Einatmen von Rauchgasen bei der Brandbekäm-pfung beziehungsweise dem "in Sicherheit bringen" der Einsatzfahrzeuge. „Das große Erwachen gab es er am kommenden Tag, so der Ortsbrandmeister.

Es sollten sich auch die Gutachter die Klinke in die Hand geben. Der erste sei von der Brandkasse zur Schadensaufnahme gekommen. Der zweite Fachmann der Großschadens-abteilung kam, weil der Schadensfall deutlich die 100.000 €-Grenze überschreiten wird. Der dritte wiederum war vom Kommunalen Schadensausgleich (KSA) beauftragt worden, der für die Einsatzfahrzeuge zuständig ist. Und schließlich folgte dann noch der vierte Gutachter, der alles Elektronische und die IT-Technik in Augenschein genommen hat.

Alle drei Einsatzfahrzeuge wurden schnellstmöglich von der Wulftener Firma Jens-Karl Lange Industriewartung zur Brandsanierung ins GAS Technologiezentrum nach Ewitte (NRW) überführt. Damit die Wulftener nicht zu einer Feuerwehr-Fahrzeug freien Zone erklärt werden konnte, parkten die Hattorfer Wehr eines ihrer Einsatzfahrzeug, das TSF (Transportspritzenfahrzeug) nicht ins Wulftener Feuerwehrhaus ein, sondern in der alten „Postbusgarage“ der Wache Süd, die in dem Straßenzug „Neue Welt“ gelegen ist und von Jens-Karl Lange zur Verfügung gestellt wurde. Dort werden übrigens auch die drei Wulfte-ner Fahrzeuge erst einmal stehen, wenn sie auf eigener Achse aus Ewitte nach einer Auf-bereitung für 22.000 € zurückgekommen sind. Um dieses Einparken möglich zu machen, hatte die Firma Gropengießer Erdreich bewegt, den Untergrund befestigt und Frischwasser sowie Abwasser verlegt. Mittlerweile stehen übrigens auch an auf beiden Wachen Büro-, Sanitär- und Materialcontainer. „Wir müssen ja alles irgendwo unterbringen“, so Mickiewicz. So ist beispielsweise die Wulftener und Samtgemeinde-Kleiderkammer in einen der Con-tainer untergebracht.

Grégory Olivier Mickiewicz gewährte bei dem Rundgang aber auch neben der Fahrzeug-halle Einblicke in alle anderen Räumlichkeiten. Dazu gehörten die ebenfalls leeren Umklei-deräume. Mittlerweile sind übrigens sämtliche persönliche Schutzausrüstungen inklusive Helme und Handschuhe durch eine Fachfirma gereinigt und den Einsatzkräften wieder, zur Lagerung zuhause, ausgehändigt worden. Nicht wieder zum Einsatz dürfen die Stiefel kommen. Denn deren Reinigungskosten lägen wesentlich höher, als die Neubeschaffung bzw. wurden durch den Gutachter als unwirtschaftlich bewertet. Dieser Anmerkung stimmten die beiden Gäste vollends zu.

Jetzt gilt es für eine Fachfirma, alle Räumlichkeiten zu reinigen. Der Ortsrandmeister sprach die Hoffnung aus, dass nach dem Ausbau der neuen Küche im ersten Stock bitte nicht auch noch die Wände aufgerissen werden müssen, um den Rauchschaden zu beseitigen. Damit ginge eine vier Jahre währende Renovierung in Eigenleistung verloren. Dies müsste der eingebundene Chemiker entscheiden.

Ob letztendlich aber der Wiederaufbau in Angriff genommen wird, oder sich die Samtge-meinde für einen Neubau entscheiden wird, wagte er nicht zu diagnostizieren. „Da bleibt nur abzuwarten, ob das Wahljahr den Entscheidungsträgern den nötigen Ansporn für Pro-Feuerwehr-Entscheidungen erweckt“.

Abschließend ließ es sich Ortsbrandmeister Mickiewicz nicht nehmen, der Verwaltung der Samtgemeinde Hattorf, die sich fast ausschließlich um diesen Schadenfall kümmerte sowie den Kameraden/innen der Wulftener und der anderen Wehr der Samtgemeinde für deren gute Zusammenarbeit, Geduld und Verständnis zu danken. Ebenso richtete er seinen Dank an Rolf Lohrengel, der auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb die Großfahrzeuge über-gangsweise aufnahm und Jens-Karl Lange, der sofort unbürokratisch einen Stellplatz und weitere Unterstützungsleistungen anbot. So ein großes Dankeschön könne er leider bislang nicht an die Politik aussprechen.

Er hielt aber auch nicht mit der Freude hinterm Berg, dass sich Vertreter des BPSO-Ausschusses und des Samtgemeinderates viel Zeit genommen hatten, um aus erster Hand zu erfahren, wie es bei der Wulftener Wehr und deren Einsatzbereitschaft nach dem Brand ausschaut. pb

Grégory Olivier Mickiewicz, Lena vom Hofe, Frederik Kalis, Maurizio Mönnich und  Edgar Brandt sorgten dafür dass der Bauschuttcontainer vor dem Feuerwehrhaus nicht lange leer blieb.

 

So kann eine Reifen ausschauen, wenn er mit Feuer in Berührung gekommen ist.

 

Ortsbrandmeister Grégory Olivier Mickiewicz (re.) und sein Stellvertreter, Christian Martin Wulf (li.) stellt Rainer Gropengießer (zw. v. re.) und Henning Kunstin, das vom Brand sehr in Mitleidenschaft genommene Gebäude vor.                                           Fotos: Petra Bordfeld


Gute Nachrichten für den Wulftener Gemeinderat          (Text: Petra Bordfeld)

Wulften. Während der Sitzung des Wulftener Gemeinderates bebten auch einmal die Platten der Tische, welche im Schützenhaus aufgestellt waren. Denn Samtgemeindebürgermeister Rolf Hellwig tat kund, dass dem Bauantrag für dieses Gebäude weitestgehend vom Landkreis Göttingen stattgegeben wurde und somit auch die Baugenehmigung vorliegt. Diese Neuigkeit, auf die die Gemeinde über 15 Monate warten musste, veranlasste die Ratsmitglieder dem Holz mittels ihrer Hände Freudentöne zu entlocken.

Die stellvertretende Bürgermeisterin dieser Gemeinde, Elvira Schaper, und Rolf Hellwig legten aber eine weitere erfreuliche Tatsache vor, die bereits ihren Rundgang durch Wulften gemacht haben könnte: Die Bimmelbrücke ist nach über zwei Jahren endlich wieder für Fußgänger und Radfahrer frei gegeben. Hellwig erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass Pferd und Reiter aber weder das eine noch das andere sind und somit dieses historische Bauwerk nicht betreten dürfen. Sie müssten weiterhin den Weg durchs Dorf wählen. Ein Schild, das den Reitern das Überqueren mit ihrem behuften Freund verbietet, muss nicht aufgestellt werden, dass Verbot mache letztendlich das Erlaubnisschild für Radfahrer und Fußgänger sehr deutlich.

