Altes Sägewerk Wulften hat eine grüne Hausnummer

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Weil auf dem Gelände in Wulften, wo einst das alte Sägewerk Ehrhardt gestan-den hat, Wohnhäuser errichtet wurden, heißt dieser Straßenzug „Altes Sägewerk“. Und genau dort ist jetzt eine Grüne Hausnummer zu sehen, welche der Landkreis Göttingen der Familie Beußhausen in Ankernennung des umweltfreundlich errichteten und bewirt-schafteten Hauses überreicht hat, welche die Nummer 16 trägt.

Denn für Katrin und Peter Beußhausen stand schon mit dem Bau ihres Hauses im Jahr 2007 fest, dass es ein nachhaltiges Einfamilienhaus in Holzständerbauweise werden soll. Das umweltbewusste Konzept des Bio-Solar-Hauses kommt mit wenig Technik aus, bietet jedoch viel Komfort. Familie Beußhausen setzt bei der Energieversorgung ihres Wohn-hauses komplett auf regenerative Energie in Form von Sonnenenergie und Holzka-minofen. „Gas oder Öl kam für uns überhaupt nicht in Frage“. Eine Solarthermie ist für das Erhitzten des Wassers zuständig. Und es gibt außerdem einen wasserführenden Kamin-ofen, der dann das kühle Nass erwärmt, wenn die Sonnenenergie nicht ausreicht. Die Energie dieser beiden Wärmequellen wird in einem 1000 Liter Pufferspeicher gelagert. Die Zimmer verfügen komfortable Wand- und Deckenheizungen. Die Brauch-Warmwasser-aufbereitung funktioniert mittels Wärmetauscher, sodass die Bildung von gesundheits-gefährdenden Legionellen kein Thema ist. Das notwendige Brennholz kommt aus der hei-mischen Forstgenossenschaft. Ergänzend wurde auf dem Dach eine Fotovoltaik-Anlage „stationiert“, welche ungefähr so viel Strom im Jahr erzeugt, wie das Haus in einem Jahr benötig.

Beim Bau des Hauses wurde auch bei den verbauten Materialien auf die Nachhaltigkeit geachtet. So sind beispielsweise die Außenwände, die Fußböden/Decken sowie die Dach-flächen mit Zellulose gedämmt. Die Innenwände haben einen ökologischen Dämmstoff aus Hanf. Das gesamte Hausprinzip ist darauf ausgerichtet, dass alle Wände diffusionsoffen sind. Denn die beiden Beußhausens wollten das Prinzip des trivialen Passivhauses umge-hen: „Ein Wohnen und Leben in einer Plastiktüte, verbunden mit aufwendiger Lüftungs-technik kommt überhaupt nicht in Frage!“ Also wohnen sie jetzt schon seit gut zwölf Jahren in ihrem schimmelfreien, umweltbewussten, wartungsarmen, betriebskostengünstigen und seit kurzem ausgezeichneten Haus. pb

 

 

Katrin und Peter Beußhausen freuen sich über die grüne Hausnummer des Landkreises Göttingen

 

Foto: Petra Bordfeld

 


Förderverein "Knirpsparade" unterstützt Arche Park   (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Der Förderverein Knirpsparade e.V. des Ev. Regenbogen-Kindergartens Wulf-ten, wollte dem im Ponyhof Küppers gelegenen „ArchePark“ die Corona-Zeit erleichtern und fand so eine Lösung, die sowohl den Kindern, als auch den Tieren gefallen dürfte.

Und ihre Überraschung sollte sowohl bei Barbara Küppers als auch Kindergartenleiterin Katharina Schreiber sehr gut ankommen. Denn der Förderverein überreichte im „Arche-park“ einen 1.000 Euro-Scheck. Der wiederum macht es möglich, dass die Mädchen und Jungen des „Regenbogens“ den Ponyhof und den Archepark ohne Eintritt betreten dür-fen, bis eben diese stolze Summe aufgebraucht ist. Der Förderverein hofft, dass dies der Anfang einer schönen Tradition werden wird. pb

Kirsten Heise-Borchert und Melanie Lohrengel vom Förderverein Knirpsparade e.V, Bar-bara Küppers vom "ArchePark", Fryda und Emely Borchert, Katharina Schreiber vom Ev. Regenbogen-Kindergarten freuen sich über diese nicht alltägliche Idee (v. l. n. r.)