Bevor aber diese beiden erfreulichen Tatsachen offen gelegt wurden, ging Rolf Hellwig auf die Haushaltssatzung der Gemeinde Wulften ein, die offenbarte, dass die anfänglichen Defizite von rund 120.000 € auf 3.700 € "geschrumpft“ sind. Möglich hätten das durchaus erfreuliche Änderungen, die unter anderem von der SPD-Fraktion eingebracht wurden, und so zu einer äußerst positiven Entwicklung der Beratungen geführt hätten.

SPD-Fraktionssprecher Walter Römermann betonte, dass man sich akribisch mit dem von der Verwaltung ausgearbeiteten Zahlenwerk des Haushaltsent-wurfes befasst hätte, nachdem die Beratung mit den vom Kämmerer Arnd Barke erläuterten Haushaltansätzen im Ausschuss für Entwicklung und Finanzen gelaufen war. "Wir haben uns anhand der Produktkontenlisten etliche Haus-haltspositionen vorgenommen und bei einigen festgestellt, dass da durchaus Veränderungen in Richtung Haushaltsausgleich vorgenommen werden könn-ten“. Da außerdem Haushaltsreste aus dem Vorjahr berücksichtigt werden konnten, habe man es hinbekommen, einen positiven Haushaltsabschluss im Ergebnishaushalt darzustellen. "Wichtig war uns dabei, für allen Produktkonten einen auskömmlichen Ansatz zu bilden, der zu keinen Engpässen im Laufe des Haushaltsjahres führen wird“. Abschließend bedankte sich Römermann der Verwaltung und den an diesem Zahlenspiel mitwirkenden Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit.

Auch CDU-Fraktionssprecher Henning Eulert stand den zu verabschiedenden Haushaltsplan positiv gegenüber. "Wir haben den Haushalts-Ausgleich erreicht, auch weil wir das als ein wichtiges Zeichen an die übrigen Mitgliedsgemeinden sehen. Wir wollten ihn ausgleichen, haben gemeinsam nach Möglichkeiten gesucht und das ist gelungen“. Dazu hätte unter anderem der Verkauf eines Baugrundstücks beigetragen. Ein ausgeglichener Haushalt sei wichtig für den Erhalt der Selbständigkeit als Gemeinde. "Schön, dass es geklappt hat“.

Beide Fraktionen stimmten der Haushaltssatzung 2021 zu. Nur der fraktionslose Willi Ehrhard konnte sich nicht dazu entschließen. Er enthielt sich der Stimme.

Einstimmig verlief dahingegen die Berufung einer Gemeindewahlleitung für die Kommunalwahlen in diesem Jahr. Somit ist Samtgemeindeoberamtsrat Arnd Barke Gemeindewahlleiter und der Samtgemeindeangestellte Marco Böttcher sein Stellvertreter.

Ebenso einig waren sich die Gemeinderatsmitglieder, als es um den Antrag der SPD-Fraktion ging, die Krippengebühren für den Kindergarten Wulften in der Corona-Zeit zu erlassen. Damit wird der Kindertagesstättenverband "Harzer Land“ gebeten, auf die Erhebung der Krippengebühren rückwirkend ab dem 1. Januar 2021 bis zur Aufhebung der durch die Verordnung des Landes Niedersachsen angeordneten Schließung der Kindertagesstätten zu verzichten. Bereits geleistete Krippengebühren für diesen Zeitraum sind so den Eltern von dem Verband zurückzuerstatten.

Noch einmal auf die überaus erfreuliche Baugenehmigung für das Schützenhaus eingehend, ließ Rolf Hellwig durchblicken, dass die Bauunterlagen des Ingenieurs, der aus gesundheitlichen Gründen diese Aufgabe niedergelegt hat, von seinem Nachfolger genutzt werden dürfen. Er müsse letztendlich den Rahmen der Baugenehmigung beachten. In gewissen Punkten seien Abweichungen zwar möglich, aber der ursprüngliche Plan steht nun einmal fest. Pb

Bürgermeister Henning Kruse und Stellvertreterin Elvira Schaper freuen sich, die Bimmelbrücke betreten zu können. Foto: Gerhard Lüer
Bürgermeister Henning Kruse und Stellvertreterin Elvira Schaper freuen sich, die Bimmelbrücke betreten zu können. Foto: Gerhard Lüer

Die Bimmelbrücke ist seit dem 19.03.2021, mittags, wieder freigegeben!(eigener Bericht)

Wulften. Nach langem Warten wurde heute Vormittag, 19.03.2021, die Bimmelbrücke nach Aufbringen eines neuen Belages von der Verwaltung und der Gemeinde für Fuß-gänger und Radfahrer freigegeben. Pferde sollten den neuen Beleg meiden!

Bürgermeister Henning Kruse und seine Stellvertreterin Elvira Schaper besahen sich die abgeschlossenen Arbeiten und stellten nur kleine Restarbeiten fest, die bald beho-ben werden können.

Ein besonderer Blickpunkt bei der Besichtigung, war die Roste, die für Barfußgänger eingebaut wurde.

Elvira Schaper und Henning Kruse gehen über den neuen Belag
Elvira Schaper und Henning Kruse gehen über den neuen Belag

Der neue Belag. Rechts für Barfußgänger                       Mitarbeiter der bauausf. Firma

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Eine kleine Neugierige .......                                                        .... durfte unter Aufsicht über

                                                                                                        die Brücke

                                                                                                                   (3 Fotos T. Rusteberg)

Auffahrt aus Richtung Bilshausen                                      (3 Fotos Gerhard Lüer)
Auffahrt aus Richtung Bilshausen (3 Fotos Gerhard Lüer)

Brücken und Schützenhaus Wulften sorgten für Gesprächsstoff

                                                                                             (Text: Petra Bordfeld)

Wulften. Beim Bauvorhaben Schützenhaus Wulften hat es eine Änderung gegeben, welche den Ausschuss für Entwicklung und Finanzen der Gemeinde nachdenklich stimmte. Aus Sicht der Mitglieder ist dieses Gebäude letztendlich für Wulften mindestens genauso wichtig, wie für Hattorf das Freibad. Während der Sitzung, in der es auch um die Haushalts-satzung 2021 und andere Themen ging, ließ Arnd Barke, Kämmerer der Samtgemeinde Hattorf, durchblicken, dass sich ein Ingenieur-Wechsel vollziehen wird.

Da der Ingenieur der ersten Stunde aus gesundheitlichen Gründen das Planungshandtuch geschmissen hat, gelte es jetzt, erneut eine Auftragsvergabe in Gang zu setzen. Wenn die Verwaltung fündig geworden ist, werde der neue Mann auch auf die von dessen Vorgänger erarbeiteten Unterlagen zurückgreifen können.

Walter Römermann mahnte an, dass man bereits seit zwei Jahren in Sachen Schützenhaus recht ergebnislos „herumeiere“. Größte Sorgen bereite ihm aber die Tatsache, dass die Förderzusage wohl auslaufe. Es müsse versucht werden, eine Verlängerung beim ARL zu erhalten.

Arnd Barke versicherte, dass es mit dem Ausbau des Schützenhauses weitergehen werde. Für die Komplettsanierung dieses Gebäudes seien schließlich 500.000 € für das Haushalts-jahr 2021 fest eingeplant. Bis 2024 seien für die Betriebs- und Geschäftsausstattung insge-samt 12.000 € vorgesehen. Von der Förderseite stünden außerdem noch einmal 500.000 € zur Verfügung.

Bei der Sanierung von sieben und der Erneuerung von vier Wulftener Brücken müssen fast 84.000 € eingeplant werden. Dafür vorgesehene Haushaltsmittel müssten das Vorhaben problemlos abdecken, so Arnd Barke. Die Bewertung der Brückenzustände sind bereits 2018 von einem Ingenieurbüro durchgeführt worden, welches in einer Bewertungsliste von 1 bis 4 Noten von 2 bis 3,4 vergeben hat.

Sowie die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, könne mit der Sanierung begonnen werden, die Erneuerung der Grabenbrücke "Bebergasse", der Fußgängerbrücke "Am Schilde" und der Fußgängerbrücke "Gartenstraße" soll aber erst 2022 oder 2023 starten. Da die Sanierung der Brücke "Breite Straße" unwirtschaftlich ist, müsse dort ein Ersatzbau her.

Die Arbeiten an der Bimmelbrücke, die 2018 die Zustandsnote 2,8 (noch ausreichender Bauwerkszustand) erhalten hat, sind übrigens wieder aufgenommen worden und sollen laut Aussage des Kämmerers voraussichtlich am 19. März abgeschlossen sein. Dann gelte es noch für den Bauhof einige Arbeiten zu erledigen, wie etwa das Aufstellen von Pollern.

Als die Baumaßnahmen in der Wiesen- und Steinstraße angesprochen wurden, mahnte Bürgermeister Henning Kruse, dass man den Anwohnern bei einer Versammlung versprochen hätte, dass dort erst etwas geschehe, wenn sie damit einverstanden wären. "Wir dürfen sie nicht vor vollendete Tatsachen stellen und einem tiefen Griff in deren Geldtasche machen“.

Der Ausschuss war sich dahingehend einig, dass die Sanierung der Straßenzüge erst dann in Angriff genommen wird, wenn die Kosten dafür abgesichert sind. Der Ruf nach Dorferneuerung war zu vernehmen, man solle versuchen erneut eine Zusage für diese Maßnahmen zu erhalten. Man einigte sich darauf, dass dieses Thema erst einmal in die Fraktionen abgegeben wird, um es dann in der Ratssitzung am 22. März zu besprechen.

Auf die Zahlen des vorläufigen Haushaltsplans 2021 eingehend, legte Arnd Barke offen, dass im Ergebnishaushalt den ordentlichen Erträgen in Höhe von rund 1.985 Mio. € Auf-wendungen in Höhe von 1.895 Mio. € gegenüberstehen. Beim Finanzhaushalt wiesen die Einzahlungen aus laufenden Verwaltungstätigkeiten 1.807 Mio. € auf, die Auszahlungen dahingegen 1.790 Mio. €. Bei den Grundsteuern A und B sowie der Gewerbe- und Hundesteuer werde es keine Änderungen geben, weil diese ja im vergangenen Jahr entsprechend angepasst wurden.

Der Zur Kenntnisnahme des Zahlenwerkes schlossen sich drei Anträge der SPD-Fraktion an. Fraktionsvorsitzender Walter Römermann begann mit der Kita Wulften. Seine Fraktion und auch der Gemeinderat Wulften fordern den kirchlichen Träger auf, die Kita-Gebühren für die Zeiten der Nicht- beziehungsweise Notbetreuung (ab 14. Dezember 20 bis März 21) den Eltern zu erlassen oder zurückzuerstatten. Die Betroffenen sollen damit für die situationsbedingten Belastungen der Corona-Pandemie zumindest in finanzieller Hinsicht entlastet werden.

Der zweite Antrag drehte sich um den Wunsch der Firma Gropengießer GmbH, die im "Oberen Birkenberg" die Möglichkeit anbieten möchte, individuelle Familienhäuser zu bauen, welche der modernen Architektur angepasst seien und schon auf interessierte Kundschaft gestoßen wäre. Wenn der Gemeinderat diesem Antrag zustimmt, werde die bauausführende Firma die anfallenden Planungsänderungskosten in voller Höhe überneh-men. Auch dieser Antrag wurde in die Fraktionen verwiesen.

Bei dem letzten Antrag der SPD ging es darum, in das Regionale Raumordnungsprogramm für den Landkreis Göttingen (RROP) den nördlichen Teil der Feldflur von Wulften als Land-schaftsschutzgebiet aufnehmen zu lassen.

Den Grund dafür offenbarte Dieter Greunig. Das besagte Gelände gehöre schließlich zu den „Osteroder Buntsandsteinbergen“, dessen geologische Vielfalt als besonders ein-drucksvoll gelte. Die Landschaft zeichnet sich durch hohe Grünlandteile aus. An einigen nicht zusammenhängenden Bereichen wird Ackerbau betrieben. Zahlreiche Höhen und kleine Waldstücke lockern das Landschaftsbild auf. "Vergleichsbares ist an keiner Stelle der näheren Umgebung zu finden“.

Außerdem gelte dieses Gebiet auch als Lebensraum für den „Roten Milan“. Die Land-schaftsvielfalt vergrößere übrigens die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Greifvogel dort auch brüten werde. "Die Naturschutzverbände können weiteres Wissen vermitteln“.

Erwähnt werden müsse in diesem Zusammenhang aber auch, dass dort zahlreiche Streuobstwiesen, oftmals auch ältere Exemplare, zu finden seien. Damit sei die Aufwertung der Natur stark gestiegen.

"Das aufgezeigte ideale Landschaftsbild kommt dem Ziel nach Naherholung in besonders starkem Maße entgegen. Wanderwege mit sachdienlicher Beschilderung stärken den Wunsch nach erlebter Natur“.

Um dieses Gebiet nun mit seiner einzigartigen Gestaltung zu sichern und vor Eingriffen zu bewahren, bedarf es einer sachgerechten Vorgehensweise. Deswegen soll die Gemeinde Wulften die Anerkennung und Einstufung als Landschaftsschutzgebiet beantragen.  pb

 

 

 

So sieht der aktuel-le Plan der im "Obe-ren Birkenweg" ge-legenen Baugrund-stücke aus.