                                                                                                              Foto: Sofia Küppers


Schützenvorstand 2022 Wulften sucht Zimmermänner

  (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Nach drei Jahren der Vorfreude wird in Wulften zu Pfingsten 2022 wieder das traditionelle Schützen- und Heimatfest auf dem Veranstaltungskalender stehen. Es wird am Pfingstsamstag mit dem Sturm auf die Barrikade des Majors beginnen und dem Preis-schießen sowie der zünftigen Nachfeier am darauf folgenden Samstag ausklingen.
Weil nicht erst auf dem letzten Drücker Hobby-Fachleute zum Erstürmen einfallsreich errichteter Barrikaden gesucht werden sollen, sucht der 2019 ausgeschossene Vorstand schon jetzt Freizeit-Zimmermänner, die dabei sein wollen. Wer Interesse hat, Teil des Schützenvorstandes 2022 zu sein, melde sich bitte entweder unter der E-Mail-Adresse schuetzenvorstand2022@gmail.com oder bei Schützenkönig Peter Kranich-Kaliner (Berg-straße 17). 
Der gesamte Schützenvorstand 2022 ist in freudiger Erwartung der Bewerbungen, da nach der abgeschlossenen Suche der Vorstand endlich komplett sein wird. pb

 

Der 2019 beim Schüt-zen- und Heimatfest in Wulften ausge-schossene Vorstand sucht Freizeit-Zim-mermänner.

 

Foto:

Kira Beußhausen

 


Kater suchte sich ein Wohnzimmer aus                     (Bericht: Petra Bordfeld)

Hattorf. Ein junger getigerter, nicht sterilisierter Kater suchte sich über die geöffnete Terassentür einer Wulftener Familie das Sofa im Wohnzimmer zum Verweilen aus. Da sie selbst einen Hund haben, und sich auch Kleinkinder in der Wohnung tummeln, können sie der Samtpfpoten leider kein neues Zuhause geben. Aus dem Grund ist das Katerchen erst einmal in die Tierauffangstation des Tierschutzvereines der Samtgemeinde Hattorf einge-zogen.

Sollte jemand diesen kleinen Vagabunden vermissen oder ihm ein neues Zuhause geben wollen, rufe er bitte die erste Vorsitzende des Tierschutzvereines, Adalies Drettwan an (055841391). pb

                                                               Foto: Privat
Foto: Privat

Mitgliederversammlung des TSV Wulften                   (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Der TSV "Eintracht" Wulften lädt am Freitag, 18. September, erneut zu seiner Mitgliederversammlung 2019 ein, die um 18.30 Uhr am Sportplatz in Wulften, Waßmann-straße 29, beginnen wird.

Diese zweite Versammlung ist notwendig geworden, weil die bereits im Januar dieses Jahres stattgefundene Mitgliederversammlung aufgrund des fehlenden Aushangs vom Gericht nicht anerkannt wurde. pb


DRK Wulften begrüßte 35 Blutspender                     (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Auch wenn der DRK Ortsverein Wulften zur Blutspende „nur“ 35 Bürger begrüs-sen konnte, die sich von einem halben Liter roten Lebenssaft trennen wollten, sagt das Team um die erste Vorsitzenden Mariette Mulawa, Dankeschön. Letztendlich hätten es auf-grund der noch immerwährenden Corona-Pandemie noch weniger sein können.

Besonders freute es sie aber, dass die von den DRKlerinnen lecker gefüllten Lunchtüten erneut sehr gut angekommen waren. Denn die Gesichter der Empfänger strahlten minde-stens genau so, als wenn das Buffet zum Stärken einladen würde. „Damit müssen wir aber wohl noch länger warten“, so Mariette Mulawa.

Das nächste Spenden im Schützenhaus ist übrigens am 9. Dezember möglich.   pb


Wulften erhält Wasser von der HarzEnergie             (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Wolfgang Mönnich, Vorsitzender des Wasserbeschaffungsverbandes Wulften, und der ehemalige Wassermeister Sigfried Wilfer strahlten, als Bürgermeister Henning Kruse zu dem gegenüber der „Öhlmühle“ gelegenen Brunnen kam. Der wollte nämlich erfahren, wie es mit dem geplanten Zufluss von Sösewasser ausschaut, welches aus dem Ortsnetz Schwiegershausen der HarzEnergie kommt. Den Gesichtern der beiden Männer konnte er entnehmen, dass alles geklappt hat.