Als Landschaftsschutzgebiet vorgesehen:                                 (Fotos: Ilsemarie Luttmann)

Speukegrund                                                                   Teichbusch


Gut besuchter Gottesdienst auf dem Anger              (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Lektorin Doris Ebeling hatte die Idee, in den frühen Abendstunden zum Got-tesdienst auf dem neu gestalteten Anger in Wulften zu einem Gottesdienst zu laden, dessen Predigt sich um das Thema „Geduld“ drehen sollte. Der Kirchenvorstand sowie der Küster standen ihr bei den Vorbereitungen voll zur Seite. Und sie durften sich darüber freuen, dass zahlreiche Bürger gekommen waren, um dieser nicht alltägliche liturgische Feier beizuwohnen. Dabei wurde selbstredend auf den Abstand geachtet.

Die Augen fielen aber auch auf die kleinen Wichtelsäckchen, die zwischen zwei Bäumen an einer gespannten Leine hingen. Sie sollten aber nicht nur ein Blickfang sein, denn jeder Gottesdienstteilnehmer durfte sich am Ende für den Nachhauseweg eines mitneh-men. Da unter freiem Himmel auch Lieder angestimmt werden durften, so die Mund-Nase-Maske richtig saß, waren Hinrich und Martina Grünhagen gekommen, um mittels Keyboard und Flöte für den musikalischen Rahmen zu sorgen.

Doris Ebeling betonte, dass in diesem Jahr vieles anders ist. „Manche Sachen, die wir normalerweise in der Adventszeit machen, sind diesen Winter nicht möglich“.  Manchmal habe sie den Eindruck, dass vorweihnachtliche Stimmung und der Corona-Alltag dicht bei-einander stünden. Auf der einen Seite gebe es das Adventliche, Gemütliche sowie die Sehnsucht nach Wärme und Geborgenheit. Auf der anderen Seite könne die Realität im Corona-Jahr nicht übersehen werden. Die Kontaktbeschränkungen, die Einsamkeit, die Erfahrungen der letzten Monate; die Infektionszahlen und die Angst, dass die beste-henden Regeln nochmal verschärft werden könnten, brächten auch die zunehmende gesellschaftliche Spaltung mit sich.

„Aber einiges geht auch in diesem Jahr, trotz Corona: Wir können Plätzchen backen, Weihnachtsfilme ansehen, Stollen essen, alles weihnachtlich dekorieren, Tee oder Kaffee trinken und zur Ruhe kommen“.

Für das eine und das andere bräuchte man Geduld. Man warte schließlich nicht nur geduldig aufs Weihnachtsfest, sondern auch darauf, dass die Theater, die Gaststätten und Restaurants wieder öffnen, oder dass man sich mal wieder mit mehr als fünf Men-schen unbeschwert treffen könnte. Die Lektorin stellte die Frage: „Wir warten, aber sind wir geduldig?“  Während Geduld wirklich eine Tugend ist, dürfte die Ungeduld wohl insge-samt viel verbreiteter sein.

Das Weihnachtsfest mutet dieses Jahr weniger gemütlich und kuschlig an, man werde wohl draußen stehen, wie die Hirten auf den Feldern, werde frieren, wie Maria und Josef unterwegs, werde wenig Licht haben, wie die heilige Familie im Stall und Listen führen müssen, wie die Könige damals. „Nur wollen wir nichts zählen, sondern Infektionsketten nachvollziehen können“.

Das Leben sei so unübersichtlich geworden, dass manche sich nach den guten alten Zeiten zurücksehnen. Corona hat in den letzten Monaten so einiges im persönlichen und privaten Leben. Durcheinandergewirbelt, auch für die Menschen in Wulften, so die Lek-torin.

„Ich denke, vielleicht kann uns die Adventszeit in seiner diesjährigen Ruhe tatsächlich so etwas wie Besinnlichkeit schenken“, so Doris Ebeling „Gerade weil wir nicht alles ver-stehen, weil es nicht auf alle Fragen eine Antwort und für jedes Problem eine Lösung gibt, braucht es Geduld“.

Und solange es durch dieses unübersichtliche Gelände geht, was Leben heißt, sollte man doch geduldig sein und die kleinen Zeichen der Hoffnung, Licht im Herzen und im Lächeln des anderen wahrnehmen.

Bevor sich alle auf den Heimweg machten, sparten sie nicht mit Applaus für die beiden Musikanten. Im Prinzip war aber zu vernehmen, dass er auch der Lektorin galt. Denn sie hatte allen aus dem Herzen gesprochen.   pb

Die Teilenehmer nehmen sich gern                  Die Gestalter des Gottesdienstes mit Wor-

Wichtelsäckchen von der Leine mit                   ten und Musik

 

Zu dem Gottesdienst unter freiem Himmel hatten sich viele Interessenten eingefunden. Fotos: Petra Bordfeld


In stillem Gedenken Kranz niedergelegt                     (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Aufgrund der Corona-Pandemie und der Empfehlung seitens des Nie-dersächsischen Städte- und Gemeindebundes gab es am Volkstrauertag in Wulften keinen gemeinsamen Kirchgang mit anschließender Kranzniederlegung im Rahmen einer von Musik umrahmten öffentlichen Gedenkfeier. Henning Kru-se, Elvira Schaper und Peter Beußhausen ließen es sich aber nicht nehmen, im Namen aller am Ehrenmal in Gedenken derer, die ihr Leben in den beiden Welt-kriegen lassen mussten, außerhalb eines Gottesdienstes einen Ehrenkranz nieder zu legen und der Kriegstoten zu gedenken.  pb

Foto: Petra Bordfeld
Foto: Petra Bordfeld

Elvira Schaper bleibt Wulftens stellvertretende Bürgermeisterin

  (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Auf der außerordentlichen Sitzung des Wulftener Gemeinderates war die Zahl der interessierten Bürger größer, als die der Ratsmitglieder. Sie alle waren ins Schüt-zenhaus gekommen, weil neben der Neubildung des Verwaltungsausschusses sowie des Ausschusses für Entwicklung und Finanzen und die Wahl von stellvertretenden Bürge-rmeistern, noch die Bimmelbrücke und der überaus interessante Antrag des Wulftener Karneval Clubs (WKC) im Raum standen.

Da Willi Ehrhardt den Entschluss gefasst hatte, bis zu den Kommunalwahlen im kommen-den Jahr im Rat als fraktionsloses Mitglied zu bleiben, hat die SPD-Fraktion ihre Mehrheit verloren. Weil jetzt die SPD-Fraktion fünf Sitze, die CDU-Fraktion drei und die Wählergrup-pe „Für Wulften“ zwei Sitze hat,  waren anstehende Änderungen unumgänglich.

Bislang waren Elvira Schaper und Peter Beußhausen die beiden gleichberechtigten Stellvertreter von Bürgermeister Henning Kruse. Da aber Beußhausen aufgrund der veränderten Mehrheiten nicht mehr im Verwaltungsausschuss vertreten ist, durfte er nicht erneut für das Stellvertreteramt kandidieren. Somit konnten die Stellvertreter nur aus der CDU und der Wählergruppe „Für Wulften“ kommen.  Es wurde aber nur Elvira Schaper vorgeschlagen, die dann auch wieder einstimmig in das Amt gewählt wurde.