Der Grund zu diesem Zufluss lag darin, dass das Wulftener Wasser zukunftssicher ge-macht werden sollte. Neben einer Verbesserung der Wasserqualität ist auch die Sicherheit eines zweiten „Standbeins“, eines zusätzlichen Zuflusses für Notfälle, von enormer Bedeu-tung.  Gespräche mit der HarzEnergie führten dazu, dass eine 2.200 Meter lange Wasser-leitung von Schwiegershausen nach Wulften verlegt wurden, durch die jetzt das Sösewas-ser strömt.

Damit das auch genau dort ankommt wo es benötigt wird, musste auch neben dem alten Brunnen ein neuer Schacht errichtet werden, der die erforderliche Technik (Pumpe und Filteranlage) enthält. Eigens dafür stellte die Feldmarkinteressentschaft Wulften 50 m² eines angrenzenden Stücks ihrer Ländereien zur Verfügung.

Und diverse Wasserproben haben mittlerweile gezeigt, dass dieser Schritt der richtige war. Denn alle wichtigen Werte sind im grünen Bereich, die Wasserhärte ist zurückgegangen und die Wulftener Wasserversorgung ist für die Zukunft bestens gerüstet. Dieses bestä-tigte auch Bürgermeister Kruse, der sich namens der Wulftener Bürgerinnen und Bürger bei Wolfgang Mönnich und seinen Mitstreitern ganz herzlich bedankte.  pb

 

Wolfgang Mönnich (li.) und Hen-ning Kruse schauen, wie Sieg-fried Wilfer zufrieden aus dem „Untergrund“ auftaucht.

 

Foto: Petra Bordfeld

 


Wulftener Kirche soll im Herbst in neuem Außenglanz erstrahlen

(Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Die Frage, wann die St. Aegidien-Kirche mit Baugerüsten eingekleidet wurde, können die Wulftener nicht genau beantworten. Dass es aber vor dem Schützenfest 2019 war, wissen viele, da zur Kirchenparade das Gerüst bereits stand. Und nach dem Schüt-zenfest wurde zum Setzen der Anker auch der Innenraum eingerüstet, so dass bis weit in den Herbst hinein kein Gottesdienst in der Kirche stattfinden konnte. Fest steht allerdings, dass das Gotteshaus im Herbst dieses Jahres in neuem Außenglanz erstrahlen soll.

Das gilt auch für den oberen Teil des Turmes. Er erstrahlt mittlerweile nicht „nur" mit einem neuen Dach, sondern auch mit einem neuen Zifferblatt, angeschafft aus Mitteln der Wulftener Kirchenstiftung. Die hat übrigens genau denselben Platz eingenommen, wie ihre Vorgängerin, die ebenfalls nicht mittig eingebaut wurde. Aufgefallen ist die „Linkslastigkeit“ aber erst jetzt durch die farbige Gestaltung, denn das schwarze Zifferblatt ist jetzt grün.

Übrigens ist zum Thema „Kirchenuhr“ in dem Buch „400 Jahre ev. Luth. Kirchengemeinde St. Aegidien Wulften“ nachzulesen, dass die vermutlich aus dem Jahr 1669 stammende Uhr 1782 gründlich repariert wurde. Damals musste der Stundenmesser alle 24 Stunden aufgezogen werden. 1875 wurde eine neue Uhr angeschafft, die erst 1970 durch ein vollelektrisches Uhrwerk ausgetauscht wurde, das bis 2019 seine Dienste tat.

Architektin Sabine Quehl, Bauleiterin vom Ing. Büro Gröninger aus Melsungen und Ines Goesmann, Kirchenvorstandsvorsitzende und Vertreterin der Kirchgemeinde, die Bauher-rin ist, schmunzelten beim Erzählen dieser Begebenheiten. Sie wussten aber noch zwei Daten: Zum einen wurde die Kirche ab dem 8. Mai 2019  eingerüstet, und am 17. Mai die Bekrönung, die Kugel auf der Kirchenspitze, die neu vergoldet wurde,  mit Wetterfahne abgenommen.