Bei den neuen Besetzungen der Ausschüsse gab es auch keine unterschiedlichen Meinungen. So sind im Verwaltungsausschuss neben Henning Kruse (SPD), auch Elvira Schaper (CDU) und Klaus Deppe (Wählergruppe „Für Wulften“). Stellvertreter sind Walter Römermann und Peter Beußhausen (SPD), Henning Eulert und Jürgen Geile (CD)) sowie Andreas Nolte (Wählergruppe FW).

Für die Neubildung des Ausschusses für Entwicklung und Finanzen wurde eingangs einstimmig beschlossen, die Zahl der ordentlichen Mitglieder von fünf auf sechs zu erhö-hen. Diese setzte sich wie folgt zusammen: Kevin Kaliner (Vorsitzender), Peter Beuß-hausen und Walter Römermann (SPD), Elvira Schaper und Jürgen Geile (CDU) sowie Klaus Deppe (Wählergruppe FW).Vertreter sind Gitta Herb und Henning Kruse sowie Die-ter Greunig als Bürgervertreter (SPD), Henning Eulert und Bürgervertreter Günther Ehr-hardt (CDU) sowie Andreas Nolte und Bürgervertreter Michael Strüver (Wählergruppe FW). Willi Ehrhardt wird als fraktionsloses Mitglied in diesem Ausschuss sitzen.

Weiter wurde fast einstimmig der Beschluss gefasst, für die Baumaßnahme „Bimmel-brücke“ überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 29.000 € zur Verfügung stellen. Denn es war ein Mehraufwand zu Tage getreten, welcher im Vorfeld nicht erkennbar gewesen war. Die Deckung dieses Nachtrags ist übrigens durch Einsparungen bei einem noch nicht in Anspruch genommen Haushalttitel ermöglicht worden.

Abschließend ließ Bürgermeister Henning Kruse noch durchblicken, dass der Wulftener Karneval Club (WKC) einen Antrag vorgelegt hat, welcher beim Gemeinderat auf offene Ohren und Zustimmung gestoßen ist. Der WKC möchte nämlich die Karnevalszeit 20/21 nicht sang- und klanglos vergehen lassen, sondern mittels eines Online-Events möglich machen. Und genau dafür benötigt er das Schützenhaus, welches er anpachten möchte. Kruse betonte zwar, dass es eventuell einen Wehrmutstropfen geben könnte, wenn der Umbau dieses Gebäudes da schon losgehen werde. Da allerdings erst in den letzten Tagen der erste Förderbescheid eingegangen wäre, sei es nicht sehr real. Schließlich müsste ja noch die Ausschreibung auf den Weg gebracht werden. „Wir gehen davon aus, dass im Januar 2021 noch nichts großartiges passieren wird, das Schützenhaus steht dem WKC zur Verfügung.“ so Bürgermeister Henning Kruse. Die schriftliche Benachrichtigung wird zeitnah durch Gemeindedirektor Rolf Hellwig erfolgen.   pb


Änderungen in der SPD-Fraktion des Gemeinderates Wulften

  (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Während der Sitzung des Gemeinderates Wulften gab es Änderungen in der SPD-Fraktion. Denn, weil Ratsfrau Pamela Dorn aufgrund eines Wegzuges aus der Ort-schaft ihr Amt niederlegte, wurde Gitta Herb als ihre Nachfolgerin vorgeschlagen und gewählt. Außerdem teilte Willi Ehrhardt mit, dass er seinen Fraktionsvorsitz an seinen bisherigen Stellvertreter Walter Römermann abgetreten hat, dass er aus der Fraktion austrete, aber bis zu den Wahlen im kommenden Jahr sein Ratsmandat behalten wird.

Pamela Dorn, die seit 2016 im Wulftener Rat vertreten ist, durfte sich zum Abschied über viele Worte der Anerkennung für ihr Engagement freuen. Bürgermeister Henning Kruse würdigte ihre Arbeit als stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Entwicklung und Finanzen sowie als ordentliches Mitglied in dem Kita-Beirat und dem Kita-Ausschuss außerdem mit einem blumigen Dankeschön. Ganz besonders hätte sie sich aber immer wieder für das Gelingen der Senioren-Adventsfeier stark gemacht. Dass alle Ratsmittlieder ihr für ihren weiteren Weg alles erdenklich Gute wünschten, machten sie mit Beifallklopfer deutlich.

Walter Römermann sprach im Namen der SPD-Fraktion den herzlichen Dank der aus dem Ehrenamt Scheidenden aus und überreichte ihr ein inhaltsreiches Flachgeschenk.

Gitta Herb rückte laut Komunalverfassungsgesetz nicht „nur“ nach, sondern wurde ebenso in das Ehrenamt gewählt und vom Bürgermeister Hening Kruse förmlich verpflichtet. Sie wird übrigens auch die Posten in den beiden Ausschüssen und im Beirat übernehmen, welche ihre Vorgängerin innegehabt hatte. Auch für sie wurden die Tische für einen Augenblick einheitlich zu „Trommeln“ umfunktioniert.

Gemeindedirektor Rolf Hellwig teilte anschließend mit, dass es auch an der Spitze der SPD-Fraktion einen Wechsel gegeben hat. Denn der langjährige stellvertretende Vorsitzende, Walter Römermann, hat jetzt den Vorsitz übernommen. Ratsherr Kevin Kaliner wird ab sofort Vorsitzender des Ausschusses für Entwicklung und Finanzen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung im Schützenhaus kam Henning Kruse auf das Themas „Windkrafträder“ zu sprechen. Der Landkreis
Göttingen hätte bislang „nur“ einen Entwurf zum neuen regionalen Raumordnungs-programm vorgelegt, in dem die ausgewiesenen Flächen für Windenergie besonders inter-essant für die Gemeinde Wulften wären. Wenn dieser Entwurf endgültig vom Landkreis bestätigt werde, hätten interessierte Bürger und auch der Gemeinderat die Möglichkeit, dazu Stellung zu beziehen.

Weiter ließ er durchblicken, dass die Gemeinde Wulften alle Veranstaltungen in 2020 abgesagt hat. Das gilt für den Weihnachtsmarkt, die Senioren-Adventsfeier und den „Tag des Ehrenamtes“. Auch der gemeinsame Kirchgang mit anschließender Gedenkfeier am Volkstrauertag werde nur gemäß dem Vorschlag der Landesregierung durchgeführt. Somit werde lediglich eine kleine Abordnung den Kranz zum Gedenken der Opfer der beiden Weltkriege an dem Ehrenmal niedergelegen.