Ernster wurden die beiden, als sie den baulichen Zustand der Kirche ansprachen, die vor 429 Jahren eingeweiht wurde und jetzt auch eine neue Glocke aus Bronze erhalten hat.

In der Glockengeschichte ist nachzulesen, dass das Feuer im Jahr 1598 auch den Turm erreicht hatte und eine der beiden großen Glocken bersten ließ. Erst 1728 konnte eine neue angeschafft werden, welche in der Größe der ersten entsprach. Doch schon im Ersten Weltkrieg wurde eine „Zur Sicherung des Kriegsbedarfs“ eingezogen. Die erst 1933 neu angeschaffte Glocke wurde bereits 1942 für den gleichen zweifelhaften Zweck abge-holt. 1951 wurde eine neue, aus Gussstahl bestehende Glocke geweiht. Jetzt hängt im Turm wieder eine Bronzeglocke, für deren Anschaffung sich laut Ines Goesmann die Kir-chengemeinde „krummgelegt“ hat. Außerdem kamen noch viele Spenden aus der Ge-meinde sowie Geld aus der Wulftener Rogge-Stiftung und auch eine finanzielle mit Hilfe der Landeskirche hinzu. So konnten die knapp 30.000 Euro gestemmt werden.

Aber nicht nur eine neue Glocke ist im oberen Teil des Turmes zu sehen, auch die Holze-lemente erstrahlen in neuem Glanze und ermöglichen den Aufstieg bis zur Turmspitze. „Das ist sehr schön“, so die Kirchenvorstandsvorsitzende.

Allerdings muss bei dem Mauerwerk des Turmes noch viel Geduld und Geschick aufge-bracht werden - auch wenn das Dach, die Schiefereindeckung und die Schallluken bereits neu sind.  Dieses „Geduldsspiel“ sei erst zum Vorschein gekommen, als der alte Putz vollends heruntergeschlagen wurde.

Der Schwerpunkt der Voruntersuchungen am Turm lag bei den Holzkonstruktionen. Der Putz der Turmfassaden war offensichtlich schadhaft und bestand aus dem falschen Material, so die Architektin. Doch unter dem gesamten Putz verbargen sich Schäden, die vorher nicht gesehen werden konnten. Denn nach der Abnahme des Putzes musste festgestellt werden, dass große Flächen des ursprünglichen Sandsteinmauerwerks mit Ziegelsteinen ausgebessert wurden. Dabei wurde ein zementhaltiger Mörtel verwendet, der für das vorhandene Mauerwerk mit einem gipshaltigen Mörtel unverträglich ist. So konnte sich Feuchtigkeit hinter dem ebenfalls zementhaltigen Putz sammeln. Dadurch wurden die Sandsteine zum Teil zerstört, auch die hinter den Ziegelsteinausbesserungen, erläuterte Sabine Quehl. Hinzu kam, dass der Sandstein an sich in großen Teilen von geringer Qualität ist. Dieser Zustand sei mit Sicherheit schon mal festgestellt worden und deshalb wurden vermutlich vor einigen Jahren bereits Sandsteine durch die Ziegelsteine ersetzt. Um weitere Zerstörungen des vorhandenen Mauerwerks zu verhindern, mussten sowohl die Ziegelsteine als auch der Zementmörtel ausgebaut und durch passendes Material ersetzt werden.

Da der Mörtel der neuen Aufmauerungen aber nicht mehr bei Temperaturen unter 7 Grad Celsius verarbeitet werden kann, mussten die Bauarbeiten im Dezember 2019 vorerst eingestellt werden. Seit Ende März geht es wieder weiter. Schließlich sollen die Arbeiten im Herbst 2020 abgeschlossen sein. Dann wird ein neuer Putz aufgelegt sein. Denn, auch wenn viele Steine ausgetauscht sein werden, muss das geschehen, weil Gipsmörtel Schutz vor Feuchtigkeit braucht. „Außerdem ist der Stein, der geblieben ist, empfindlich in seiner Struktur“, so die Architektin.