Aber auch der Geldautomat, den die Sparkasse Osterode und die Volksbank im Harz gemeinsam im Alten Rathaus haben zur Nutzung stehen lassen, kam noch einmal ins Gespräch. Hennig Kruse mahnte an, dass es nicht angehen könne, dass die Bankinstitute den Automaten einfach dort stehen ließen, wo er auch zu finden war, als die Sparkasse noch geöffnet war. „Das ist so, als wenn ich als Mieter auszöge, aber den Kühlschrank mit der Bemerkung, dass ich ihn in drei Jahren abhole, stehen ließe“. Beiden Bankinstituten müsse von Anfang an klar gewesen sein, dass weder die Samtgemeinde Hattorf, noch die Gemeinde Wulften die Kosten für eine Umsetzung übernehmen würden.  „Es gibt die Zusage der Gemeinde, dass den Banken kostenfrei ein Raum zum Weiterbetrieb des Automaten zur Verfügung gestellt wird, aber nicht die bisherigen Räumlichkeiten der Sparkasse betreffend“ so der Bürgermeister.  „Wir sind von Anfang an davon ausgegangen, dass der Automat nicht dort stehen bleiben kann. Denn die laufenden Kosten für die ehemaligen Sparkassenräume an Heizung, Strom usw. trägt nur die Gemeinde. Und eine weitere Nutzung ist ausgeschlossen“. Rolf Hellwig betonte in diesem Zusammenhang, dass ihm nochmals von höchster Stelle mitgeteilt worden sei, dass die Banken kein Geld mehr in die Umsetzung des Automaten stecken würden, sondern nur noch für dessen Abbau.  pb

Bürgermeister Henning Kruse zusammen mit Pamela Dorn (li.) und Gitta Herb (re.).

Foto: Petra Bordfeld


Ein sehr teurer Geldautomat verschwindet bald in Wulften

 (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Dort, wo einst die Sparkasse Osterode in Wulften anzutreffen war, steht seit dem 1. Juli ein Geldautomat ohne Auszugdrucker, den dieses Geldinstitut zusammen mit der Volksbank im Harz, die sich ebenfalls aus Wulften zurückgezogen hat, für drei Jahre stehen lassen wollte.  Doch aus Sicht von Bürgermeister Hennig Kruse und seine beiden Stellver-tretern Elvira Schaper und Peter Beushausen ist da jetzt eine sehr teure Lösung für die Gemeinde herausgekommen.

Denn dieser eine Automat, der im alten Rathaus zu finden ist, benötigt eigentlich im Höchstmaß ganze sechs Quadratmeter. Zurzeit nimmt er allerdings Räumlichkeiten von 100 Quadratmeter in Anspruch, für welche die Gemeinde Strom und Heizung bezahlen muss. Das müsse nicht nur aus Sicht der drei geändert werden. „Es muss doch möglich sein, den Automaten so umzusetzen, dass er nicht mehr Platz um sich herum in Anspruch nimmt, als wie er braucht“. Schließlich sollen diese Räumlichkeiten wieder anderweitig genutzt werden, doch das geht mit einem Automaten mitten im Zimmer äußerst schlecht.

Der neue Platz ist übrigens mit der zehn Meter vom jetzigen Standort entfernt stehenden Flurwand auch gefunden worden, aber dafür soll die Gemeinde 25.000 € locker machen, was der Gemeinde schriftlich mitgeteilt wurde. Das Argument beider Geldinstitute: Schließ-lich müsse mit der Versetzung des Automaten eine Fachfirma beauftragt werden. Übrigens würde diese Umsetzung auch nur für drei Jahre gelten, weil sich so ein Automat in Wulften nicht bezahlbar mache und Hattorf nicht so weit entfernt liege. Diesen tiefen Griff in die Haushaltskasse könne sich die Gemeinde absolut nicht leisten und sei auch nie Thema der Verhandlungen gewesen, so Bürgermeister Kruse.

Die 25.000 € seien für die Gemeinde aber nicht der einzige Wehrmutstropfen, sondern auch die Tatsache, dass kostenfreies Geld abheben „Schnee von gestern ist“. Wer nicht Kunde einer der Banken ist, wird mit 4,95 € Buchungskosten belastet. „Wir haben für den Verbleib des Automaten schwer gekämpft, aber wenn es keine akzeptable Lösung für uns gibt, dürfte er bald abgebaut sein“, so Henning Kruse. „Der Wulftener Rat bedauert das zutiefst, fühlt sich aber im Nachhinein von den Banken arg getäuscht, da diesen bekannt war, dass der Geldautomat an eine andere Stelle im Rathaus versetzt werden musste und diese Kosten gegenüber der Gemeinde verschwiegen wurden“.     pb

Der Geldautomat steht ziemlich im Weg!      (Foto: Petra Bordfeld)
Der Geldautomat steht ziemlich im Weg! (Foto: Petra Bordfeld)

Auch in Wulften plant ein Finanzinvestor Windräder (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Während der letzten Sitzung des Wulftener Ausschusses für Entwicklung und Finanzen, zu der sich auch eine große Zahl von interessierten Bürgern auf den Weg ins Schützenhaus gemacht hatten, ging es um Baumbepflanzungen, den Wasserstand im Silbersee und die Planung des Rostocker Unternehmens UKA Nord, in Wulften drei bis acht Windrädern zu errichten.

Ausschussvorsitzender Willi Erhardt mahnte an, dass sowohl auf dem Schützenplatz aus auch in der Röderstraße, wo sämtliche Bäume gefällt wurden, Neuanpflanzungen durch-geführt werden müssen.

Fachbereichsleiter Matthias Franziskowski betonte, dass man auf dem Schützenplatz die Stuken der beiden gefällten Bäume bisher ganz bewusst habe stehen lassen, soweit Neu-pflanzungen vorgesehen sind, werden diese fachgerecht entfernt. In jedem Fall stellt der Fachausschuss fest, dass neue Bäume aufgestellt werden sollen. Es sollen schon etwas größere Bäume nachgepflanzt werden, denn kleinere hätte keine Chance, sich gegen den großen Bestand durchzusetzen.

In der Röderstraße sehe es mit einer Neubepfanzung aufgrund des darunter verlaufen-den, bereits geschädigten Regenwasserkanals etwas problematischer aus. Denn das Wurzelwerk habe das Kanalnetz schon in Teilen beschädigt. Wenn dieser Schaden noch größer werde, dann bestünde die Gefahr, dass das Erdreich und damit auch der Gehweg und die Straße absacken könnten. „Aus dieser technischen Sicht sollte eine Neubepfan-zung mit Bäumen vermieden werden“.

Fachbereichsleiter Franziskowski schlug vor, eine Neugestaltung in eine insektenfreund-liche Fläche vorzunehmen, und er berichtete ergänzend, dass dies durch ein aktuelles Förderprogramm des Landkreises Göttingen unterstützt werden könne.

Bürgermeister Henning Kruse erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass mittlerweile fünf Bäume auf dem Schützenplatz verschwunden sind und mahnte an, dass es gelte, neue Bäume anzupflanzen, damit der Charakter des Platzes erhalten bleibt. Und er plä-dierte dafür, dass man erst mit den Anwohnern der Röderstraße ins Gespräch kommen sollte, bevor eine Umgestaltung vorgenommen wird.