Das Kirchenschiff, oder besser das Dach, sorgte für eine weitere, nicht eingeplante, unangenehme Überraschung. Denn die Dachkonstruktion im Bereich der Traufen, die von innen nicht zugänglich sind, zeigten bei der Aufnahme von Dachziegeln zuvor nicht festgestellte Schäden. Um die zu beheben, musste der Zimmermann die Ziegeldeckung der 90er Jahre zu einem Teil aufnehmen, um an das in Mitleidenschaft gezogene Gebälk zu kommen. Außerdem wurden vier acht Meter lange Stahlanker quer durch das Kirchenschiff eingezogen, um dessen Gemäuer mehr Halt zu geben.

Die Außenwände des Schiffs sind schon ausgebessert worden und erhalten einen neuen Anstrich, wenn dieser auch dem Turm zukommen wird.

Auf die Frage, was dieses Projekt so insgesamt kosten dürfte, war zu vernehmen, dass die Kosten in einem hohen sechsstelligen Betrag liegen werden. Das Programm zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum Niedersachsen/Bremen hat bereits einen Zuschuss in Höhe von 150.000 € bewilligt. Die Finanzierung der Gesamtsanierung wiederum übernimmt die evangelische Landeskirche Hannover.

Übrigens liegt die Bauprojektleitung in den Händen des Amtes für Bau- und Kunstpflege Göttingen, welches die Denkmalstelle der Landeskirche Hannover ist. pb

Der Zimmermann erläutert Architektin Sabine Quel             Der Klang der neuen Bronze-

und Ines Goesmann (re.) die Arbeiten am Kirchen-             glocke ist bereits länger zu

schiffdach.                                                                           vernehmen.

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Diese Stufen und Geländer er-       An dieses Kirchenbild haben sich die Wulftener fast

strahlen in neuem Holz.                   schon gewöhnt.

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Dieser Teil des Kirchturms,              Diese Glocke von 1951 hat

auch das Ziffernblatt der Uhr,          im Kirchturm jetzt ausgedient.

sind neu geworden.                                                                       (Fotos: Petra Bordfeld)


Ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk              (Bericht: Petra Bordfeld)

Wulften. Der Wulftener Ausgehclub „Aber Hallo 87“ wollte dem Clubmitglied Sigrid Ruste-berg zum 60sten Geburtstag eine Überraschung, in Form eines von einem Kreissäge-motor „angetriebenen“ E-Bike, vor die Tür stellen. Genau aus dem Grund und unter korrekter Einhaltung der Abstandsregeln machte man sich dafür in der Nacht vor dem Wiegenfest auf den Weg. Zum einen sollte mit dem ungewöhnlichen Motor an dem Stahlesel darauf hingewiesen werden, dass das Geburtstagskind bei den Fahrradtouren konsequent auf Motorunterstützung verzichtet. Außerdem sollte an die Flower-Power-Zeit der gelernten Gärtnerin erinnert werden. In jedem Fall ist die Überraschung sehr gelungen: Ein bunter Fleck in der Corona-Zeit. pb/Foto: privat

Foto: privat
Foto: privat

Kita-Bedarfsplan: I-Gruppe entsteht und Betreuungszeiten werden aus-gedehnt

Aus: Harz-Kurier, Tageszeitung Ldkr. Göttingen, Ausgabe 29. Mai 2020.

Text: Herma Niemann

Wulften. Der Rat der Gemeinde Wulften verabschiedete in seiner jüngsten Sitzung den aktuellen Kindertagesstättenbedarfsplan. Laut Vereinbarung mit dem Landkreis Göttingen sind die angehörigen Gemeinden dazu verpflichtet, diesen Plan aufzustellen, um den Bedarf an Kinderbetreuungsangeboten in Krippen, Kindergärten und Horten festzustellen und jährlich fortzuschreiben. Zudem erfolgt die Zuwendung des Landkreises nach der Anzahl der Kinder.

Der Gemeindedirektor Rolf Hellwig berichtete, dass in der Kindertagesstätte in Wulften eine Gruppe zu einer Integrations-Gruppe umgewandelt werden soll. Für mehrere Kinder sei entsprechender Förderbedarf vorhanden. Zu den notwendigen Rahmenbedingungen sei eine Reduzierung der Gruppengröße auf 16 Kinder erforderlich.

Die Belegungszahlen sowie die aktuellen Anmeldungen würden deutlich machen, dass Wulften auch bei einer Reduzierung der Plätze im Kindergartenbereich von 49 auf 41 den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz aller angemeldeten Kinder weiterhin erfüllen kann. Derzeit stehen 49 Kindergarten- und 15 Krippenplätze zur Verfügung. Zum Stichtag 1. März haben 45 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und 23 Kinder im Alter zwischen einem und zwei Jahren ihren Wohnsitz in Wulften und so einen Rechtsanspruch auf einen Platz. Gemessen an den reinen Geburtenzahlen wäre im Kindergarten eine Versorgung zu 100 Prozent und bei den Krippenkindern nur zu 65 Prozent gewährleistet.

Ausgehend von den tatsächlichen Anmeldungen sei jedoch zum aktuellen Zeitpunkt sicher, dass mit Ausnahme eines Krippenkindes alle Kinder mit Wohnsitz in Wulften einen solchen im Laufe des Kindergartenjahres bekommen. Weiter berichtete Hellwig, dass die Betreuungszeit im Kindergarten bis auf 16 Uhr ausgedehnt werde.

„Die I-Gruppe ist dann für die ganze Samtgemeinde da“, so der Bürgermeister Henning Kruse, „denn nicht in jeder Mitgliedsgemeinde lohnt sich eine solche Einrichtung. Zudem ist die Ausdehnung der Betreuungszeiten ein Gewinn für uns.“

Ebenso wie auch schon in Hattorf werden auch im Kindergarten Wulften die Krippen-Gebühren rückwirkend zum 1. April entweder erlassen oder zurückerstattet (wir berichte-ten). Wegen der Corona-Krise seien seit Mitte März die Kindergärten bis auf den Notbetrieb für Kinder bestimmter Personengruppen geschlossen, erklärte Hellwig. Schon sehr früh hätten sich deshalb sämtliche Hauptverwaltungsbeamte des Landkreises Göttingen darauf geeinigt, die Erstattung oder den Verzicht der Gebühren den Räten vorzuschlagen. Der Kindergarten in Wulften hat aktuell rund 2.800 Euro pro Monat an Einnahmen. In den anderen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Hattorf soll dieser Beschluss auf Erlass der Krippengebühren demnächst ebenso Thema sein.

Einstimmig wurde auch die Jahresrechnung 2015 beschlossen. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von Minus 97.000 Euro soll in voller Höhe aus der Überschussrücklage gedeckt werden, die dann auf 59.000 Euro schrumpft. Ursprünglich sei das Jahr mit einem leichten Überschuss in Höhe von 36.000 Euro geplant. Die Jahre 2017 bis 2019 sollen sich jedoch voraussichtlich deutlich positiver entwickeln, so Hellwig.

Außerdem stimmte der Wulftener Rat einstimmig für die Ersetzung eines Mitglieds ohne Stimmrecht im Ausschuss für Entwicklung und Finanzen. Seitens der CDU-Fraktion wurde anstelle des bisherigen Bürgervertreters Bernd Kalis als neuer Vertreter Günther Ehrhardt vorgeschlagen.


Bimmelbrücke sorgt im Wulftener Rat für Gesprächsbedarf

Aus: Harz-Kurier, Tageszeitung Ldkr. Göttingen, Ausgabe 28. Mai 2020.

Text: Herma Niemann

Wulften. Leider habe die Ausschreibung zur Sanierung der Bimmelbrücke in Wulften im vergangenen Jahr ein sehr unbefriedigendes Ergebnis erbracht, berichtete der Gemeindedirektor Rolf Helwig in der jüngsten Ratssitzung im Schützenhaus. Der Submissionstermin war im Februar 2020. Seitens des Planungsbüros sei nun der Vergabevorschlag mit einem Bruttopreis für die Sanierung in Höhe von 197.982 Euro unterbreitet worden, also 135 Prozent über der ursprünglichen Kostenschätzung.

Eigentlich waren Finanzierungskosten von rund 84.000 Euro geplant gewesen. Um eine erneute Ausschreibung nun auf den Weg bringen zu können, müssen die zusätzlich benötigten Mittel bereitgestellt werden. "Ohne diese zusätzliche Bereitstellung können wir die Ausschreibung nicht auf den Weg bringen und das Projekt nicht mehr weiterverfolgen", betonte Helwig.