Als das Thema „Wasserspiegel des Silbersees“ auf der Tagesordnung stand, stellte Aus-schussvorsitzender Willi Ehrhardt die Frage, was getan werden könnte, um den jetzigen Stand zumindest zu erhalten. Samtgemeindekämmerer Arnd Barke erläuterte, dass der bereits 1994 erstellte wasserrechtliche  Erlaubnisbescheid, Grundwasser in den Silbersee zu leiten, gerade zur Verlängerung anstehe. Auch die Untere Naturschutzbehörde habe mitgeteilt, dass gegen eine weitere Entnahme keine Bedenken bestehen. Allerdings müsse besonders auf  Biotopen-  und   Artenschutz geachtet werden. Ein Ortstermin ist in Kürze hierzu vorgesehen.

Der von der UKA geplante Bau von zunächst drei Windkrafträdern wurde von den Aus-schussmitgliedern negativ bewertet. Arnd Barke legte offen, dass dieses Vorhaben der Flächennutzungsplanung widerspricht. Seitens der Flächennutzungsplanung der Samtge-meinde sind entsprechende Vorrangflächen ausgewiesen. Die von der Rostocker Firma beantragten Anlagen dürften zur Last der dort lebenden Menschen stehen, und die Natur werde ebenso wenig positiv berücksichtigt wie das Landschaftsbild.

Henning Kruse legte offen, dass er dieses angestrebte Projekt auf das Schärfste verurteilt. Denn dem Gemeinderat Wulften liegt ein Antrag auf Errichtung von zunächst drei Wind-rädern nördlich der Ortschaft, in Richtung Dorste vor. Sie sollen jeweils eine Gesamthöhe von 247 Meter haben und werden damit nochmals rund 40 Meter höher, als es die Windräder bei der Mülldeponie Hattorf jetzt sind.

Die Firma UKA hat einen entsprechenden Antrag beim Landkreis Göttingen gestellt, der die Gemeinde Wulften auffordert, dazu eine Stellungnahme abzugeben. „Da diese Maß-nahme ohne jegliche Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der politischen Ge-meinde auf den Weg gebracht wurde, lehnt der Gemeinderat dieses Vorhaben ab! “Es könne doch nicht sein, dass sich an diesem Projekt nur einige wenige unter dem Deck-mantel der Umwelt eine „goldene Nase“ verdienen und die Einwohner von Wulften all dieses ertragen müssen.

Als die Samtgemeindeeigenen Finanzbeziehungen zur Diskussion standen, erinnerte Arnd Barke daran, dass aufgrund der Zielvereinbarung mit dem Land Niedersachsen auch zukünftig erreicht werden soll, dass die Haushaltspläne der Samtgemeinde und der Mit-gliedsgemeinden ausgeglichen sind. Und er erinnerte daran, dass vor 15 Jahren in den Haushalten noch ein Fehlbetrag in Höhe von 1,2 Millionen Euro zu verbuchen war. Jetzt habe man es gemeinsam geschafft, dass alle Haushalte ausgeglichen sind. „Da darf man stolz drauf sein, und das soll auch weiterhin Bestand haben“. Er erläuterte ausführlich die weitere Vorgehensweise und bezog sich dabei auf die im kommenden Finanzausschuss der Samtgemeinde zu beratende Beschlussvorlage.

Als Ausschussvorsitzender Ehrhardt in seinem Bericht auf die stattgefundene Ortsbege-hung einging, in deren Mittelpunkt diverse Straßenzüge gestanden hatten, erläuterte Fachbereichsleiter Matthias Franziskowski ergänzend, dass man im Bereich der Straßen-sanierung ein Versuchsprojekt gestartet habe. Die dafür zur Verfügung stehenden Finan-zen hätten zu einem Blick über den Tellerrand geführt. so werde nicht von Anfang an alles von unten nach oben neu aufgebaut. „Das können wir uns nicht leisten“. Bei der Überle-gung, den derzeitigen Status quo zu erhalten, also zu versuchen, Wassereinbruch durch Risse zu verhindern, sei man zu der Entscheidung gekommen, in diesem Jahr erstmalig dort, wo nicht allzu starke Schadbilder vorhanden sind, nichts anderes zumachen, als eine zusätzliche Verschleißschicht aufzuziehen, um so die Straßen wasserdicht zu bekommen. Anschließend erläuterte er ausführlich die geplante Vorgehensweise.   pb

 

Der Wasserstand des Wulftener Silbersees soll erhalten bleiben.

Tiefer darf er nicht ge-hen.

 

Foto: Petra Bordfeld

Die blauen Kreuze kennzeichnen die geplanten Standorte der drei Wind-kraftanlagen.

Fünf weitere könnten noch mit bis zu 247 m Höhe hinzu kommen!


Wulftener Kirche soll im Herbst in neuem Außenglanz erstrahlen

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Die Frage, wann die St. Aegidien-Kirche mit Baugerüsten eingekleidet wurde, können die Wulftener nicht genau beantworten. Dass es aber vor dem Schützenfest 2019 war, wissen viele, da zur Kirchenparade das Gerüst bereits stand. Und nach dem Schüt-zenfest wurde zum Setzen der Anker auch der Innenraum eingerüstet, so dass bis weit in den Herbst hinein kein Gottesdienst in der Kirche stattfinden konnte. Fest steht allerdings, dass das Gotteshaus im Herbst dieses Jahres in neuem Außenglanz erstrahlen soll.

Das gilt auch für den oberen Teil des Turmes. Er erstrahlt mittlerweile nicht „nur" mit einem neuen Dach, sondern auch mit einem neuen Zifferblatt, angeschafft aus Mitteln der Wulftener Kirchenstiftung. Die hat übrigens genau denselben Platz eingenommen, wie ihre Vorgängerin, die ebenfalls nicht mittig eingebaut wurde. Aufgefallen ist die „Linkslastigkeit“ aber erst jetzt durch die farbige Gestaltung, denn das schwarze Zifferblatt ist jetzt grün.

Übrigens ist zum Thema „Kirchenuhr“ in dem Buch „400 Jahre ev. Luth. Kirchengemeinde St. Aegidien Wulften“ nachzulesen, dass die vermutlich aus dem Jahr 1669 stammende Uhr 1782 gründlich repariert wurde. Damals musste der Stundenmesser alle 24 Stunden aufgezogen werden. 1875 wurde eine neue Uhr angeschafft, die erst 1970 durch ein vollelektrisches Uhrwerk ausgetauscht wurde, das bis 2019 seine Dienste tat.

Architektin Sabine Quehl, Bauleiterin vom Ing. Büro Gröninger aus Melsungen und Ines Goesmann, Kirchenvorstandsvorsitzende und Vertreterin der Kirchgemeinde, die Bauher-rin ist, schmunzelten beim Erzählen dieser Begebenheiten. Sie wussten aber noch zwei Daten: Zum einen wurde die Kirche ab dem 8. Mai 2019  eingerüstet, und am 17. Mai die Bekrönung, die Kugel auf der Kirchenspitze, die neu vergoldet wurde,  mit Wetterfahne abgenommen.