Es sei inzwischen Kontakt mit dem Landkreis Göttingen aufgenommen worden, der eine erhöhte Forderung zusagte, sofern die seitens der Gemeinde Wulften ebenso der erhöhte zusätzliche Eigenanteil gestellt werden kann. Insgesamt müssen deshalb aus dem Haushalt Mittel in Höhe von 135.100 Euro zur Verfügung gestellt werden. Die Deckung ist durch Einsparungen beim Produktkonto Dorferneuerung und durch höhere Fördermittel des Landkreises gewährleistet. Der Rat stimmte einstimmig dafür.

Laut aktueller Kostenaufstellung belaufen sich die Kosten zur Sanierung der Brücke auf rund 215.045 Euro. Die Zuwendung des Landkreises beträgt rund 107.500 Euro. Auf dieselbe Summe erhöht sich auch der Eigenanteil der Gemeinde Wulften. Die Ausführung soll bis Ende November erfolgen.

In der Fragestunde meldete sich ein Einwohner zu Wort und fragte, ob man seine Vorschläge zur Sanierung der Bimmelbrücke mit in die Planung eingebracht habe, denn seine Vorschläge würden die Summen um die Hälfte der Kostenreduzieren. Seine Vorschläge seien keinesfalls laienhaft, zudem habe er sich auch Rat von Unternehmen eingeholt. Zur Erklärung sagte der Wulftener, dass er wohl als Urheber der Kom-bination Bimmelbrücke, Rad- und Fußweg gelte und dass ihm diese Brücke eine Herzensangelegenheit sei. Der Rat habe im Vorfeld verschiedene Varianten überlegt, so Hellwig, und sich dann für eine Metallbauweise entschieden. Der Einwohner wiederum entgegnete, dass er auf Umwegen an der Ausschreibung beteiligt gewesen sei, die "nicht den Cent Papier Wert sei, auf dem sie geschrieben ist", wie er sagte. "Sie unterstellen dem ausführenden Büro fachliche Mängel", so Hellwig erbost, "wir können davon ausgehen, dass das Ingenieurbüro fachlich sauber arbeitet".

Der Einwohner wiederum betonte, dass er sich mit Ausschreibungsverfahren ausken-ne. Die Art und Weise wie die Ausschreibung erfolgt sei, sei überholt, und auch die Höhe der Kosten könne nicht stimmen, mutmaßte er. "Das sind Steuergelder, die ausgegeben werden". Dazu sagte der Bürgermeister Henning Kruse, dass man sich auf den fachlichen Rat des Büros verlassen müsse und man deshalb diese Entscheidung getroffen habe. "Unser Ziel ist, dass die Brücke wieder nutzbar ist", so Kruse. Der Rat habe sich über das Ausbauprogramm Gedanken gemacht und entschieden, so Hellwig. Leider seien Alternativausschreibungen nicht zulässig. Man könne nicht einfach ausschreiben: "ein Stück Brücke".

In seinem Bericht erwähnte Hellwig, dass der Ausbau der Straße Bahnhofstraße/Unter-dorf Gesamtkosten von 3,4 Mio. Euro mit sich gezogen habe. Die Anlieger seien insgesamt mit 290.000 Euro beteiligt. Die Fördermittel hätten rund 1,66 Mio. Euro betragen. Die Gemeinde Wulften hat mit Eigenmitteln in Höhe von 1,26 Mio. Euro beigetragen. Weiter berichtete der Gemeindedirektor, dass zwar die Arbeiten der Telekom im Bereich des Bahnübergangs und der Kurve Mühlenstraße noch nicht ganz abgeschlossen seien, das Pflaster auf Teilen der Strecke jedoch erneut aufgenommen werdend müsse. Grund dafür sei die Erneuerung der Stromleitung auf einer Länge von sechs bis sieben Metern. Die Arbeiten sollen vor dem Fußgängerüberweg bis kurz vor die Volksbank erfolgen. "Leider hat hier keine Harmonisierung der Arbeiten funktioniert. Aber die Gemeinde hat leider keinen Einfluss darauf, wann welche Maßnahmenträger ihre Arbeiten aufnehmen", so Hellwig

 

 

 

 

Möglicherweise dauert die Freigabe  noch bis Ende November 2020

 

 

 

Foto: Gerhard Lüer


Ponyhof Küppers darf sich über Interesse freuen     (Bericht: Petra Bordfeld)