Ernster wurden die beiden, als sie den baulichen Zustand der Kirche ansprachen, die vor 429 Jahren eingeweiht wurde und jetzt auch eine neue Glocke aus Bronze erhalten hat.

In der Glockengeschichte ist nachzulesen, dass das Feuer im Jahr 1598 auch den Turm erreicht hatte und eine der beiden großen Glocken bersten ließ. Erst 1728 konnte eine neue angeschafft werden, welche in der Größe der ersten entsprach. Doch schon im Ersten Weltkrieg wurde eine „Zur Sicherung des Kriegsbedarfs“ eingezogen. Die erst 1933 neu angeschaffte Glocke wurde bereits 1942 für den gleichen zweifelhaften Zweck abge-holt. 1951 wurde eine neue, aus Gussstahl bestehende Glocke geweiht. Jetzt hängt im Turm wieder eine Bronzeglocke, für deren Anschaffung sich laut Ines Goesmann die Kir-chengemeinde „krummgelegt“ hat. Außerdem kamen noch viele Spenden aus der Ge-meinde sowie Geld aus der Wulftener Rogge-Stiftung und auch eine finanzielle mit Hilfe der Landeskirche hinzu. So konnten die knapp 30.000 Euro gestemmt werden.

Aber nicht nur eine neue Glocke ist im oberen Teil des Turmes zu sehen, auch die Holze-lemente erstrahlen in neuem Glanze und ermöglichen den Aufstieg bis zur Turmspitze. „Das ist sehr schön“, so die Kirchenvorstandsvorsitzende.

Allerdings muss bei dem Mauerwerk des Turmes noch viel Geduld und Geschick aufge-bracht werden - auch wenn das Dach, die Schiefereindeckung und die Schallluken bereits neu sind.  Dieses „Geduldsspiel“ sei erst zum Vorschein gekommen, als der alte Putz vollends heruntergeschlagen wurde.

Der Schwerpunkt der Voruntersuchungen am Turm lag bei den Holzkonstruktionen. Der Putz der Turmfassaden war offensichtlich schadhaft und bestand aus dem falschen Material, so die Architektin. Doch unter dem gesamten Putz verbargen sich Schäden, die vorher nicht gesehen werden konnten. Denn nach der Abnahme des Putzes musste festgestellt werden, dass große Flächen des ursprünglichen Sandsteinmauerwerks mit Ziegelsteinen ausgebessert wurden. Dabei wurde ein zementhaltiger Mörtel verwendet, der für das vorhandene Mauerwerk mit einem gipshaltigen Mörtel unverträglich ist. So konnte sich Feuchtigkeit hinter dem ebenfalls zementhaltigen Putz sammeln. Dadurch wurden die Sandsteine zum Teil zerstört, auch die hinter den Ziegelsteinausbesserungen, erläuterte Sabine Quehl. Hinzu kam, dass der Sandstein an sich in großen Teilen von geringer Qualität ist. Dieser Zustand sei mit Sicherheit schon mal festgestellt worden und deshalb wurden vermutlich vor einigen Jahren bereits Sandsteine durch die Ziegelsteine ersetzt. Um weitere Zerstörungen des vorhandenen Mauerwerks zu verhindern, mussten sowohl die Ziegelsteine als auch der Zementmörtel ausgebaut und durch passendes Material ersetzt werden.

Da der Mörtel der neuen Aufmauerungen aber nicht mehr bei Temperaturen unter 7 Grad Celsius verarbeitet werden kann, mussten die Bauarbeiten im Dezember 2019 vorerst eingestellt werden. Seit Ende März geht es wieder weiter. Schließlich sollen die Arbeiten im Herbst 2020 abgeschlossen sein. Dann wird ein neuer Putz aufgelegt sein. Denn, auch wenn viele Steine ausgetauscht sein werden, muss das geschehen, weil Gipsmörtel Schutz vor Feuchtigkeit braucht. „Außerdem ist der Stein, der geblieben ist, empfindlich in seiner Struktur“, so die Architektin.

Das Kirchenschiff, oder besser das Dach, sorgte für eine weitere, nicht eingeplante, unangenehme Überraschung. Denn die Dachkonstruktion im Bereich der Traufen, die von innen nicht zugänglich sind, zeigten bei der Aufnahme von Dachziegeln zuvor nicht festgestellte Schäden. Um die zu beheben, musste der Zimmermann die Ziegeldeckung der 90er Jahre zu einem Teil aufnehmen, um an das in Mitleidenschaft gezogene Gebälk zu kommen. Außerdem wurden vier acht Meter lange Stahlanker quer durch das Kirchenschiff eingezogen, um dessen Gemäuer mehr Halt zu geben.

Die Außenwände des Schiffs sind schon ausgebessert worden und erhalten einen neuen Anstrich, wenn dieser auch dem Turm zukommen wird.

Auf die Frage, was dieses Projekt so insgesamt kosten dürfte, war zu vernehmen, dass die Kosten in einem hohen sechsstelligen Betrag liegen werden. Das Programm zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum Niedersachsen/Bremen hat bereits einen Zuschuss in Höhe von 150.000 € bewilligt. Die Finanzierung der Gesamtsanierung wiederum übernimmt die evangelische Landeskirche Hannover.

Übrigens liegt die Bauprojektleitung in den Händen des Amtes für Bau- und Kunstpflege Göttingen, welches die Denkmalstelle der Landeskirche Hannover ist. pb

Der Zimmermann erläutert Architektin Sabine Quel             Der Klang der neuen Bronze-

und Ines Goesmann (re.) die Arbeiten am Kirchen-             glocke ist bereits länger zu

schiffdach.                                                                           vernehmen.

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Diese Stufen und Geländer er-       An dieses Kirchenbild haben sich die Wulftener fast

strahlen in neuem Holz.                   schon gewöhnt.

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Dieser Teil des Kirchturms,              Diese Glocke von 1951 hat

auch das Ziffernblatt der Uhr,          im Kirchturm jetzt ausgedient.

sind neu geworden.                                                                       (Fotos: Petra Bordfeld)


                                                                  Auszug aus dem "Harz Kurier" vom 04. Juni 2016

Großer Bahnhof in Wulften: So viel Andrang wie am Freitagmittag herrschte am Bahnsteig in der Gemeinde lange nicht. Dort wurde ein Triebwagen feierlich auf den Namen "Wulften am Harz" getauft. Bürgermeister Henning Kruse hatte die Ehre, im Beisein zahlreicher Gäste und Schaulustiger dem Schienenfahrzeug mit einer Sektdu-

sche seinen Namen zu geben. Der Triebwagen wird in den nächsten Jahren als Bot-

schafter der Gemeinde in der Region zwischen Göttingen, Nordhausen und Braun-schweig unterwegs sein.

Erfreut zeigte sich der Bürgermeister darüber, dass Dirk Peinemann als einer der Initiatoren, den Triebwagen steuerte.

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Der Film zum Text:

https://www.magentacloud.de/lnk/CavhMJoe

 

Kamera: GL-Film